Kurzanleitung 00825-0105-4809, Rev. DB Dezember 2009 Annubar 485 Flansch Rosemount Annubar® 485in Flansch Ausführung Start Schritt 1: Anordnung und Ausrichtung Schritt 2: Bohrungen an der Rohrleitung Schritt 3: Zusammenbau und Passprüfung Schritt 4: Befestigungsteile anschweißen Schritt 5: Annubar einsetzen Schritt 6: Messumformer montieren Produkt-Zulassungen Ende www.EmersonProcess.de Kurzanleitung 00825-0105-4809, Rev. DB Dezember 2009 Annubar 485 Flansch © 2009 Rosemount, Inc. Alle Rechte vorbehalten. Alle Marken sind Eigentum der jeweiligen Unternehmen. Rosemount und das Rosemount Logo sind eingetragene Marken von Rosemount Inc. Deutschland Schweiz Österreich Emerson Process Management GmbH & Co. OHG Argelsrieder Feld 3 82234 Wessling Deutschland T +49 (0) 8153 939-0 F +49 (0) 8153 939-172 www.emersonprocess.de Emerson Process Management AG Blegistraße 21 6341 Baar-Walterswil Schweiz T +41 (0) 41 768 6111 F +41 (0) 41 761 8740 www.emersonprocess.ch Emerson Process Management AG Industriezentrum NÖ Süd Straße 2a, Objekt M29 2351 Wr. Neudorf Österreich T +43 (0) 2236-607 F +43 (0) 2236-607 44 www.emersonprocess.at WICHTIGER HINWEIS Diese Kurzanleitung enthält grundlegende Richtlinien für den Rosemount Annubar 485. Sie enthält keine Anleitungen für Konfiguration, Diagnose, Wartung, Service, Fehlersuche und -beseitigung oder Einbau entsprechend den Anforderungen für Ex-Schutz, druckfeste Kapselung oder Eigensicherheit. Weitere Informationen sind in der Betriebsanleitung des Annubar 485 (Dok.-Nr. 00809-0100-4810) zu finden. Diese Anleitung ist auch in elektronischer Ausführung unter www.emersonprocess.com erhältlich. Wenn der Annubar 485 an einem Rosemount Messumformer 3051S montiert bestellt wurde, sind die Konfigurationsdaten und Ex-Zulassungen in der folgenden Kurzanleitung zu finden: Rosemount Druckmessumformer der Serie 3051S (Dok.-Nr. 00825-0105-4801). Wenn der Annubar 485 an einem Rosemount Messumformer 3095 montiert bestellt wurde, sind die Konfigurationsdaten und Ex-Zulassungen in der folgenden Kurzanleitung zu finden: Rosemount 3095 (Dok.-Nr. 00825-0105-4716). WARNUNG Prozessleckagen können zu schweren oder tödlichen Verletzungen führen. Um Prozesslecks zu vermeiden, verwenden Sie für die entsprechenden Flanschadapter nur die dafür ausgelegten Dichtungen und O-Ringe. Der Annubar 485 kann durch das Prozessmedium heiß werden und Verbrennungen verursachen. VORSICHT Wenn die Rohr-/Kanalwand weniger als 3,2 mm (0,125 in.) dick ist, bei der Installation des Sensors äußerst vorsichtig vorgehen. Dünnwandige Leitungen können durch das Schweißen, die Installation oder das Gewicht eines überhängenden Durchflussmessgeräts verformt werden. Diese Installationen können die Anfertigung einer Auslass-, Sattel- oder externen Durchflussmesser-Stützvorrichtung erfordern. Weitere Informationen sind auf Anfrage erhältlich. 2 Kurzanleitung 00825-0105-4809, Rev. DB Dezember 2009 Annubar 485 Flansch Annubar 485in Flansch Ausführung – Explosionszeichnung Messumformer und Gehäuse sind nur zur Veranschaulichung abgebildet und müssen separat bestellt werden. Messumformer Coplanar-Flansch mit Ablass-/ Entlüftungsventil O-Ringe (2) Anschluss mit Ventilen für direkt montierten Messumformer Sensorflansch Gewindebolzen Dichtung Montageflansch Muttern 485 Annubar Sensor Gegenlager HINWEIS Auf alle Gewindeanschlüsse ein Rohrdichtmittel auftragen, das für die Betriebstemperatur ausgelegt ist. 3 Kurzanleitung 00825-0105-4809, Rev. DB Dezember 2009 Annubar 485 Flansch SCHRITT 1: ANORDNUNG UND AUSRICHTUNG Für genaue und reproduzierbare Durchflussmessungen sind die Anforderungen bezüglich korrekter Ausrichtung sowie die Ein- und Auslaufstrecken einzuhalten. Die Mindestabstände, angegeben in Rohrdurchmesser, von Störungen in der Einlaufstrecke sind in Tabelle 1 zu finden. Tabelle 1. Anforderungen an Ein- und Auslaufstrecken Ohne Gleichrichter In Außerhalb Ebene A Ebene A Länge der Auslaufstrecke Länge der Einlaufstrecke Mit Gleichrichter A’ C C’ B 1 8 10 – – – 4 – – 8 4 4 4 11 16 – – – 4 – – 8 4 4 4 23 28 – – – 4 – – 8 4 4 4 12 12 – – – 4 – – 8 4 4 4 2 3 4 4 Kurzanleitung 00825-0105-4809, Rev. DB Dezember 2009 Annubar 485 Flansch FORTSETZUNG VON SCHRITT 1... Ohne Gleichrichter In Außerhalb Ebene A Ebene A Länge der Auslaufstrecke Länge der Einlaufstrecke Mit Gleichrichter A’ C C’ B 5 18 18 – – – 4 – – 8 4 4 4 30 30 – – – 4 – – 8 4 4 4 6 HINWEIS • Anweisungen zur Verwendung in quadratischen oder rechteckigen Kanälen sind auf Anfrage erhältlich. • „In Ebene A“ bedeutet, dass Sensor und Bogen in derselben Ebene liegen. „Außerhalb Ebene A“ bedeutet, dass der Sensor senkrecht zur Ebene des Bogens angeordnet ist. • Wenn die angegebenen Längen für die Ein- bzw. Auslaufstrecke nicht verfügbar sind, die Einheit so positionieren, dass 80 % der Länge in der Einlaufstrecke und 20 % in der Auslaufstrecke liegt. • Zur Reduzierung der erforderlichen Ein- und Auslaufstrecke können Strömungsgleichrichter verwendet werden. • Zeile 6 in Tabelle 1 gilt für Schieber-, Kugel-, Absperr- und andere Drosselventile, die teilweise geöffnet sein können, sowie für Regelventile. 5 Kurzanleitung 00825-0105-4809, Rev. DB Dezember 2009 Annubar 485 Flansch FORTSETZUNG VON SCHRITT 1... Ausrichtungsfehler Der Annubar 485 kann mit einem maximalen Ausrichtungsfehler von 3° installiert werden. Abbildung 1. Ausrichtungsfehler ±3° ±3° ±3° Horizontale Ausrichtung Bei Luft- und Gasanwendungen muss der Sensor in der oberen Hälfte des Rohrs angeordnet werden, um eine ordnungsgemäße Entlüftung und Entleerung zu gewährleisten. Bei Flüssigkeits- und Dampfanwendungen muss der Sensor in der unteren Hälfte des Rohrs angeordnet werden. Die maximale Temperatur für einen direkt montierten Messumformer beträgt 260 °C (500 °F). Abbildung 2. Gas Abbildung 3. Flüssigkeiten und Dampf Empfohlener Bereich 90° 45° 6 45° 45° 45° Empfohlener Empfohlener Bereich 30° 30° Bereich 30° Kurzanleitung 00825-0105-4809, Rev. DB Dezember 2009 Annubar 485 Flansch FORTSETZUNG VON SCHRITT 1... Abbildung 4. Montage oben für Dampf (Direktmontage bis zu 205 °C [400 °F]) Empfohlener 30° Empfohlener Bereich 30° Bereich 30° 45° 45° HINWEIS: Für Dampfanwendungen bei DP Bereichen zwischen 0,75 und 2 inH2O in horizontalen Rohrleitungen wird empfohlen, das Primärelement / den Durchflusssensor oberhalb der Rohrleitung zu installieren. Vertikale Ausrichtung Der Sensor kann in einer beliebigen Position am Umfang des Rohrs installiert werden, solange die Positionierung der Ventile eine ordnungsgemäße Entlüftung bzw. Entleerung gewährleistet. Flüssigkeits- und Dampfanwendungen erzielen optimale Ergebnisse, wenn der Durchfluss nach oben erfolgt. Bei Dampfanwendungen wird ein 90°-Distanzstück installiert, das einen mit Wasser gefüllten Anschluss bildet, um die Einhaltung der Temperaturgrenzen des Messumformers zu gewährleisten. Die maximale Temperatur für einen direkt montierten Messumformer beträgt 260 °C (500 °F). Abbildung 6. Flüssigkeiten 360° Durchfluss 360° Durchfluss Abbildung 5. Dampf Durchfluss Abbildung 7. Gas 360° 7 Kurzanleitung 00825-0105-4809, Rev. DB Dezember 2009 Annubar 485 Flansch SCHRITT 2: BOHRUNGEN AN DER ROHRLEITUNG 1. Die Sensorgröße entsprechend der Breite der Sonde bestimmen (siehe Tabelle 2). 2. Das Rohr drucklos machen und entleeren. 3. Die Position der Bohrung festlegen. 4. Den Durchmesser der Bohrung entsprechend den Spezifikationen in Tabelle 2 bestimmen. Die Montagebohrung mit einer Lochsäge oder einem Bohrer einbringen. DIE BOHRUNG NICHT BRENNSCHNEIDEN. Tabelle 2. Sensorgröße/Bohrungsdurchmesser Sensorgröße Sondenbreite 1 14,99 mm (0,590 in.) 2 26,92 mm (1,060 in.) 3 49,15 mm (1,935 in.) Bohrungsdurchmesser 19 mm (3/4 in.) 34 mm (15/16 in.) 64 mm (21/2 in.) + 0,8 mm (1/32 in.) Hinweis: Für Modelle mit Gegenlager die Bohrung 180° von der ersten Bohrung versetzt anbringen. – 0,00 + 1,6 mm (1/16 in.) – 0,00 + 1,6 mm (1/16 in.) – 0,00 Ein Loch mit dem entsprechenden Durchmesser durch die Rohrwand bohren. 5. Wenn ein Modell mit Gegenlager verwendet wird, muss gegenüber der ersten Bohrung eine zweite Bohrung mit identischer Größe gebohrt werden, damit der Sensor vollständig durch das Rohr geführt werden kann. (Um zu bestimmen, ob es sich um ein Modell mit Gegenlager handelt, messen Sie den Abstand von der Spitze bis zum ersten Schlitz oder Loch. Bei einem Modell mit Gegenlager ist der Abstand größer als 25,4 mm [1 in.].) Die zweite Bohrung wie folgt bohren: a. Den Rohrumfang mit einem Rohrmessband, Maßband oder Faden messen. (Um eine möglichst genaue Messung zu erhalten, ist das Rohrmessband senkrecht zur Durchflussachse zu positionieren.) b. Den gemessenen Umfang durch 2 dividieren, um die Position der zweiten Bohrung zu ermitteln. c. Rohrmessband, Maßband oder Faden von der Mitte der ersten Bohrung erneut anbringen. Anschließend den im vorherigen Schritt berechneten Wert verwenden und die Mitte der zweiten Bohrung markieren. d. Den in Schritt 4 ermittelten Durchmesser verwenden und ein Loch mit einer Lochsäge oder einem Bohrer in das Rohr einbringen. DIE BOHRUNG NICHT BRENNSCHNEIDEN. 6. Die Bohrungen an der Innenseite des Rohrs entgraten. 8 Kurzanleitung 00825-0105-4809, Rev. DB Dezember 2009 Annubar 485 Flansch SCHRITT 3: ZUSAMMENBAU UND PASSPRÜFUNG Für eine genaue Messung ist sicher zu stellen, dass die Bohrungen A und B den gleichen Abstand von der Innenwand des Rohrs haben. Gehen Sie dabei wie folgt vor: 1. Den Annubar 485 mit den Dichtungen und Schrauben an den Befestigungsteilen anbringen. 2. Die Schrauben von Hand anziehen, damit der Sensor in den Befestigungsteilen zentriert wird. 3. Den Abstand vom höchsten Punkt des Einschweißstücks (Weldolet) zur ersten Sensorbohrung (B) messen und dann 1,6 mm (1/16 in.) subtrahieren. 4. Den Abstand vom Ende der in Schritt 4 übertragenen Länge zur letzten Sensorbohrung (A) messen. 5. Die in Schritt 3 und 4 erhaltenen Werte vergleichen. Kleine Abweichungen können mithilfe der Befestigungsteile ausgeglichen werden. Größere Abweichungen können Installationsprobleme oder Fehler verursachen. Abbildung 8. Passprüfung für Annubar 485 mit Gegenlager Flüssigkeiten oder Dampf Identische Maße, max. Abweichung 3 mm (1/8 in.) ODF Gas Bohrung A Bohrung B Rohraußendurchmesser Identische Maße, max. Abweichung 3 mm (1/8 in.) ODF Bohrung B Rohraußendurchmesser Bohrung A 9 Kurzanleitung 00825-0105-4809, Rev. DB Dezember 2009 Annubar 485 Flansch SCHRITT 4: BEFESTIGUNGSTEILE ANSCHWEIßEN 1. Den Annubar mit Flansch 1,6 mm (1/16 in.) über der Befestigungsbohrung zentrieren und den Abstand zwischen Außendurchmesser des Rohrs und Stirnseite des Flansches messen. Dieses Maß mit Tabelle 3 vergleichen und den Abstand nach Bedarf verändern. Tabelle 3. Flanschdaten und ODF nach Sensorgröße Sensorgröße Flanschdaten ODF (mm [in.]) 11/2 in. 150# 11/2 in. 300# 11/2 in. 600# 11/2 in. 900# 11/2 in. 1500# 11/2 in. 2500# 2,0 in. 150# 2,0 in. 300# 2,0 in. 600# 2,0 in. 900# 2,0 in. 1500# 3,0 in. 2500# 3,0 in. 150# 3,0 in. 300# 3,0 in. 600# 4,0 in. 900# 4,0 in. 1500# 4,0 in. 2500# 1 1 1 1 1 1 2 2 2 2 2 2 3 3 3 3 3 3 98,5 (3,88) 104,9 (4,13) 112,7 (4,44) 125,4 (4,94) 125,4 (4,94) 171,6 (6,76) 104,8 (4,13) 111,2 (4,38) 120,8 (4,76) 149,2 (5,88) 149,2 (5,88) 250,7 (9,87) 117,5 (4,63) 126,9 (5,00) 136,6 (5,38) 208,0 (8,19) 217,5 (8,56) 284,2 (11,19) Flanschdaten ODF (mm [in.]) DN40 PN16 DN40 PN40 DN40 PN100 Nicht anwendbar Nicht anwendbar Nicht anwendbar DN50 PN16 DN50 PN40 DN50 PN100 Nicht anwendbar Nicht anwendbar Nicht anwendbar DN80 PN16 DN80 PN40 DN80 PN100 Nicht anwendbar Nicht anwendbar Nicht anwendbar 78,6 (3,09) 81,6 (3,21) 98,6 (3,88) Nicht anwendbar Nicht anwendbar Nicht anwendbar 86,3 (3,40) 89,3 (3,51) 109,3 (4,30) Nicht anwendbar Nicht anwendbar Nicht anwendbar 97,6 (3,84) 105,6 (4,16) 125,6 (4,95) Nicht anwendbar Nicht anwendbar Nicht anwendbar 2. Vier Heftschweißungen von 6 mm (1/4 in.) in Schritten von 90° vornehmen. Die Ausrichtung der Einheit sowohl parallel als auch senkrecht zur Durchflussachse prüfen (siehe Abbildung 9). Wenn die Ausrichtung innerhalb der Toleranzgrenzen liegt, die Einheit entsprechend den einschlägigen Vorschriften vollständig anschweißen. Andernfalls die Einheit ordnungsgemäß ausrichten, bevor sie vollständig angeschweißt wird. Abbildung 9. Ausrichtung ODF Heftschweißungen 10 Kurzanleitung 00825-0105-4809, Rev. DB Dezember 2009 Annubar 485 Flansch FORTSETZUNG VON SCHRITT 4... 3. Bei Verwendung eines Gegenlagers das Gegenlagerstück 1,6 mm (1/16 in.) über der Gegenlagerbohrung zentrieren und vier Heftschweißungen von 6 mm (1/4 in.) in Schritten von 90° vornehmen. Den Sensor in die Befestigungsteile einführen. Sicherstellen, dass die Spitze des Sensors im Gegenlagerstück zentriert ist und dass der Stopfen des Gegenlagers den Sensor umschließt. Die Einheit entsprechend den einschlägigen Vorschriften vollständig anschweißen. Wenn bei der Ausrichtung des Sensors nicht genügend Raum zum Einführen des Gegenlagerstopfens ist, muss die Einheit ordnungsgemäß ausgerichtet werden, bevor sie vollständig angeschweißt wird. 4. Um Verbrennungen zu vermeiden, lassen Sie die Komponenten abkühlen, bevor Sie mit den Arbeiten fortfahren. SCHRITT 5: ANNUBAR EINSETZEN 1. Den Durchfluss-Richtungspfeil am Kopf so ausrichten, dass er in Durchflussrichtung zeigt. Die Messsonde mit Dichtung, Schrauben und Muttern am Montageflansch anbringen. 2. Die Muttern über Kreuz festziehen, um die Dichtung gleichmäßig anzupressen. 3. Wenn das Gegenlager mit Gewinde versehen ist, ein geeignetes Gewindedichtmittel auf das Gewinde des Gegenlagerstopfens auftragen und den Stopfen festziehen, bis die Einheit dicht ist. 4. Ist das Gegenlager als Muffenschweißstück ausgeführt, den Stopfen in das Einschweißstück (Sockolet) einführen, bis sich die Teile berühren. Den Stopfen 1,6 mm (1/16 in.) zurückziehen, den Annubar Sensor entfernen und entsprechend den einschlägigen Vorschriften verschweissen. SCHRITT 6: MESSUMFORMER MONTIEREN Direktmontage von Messumformern mit Ventilen Bei Direktmontage eines Messumformers mit Ventilen muss der Annubar nicht entfernt werden. 1. Die O-Ringe aus PTFE in den Nuten am Annubar-Kopf anbringen. 2. Die Seite des höheren Drucks vom Messumformer mit der Seite des höheren Drucks vom Sensor (mit „Hi“ an der Seite des Kopfes gekennzeichnet) ausrichten und installieren. 3. Die Muttern über Kreuz mit 45 Nm (400 in-lb) anziehen. 11 Kurzanleitung 00825-0105-4809, Rev. DB Dezember 2009 Annubar 485 Flansch FORTSETZUNG VON SCHRITT 6... Montage von Messumformern mit Kopf für externe Montage Der Messumformer wird durch Temperaturen über 121 °C (250 °F) an den Membranen des Sensormoduls beschädigt. Extern montierte Messumformer werden über Impulsleitungen mit dem Sensor verbunden, um die Temperatur des Prozessmediums so weit abzusenken, dass der Messumformer nicht beschädigt wird. Die Impulsleitungen müssen entsprechend dem Prozessmedium gewählt und für Dauerbetrieb bei Auslegungsdruck und -temperatur der Rohrleitung geeignet sein. Bis einschließlich DN 50 PN 100 (600# ANSI) wird eine Edelstahlleitung mit mindestens 12 mm (1/2 in.) Außendurchmesser und einer Wandstärke von mindestens 0,9 mm (0,035 in.) empfohlen. Über DN 50 PN 100 (600# ANSI) ist eine Edelstahlleitung mit einer Wandstärke von 1,6 mm (1/16) zu verwenden. Keine Rohranschlüsse mit Gewinde verwenden, da hierdurch Hohlräume entstehen, in denen Luft eingeschlossen werden kann sowie Leckagestellen verursacht werden können. Folgende Einschränkungen und Empfehlungen gelten für den Einbauort von Impulsleitungen: 1. Horizontal verlaufende Impulsleitungen müssen mindestens 83 mm/m (1 in. pro ft.) geneigt sein: • abfallend (zum Messumformer) bei Flüssigkeits- und Dampfanwendungen • ansteigend (zum Messumformer) bei Gasanwendungen 2. Außeninstallationen für Flüssigkeiten, gesättigtes Gas oder Dampf erfordern u. U. eine Isolierung und Beheizung, um Einfrieren zu verhindern. 3. Für alle Installationen wird ein Geräte-Ventilblock empfohlen. Ventilblöcke ermöglichen es dem Bediener, Drücke vor der Nullpunkteinstellung auszugleichen und das Prozessmedium von der Elektronik zu trennen. Abbildung 10. Identifizierung der Ventile von 5- und 3-fach-Ventilblöcken 5-fach-Ventilblock Zum PH 3-fach-Ventilblock Zum PL Zum PH Zum PL ME MV MH ML 2 MEH DVH DVL 1 12 MH ML 2 MEL DVH DVL 1 Kurzanleitung 00825-0105-4809, Rev. DB Dezember 2009 Annubar 485 Flansch FORTSETZUNG VON SCHRITT 6... Tabelle 4. Beschreibung von Ventilen und Komponenten der Impulsleitung Name Beschreibung Zweck Komponenten 1 Messumformer 2 Ventilblock Ventilblock und Ventile der Impulsleitung PH Primärsensor(1) PL Primärsensor(2) DVH Ablass-/Entlüftungsventil(1) DVL Ablass-/Entlüftungsventil(2) MH ML MEH MEL Ventilblock(1) Ventilblock(2) Ventilblock-Ausgleichsventil(1) Ventilblock-Ausgleichsventil(2) ME MV Ventilblock-Ausgleichsventil Ventilblock-Entlüftungsventil Anzeige des Differenzdrucks Absperrung und Druckausgleich vor der Elektronik Prozessanschlüsse der Hoch- und Niederdruckseite Entleerung (bei Gasanwendungen) bzw. Entlüftung (bei Flüssigkeits- oder Dampfanwendungen) der DP-Sensormembranen Absperrung der Hochdruck- oder Niederdruckseite vom Prozess Ausgleich von Hoch- und Niederdruckseite mit Einzelabsperrung des Ausgleichskanals (Hoch- und Niederdruckseite) Ausgleich von Hoch- und Niederdruckseite Entlüftung des Prozessmediums (1) Hochdruck (2) Niederdruck Empfohlene Installationen für extern montierte Messumformer Gasanwendungen Das Messumformergehäuse über dem Sensor anordnen, um zu verhindern, dass sich kondensierbare Flüssigkeit in den Impulsleitungen oder der DP-Messzelle sammelt. Abbildung 11. Horizontale Gasleitung Abbildung 12. Vertikale Gasleitung 13 Kurzanleitung 00825-0105-4809, Rev. DB Dezember 2009 Annubar 485 Flansch FORTSETZUNG VON SCHRITT 6... Dampf- oder Flüssigkeitsanwendungen (unter 315 °C [600 °F]) Das Messumformergehäuse unter den Prozessleitungen anordnen und die Impulsleitungen mit 10 bis 15 Grad Neigung installieren. Die Impulsleitungen nach unten zum Messumformer verlegen und das System durch die beiden Kreuzanschlussstücke mit Wasser füllen. Abbildung 13. Horizontale Dampf- und Flüssigkeitsleitungen Abbildung 14. Vertikale Dampf- und Flüssigkeitsleitungen HINWEIS Sicherstellen, dass die Ablaufanschlüsse lang genug sind, um Schmutzpartikel und Ablagerungen aufnehmen zu können. Montage oben für Dampfanwendungen (erforderlich für Dampftemperaturen über 315 °C [600 °F]) Diese Ausrichtung kann für alle Dampftemperaturen verwendet werden. Bei Installationen mit Temperaturen über 315 °C (600 °F) ist diese Ausrichtung jedoch vorgeschrieben. Bei externer Montage des Messumformers müssen die Impulsleitungen von den Geräteanschlüssen am Annubar zu den Kreuzanschlussstücken leicht nach oben geneigt sein, damit Kondensat in die Leitung zurücklaufen kann. Von den Kreuzanschlussstücken sollten die Impulsleitungen nach unten zum Messumformer und zu den Ablaufanschlüssen verlegt werden. Der Messumformer sollte unter den Geräteanschlüssen des Annubar angeordnet werden. Die Befestigungselemente müssen abhängig von den Umgebungsbedingungen ggf. isoliert werden. Abbildung 15. Montage oben für Anwendungen mit horizontalen Dampfleitungen 14 Kurzanleitung 00825-0105-4809, Rev. DB Dezember 2009 Annubar 485 Flansch PRODUKT-ZULASSUNGEN Zugelassene Herstellungsstandorte Emerson Process Management – Chanhassen, Minnesota, USA Informationen zu EU-Richtlinien Die EU-Konformitätserklärung für alle auf dieses Produkt zutreffenden EU-Richtlinien ist auf der Rosemount Website unter www.emersonprocess.com zu finden. Diese Dokumente erhalten Sie auch durch Emerson Process Management. Europäische Druckgeräterichtlinie (PED) (97/23/EC) Rosemount Annubar 485 – Siehe EU-Konformitätserklärung bzgl. Konformitätsbescheinigung Druckmessumformer – Siehe Kurzanleitung des entsprechenden Druckmessumformers Ex-Zulassungen Informationen über die Produkt-Zulassungen des Messumformers sind in der Kurzanleitung des entsprechenden Messumformers zu finden: • Rosemount 3051S (Dok.-Nr. 00825-0105-4801) • Rosemount 3095M (Dok.-Nr. 00825-0105-4716) 15 Kurzanleitung Annubar 485 Flansch 16 00825-0105-4809, Rev. DB Dezember 2009
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