Studentische Lebensentwürfe

Nr . 5
Kinder eingeplant?
Lebensentwürfe Studierender und
i hr e E i ns t e l l ung z um St ud i um mi t K i nd
Hochschul-Informations-System GmbH Hannover
INHALT
IMPRESSUM
Herausgeber:
HIS Hochschul-Informations-System GmbH,
Goseriede 9, 30159 Hannover
Tel.: 0511/1220-0, Fax: 0511/1220250
E-Mail: [email protected]
Hannover, Februar 2003
Verantwortlich:
Dr. Jürgen Ederleh
Autorin:
Dr. Elke Middendorff
[email protected], Tel.: 0511/1220-194
Projektgruppe:
Peter Müßig-Trapp
[email protected],
Cornelia Ellermann
[email protected], Tel.: 0511/1220-291
Holger Kettler
[email protected],
Tel.: 0511/1220-215
Sönke Uhde
[email protected],
Tel.: 0511/1220-191
Janka Willige
[email protected],
Tel.: 0511/1220-154
Tel.: 0511/1220-193
Presseerklärung
Methode
1 Zukunftsziele und Faktoren des Lebensglücks
1.1 Ziele für die Zukunft
1.2 Faktoren des Lebensglücks
2 Kinderwunsch und entsprechende Zeitvorstellungen
2.1 Anzahl gewünschter Kinder
2.2 Zeitpunkt für die Geburt des ersten Kindes
3 Kinderbetreuung und Studium/Beruf – Rollenmodelle
4 Studierende mit Kind
5 Einstellungen und Erfahrungen zum Studium mit Kind
5.1 Probleme des Studium mit Kind
5.2 Veränderungsbedarf an der Hochschule
6 Fazit
3
6
8
8
12
14
14
16
17
20
21
21
25
26
Ablaufdiagramm der Befragung
Fragebogen/ Randauszählung
29
30
Presseerklärung
Presseerklärung
Beides: Beruf und Partnerschaft; Kinder ja, aber später –
Lebensentwürfe Studierender sind überwiegend traditionell
HIS Hochschul-Informations-System führte zwischen Ende November und Anfang Dezember 2002 eine Online-Umfrage zum
Thema „Studentische Lebensentwürfe“ durch. Mit dieser Befragung
sollte erkundet werden, welche Ziele Studierende über das Studium
hinaus haben, wovon sie ihr Lebensglück abhängig machen und wie
ihre Vorstellungen und zeitlichen Pläne im Zusammenhang mit Familiengründung und eigenen Kindern aussehen. Ein thematischer
Schwerpunkt war auf ihre Einstellungen zum Studium mit Kind gerichtet.
An der Untersuchung beteiligten sich 1.734 Studierende des HISBUS-Panels. Damit wurde eine Rücklaufquote von 70% erreicht.
Insgesamt verfolgen Studierende berufliche und private ZielstellunTyp: Zukunftsziele nach Geschlecht (in %)
29
männlich
gesamt
44
22
30
18
berufszentriert
19
männlich
27
familienzentriert
26
weiblich
18
maximalistisch
Ein knappes Drittel ist maximalistisch orientiert, d.h. legt nahezu
auf alle erfragten Lebensziele ein ähnlich starkes Gewicht. Hierzu
gehören Männer häufiger als Frauen. Keinen Unterschied zwischen
den Geschlechtern gibt es bei ihrem Anteil an der zweitgrößten
Gruppe – den Berufszentrierten, für die Aspekte des Berufes den
Vorrang gegenüber privaten Zielen haben. Das Pendant dazu sind familienzentrierte Zielvorstellungen, zu denen sich Frauen deutlich
häufiger bekennen als Männer. Letztere vertreten eher hedonistische
Lebensvorstellungen in dem Sinne, als dass sie in erster Linie das
Leben genießen wollen und den übrigen Zielen vergleichsweise wenig Bedeutung beimessen.
weiblich
29
24
Anhand der Gewichtung einzelner Lebensbereiche können vier
Gruppen Studierender unterschieden werden:
Gewünschte Kinderzahl nach Geschlecht (in %)
31
37
gen gleichermaßen. Die Mehrheit hat sich sowohl (sehr) stark vorgenommen, Anerkennung im Beruf zu erreichen, als auch das Leben
zu genießen. Jeweils zwei Drittel haben das feste Ziel, sich der Familie zu widmen bzw. fachlich Überdurchschnittliches zu leisten.
16
20
hedonistisch
gesamt
21
44
6
16
weiß ich
noch nicht
7
44
5
6
keine
Kinder
23
29
5
5
ein
Kind
zwei
Kinder
drei u. mehr
Kinder
3
Presseerklärung
Bei den Faktoren, von denen Studierende ihr Lebensglück abhängig
machen, rangiert „Kinder haben“ an fünfter Stelle nach „interessanter Arbeit“, „erfüllter Partnerschaft“, „fachlichen Problemen nachgehen“ und „berufliche Leistungsfähigkeit beweisen“. Dennoch
sind sich drei Viertel bereits zu Studienzeiten sicher, dass sie später
Kinder haben möchten. Das favorisierte Modell ist die Zwei-KindFamilie. Jede/r fünfte weiß noch nicht genau, ob bzw. wie viele
Kinder es einmal werden sollen. Keine Kinder zu wollen, gaben
6% aller Befragten an.
Den optimalen Zeitpunkt für die Gründung einer Familie sehen die
meisten deutlich nach dem Studium. Männer wollen vor allem zunächst einmal eine gesicherte berufliche Position erreicht haben.
Für Frauen sind häufig ausreichende Berufserfahrungen eine wichtige Voraussetzung, um ein erstes Kind zu bekommen.
Die Vorstellungen, die Studierende über den Verlauf der beruflichen
Integration beider Partner in Abhängigkeit vom Alter ihres Kindes
haben, sind überraschend traditionell. Es überwiegt nach wie vor
Vorstellungen zur arbeitsteiligen Beteiligung an Beruf bzw. Studium bei einem Kind
im Alter von bis zu drei Jahren (in %)
37
36
geringere Beteiligung
im Vgl. zu/m Partner/-in
59
58
stärkere Beteiligung
im Vgl. zu/m Partner/-in
5
5
weiblich
männlich
gleiche Beteiligung
beider Partner
das Phasen-Modell, nach dem sich Frauen deutlich stärker aus dem
Berufsleben zurückziehen als ihre Partner. Gemäß den studentischen
Aussagen ist kaum ein Geschlechterkonflikt zu erwarten, denn die
Vorstellungen der Männer und Frauen zur Arbeitsteilung innerhalb
der Partnerschaft ergänzen sich nahezu spiegelbildlich.
Hervorhebenswert ist der Befund, dass fast jeder zweite Student sich
wünscht, bei einem Kind im Alter von bis zu drei Jahren teilzeitbeschäftigt zu sein. Eine so hohe Teilzeitquote unter Vätern findet in
der Realität noch immer keine Entsprechung. Das ist nicht zuletzt
auf strukturelle Ursachen und antizipierte bzw. tatsächliche Akzeptanzprobleme, beispielsweise seitens Arbeitgeber und Kolleg/-innen
zurückzuführen.
Die Studienphase wird von fast allen als zur Familiengründung ungeeignet angesehen. Dagegen sprechen aus Sicht der Studierenden
in erster Linie ihre mangelnde finanzielle Absicherung, studienorganisatorische Probleme, das Fehlen von Möglichkeiten zur Kinderbetreuung, unzureichende Unterstützung bzw. zu wenig Verständnis
seitens der Lehrkräfte und Kommiliton/-innen, insgesamt eine wenig kinderfreundliche Atmosphäre an der Hochschule und ihre ohnehin hohe zeitliche Belastung durch das Studium.
Die Befragten benennen eine Reihe von Nachteilen, die sie für Studierende mit Kind sehen: Verschlechterung in den Studienleistungen, Verlängerung der Studienzeit, Verlust des BAföG-Anspruches,
Angst vor Langzeit-Studiengebühren. Ihre Vorschläge zur Verbesserung der Situation beziehen sich daher vor allem auf die Einrichtung
flexibler, preiswerter Kinderbetreuungsangebote und auf Verände-
4
Presseerklärung
rungen in der Studienorganisation, wie Nutzung aller Wochentage
für Vorlesungen und Seminare, Verzicht auf Veranstaltungen am
Abend und am Wochenende, Teilzeitstudium und modifizierte Prüfungskonditionen für Eltern.
Wenngleich die Studienphase wohl auch künftig nicht der bevorzugte bzw. zu bevorzugende Zeitraum zur Familiengründung sein
wird bzw. soll, so sollten doch Studierende, die sich schon zu dieser
Zeit ihren Kinderwunsch erfüllen wollen, nicht durch familienunfreundliche Bedingungen an den Hochschulen daran gehindert werden, eine Familie zu haben und gleichzeitig ihr Studium erfolgreich
abzuschließen. Gerade für Akademikerinnen kann es angesichts der
langen Ausbildungszeiten und der auch im Berufsleben keineswegs
optimalen Rahmenbedingungen von Bedeutung sein, den Beginn
der potentiell akzeptierten Phase zur Familiengründung ins Studium
hinein vorzuverlagern und damit zeitlich zu strecken.
Wenn ein hoher Anteil an Akademikerinnen auf Grund der Gegebenheiten auf die Verwirklichung eines ihrer elementaren Lebensziele ganz verzichtet, wie es gegenwärtig der Fall ist, dann muss
sich eine Gesellschaft – zumal zu Zeiten, in denen sie sich massiven
demographischen Problemen gegenüber sieht – mit den Ursachen
dafür auseinandersetzen. Offenbar besitzen Kinder für die Gesellschaft derzeit einen höheren Wert als sie für die in ihr lebenden Individuen – im Vergleich zu konkurrierenden Lebenszielen – haben.
Demzufolge muss die Gesellschaft dafür sorgen, dass die Bedingungen für eine Familiengründung (wieder) verbessert werden und das
heißt auch, in Familie, Eltern und Kinder zu investieren.
5
Methode
Methode
Die Befragung „Lebensentwürfe und -ziele Studierender“ war einem
Thema gewidmet, welches in den HIS-Untersuchungsreihen unter
Studierenden in dieser Ausführlichkeit in der Regel nicht enthalten
sein kann. Sie wurde mit dem Online-Erhebungsinstrument HISBUS
durchgeführt.
Das Projekt HISBUS
HISBUS ist ein Projekt, welches vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt wird. Das 'HIS' in der Bezeichnung HISBUS steht für Hochschul-Informations-System, die
Silbe 'BUS' dafür, dass verschiedene Themenkomplexe in einem behandelt werden können. Die Themen des HISBUS kommen aus dem
Bereich der Hochschul- und Bildungspolitik und werden durch eine
„virtuelle Gemeinschaft“ von Studierenden bearbeitet.
Ein Ansatzpunkt des HISBUS-Projektes ist es, Kenntnisse und Erfahrungen der Studierenden aktuell und schon im Vorfeld von Entscheidungen in die Diskussion in Parlamenten, Ministerien und
Hochschulen einfließen zu lassen. Antworten und Stellungnahmen
der Studierenden entscheiden mit über die künftigen Entwicklungen
im Hochschulbereich.
HISBUS ist als ein Online-Panel angelegt, das repräsentative Aussagen für die Studierenden aus dem Bereich der aktuellen Hochschulund Bildungspolitik erbringt.
In Deutschland haben sich derzeit noch keine repräsentativen empi-
rischen Untersuchungen, die das WWW als Erhebungsinstrument
nutzen, etablieren können. Insbesondere für die Zielsetzung des
HISBUS bietet sich dieses Medium an, da schnell auf aktuelle Fragestellungen reagiert werden kann und die Ergebnisse zeitnah in die
politische Diskussion einfließen können.
Das HISBUS-Projekt soll repräsentative, verallgemeinerbare Ergebnisse erbringen. Daher werden die Mitglieder des Online-Panels aus
dem Teilnehmerkreis anderer von HIS durchgeführter repräsentativer, schriftlicher Befragungen – also offline – geworben. Erst der
Vergleich mit den Ergebnissen solcher seltener durchgeführten großen schriftlichen Befragungen ermöglicht es, mit Hilfe aufwendiger
statistischer Verfahren Repräsentativität auch des Online-Panels sicherzustellen. Auch deswegen ist es für den Erfolg des Projektes
wichtig, dass Studierende und HIS möglichst lange zusammenarbeiten.1
Die Befragten des HISBUS-Panels werden per E-Mail eingeladen,
sich an der Erhebung zu beteiligen. Sie geben ihre Antworten mittels
eines auf einem Server zur Verfügung gestellten Web-Fragebogens.
Feldphase und Rücklauf
Die Feldphase der Studie umfasste zweieinhalb Wochen von Ende
November bis Anfang Dezember 2002. Die zur Teilnahme aufgeforderten Studierenden wurden zweimal an die Befragung erinnert, mit
der Bitte, sich noch zu beteiligen.
1
vgl. http://hisbus.his.de
6
Methode
Von den 2.480 aktiven Panel-Mitgliedern beteiligten sich 1.734 Befragte. Das entspricht einer Rücklaufquote von 70%. Dieser Rücklauf ist etwas geringer als bei vorausgehenden Online-Befragungen
mit dem Instrument HISBUS.
Die Vermutung, dass die Rücklaufquote im Zusammenhang mit dem
Inhalt der Studie in Zusammenhang steht, deren Fragekatalog letztendlich doch vergleichsweise viele Stellungnahmen zur Familiengründung und zum Studium mit Kind enthielt, kann anhand der zur
Verfügung stehenden Informationen nicht überprüft werden. 31 Studierende brachen die Umfrage ab und elf Teilnehmer/-innen klickten
sich durch die Befragungsseiten durch, ohne zu antworten. Die übrigen füllten die Seiten nahezu vollständig aus. Das heißt auch, dass
sie nicht abbrachen als sich das angekündigte Thema „Lebensentwürfe“ im Verlaufe der Erhebung inhaltlich auf Vorstellungen zu
Kind und partnerschaftliche Arbeitsteilung bzw. auf Probleme eines
Studiums mit Kind verengte.
entnahmen für sich selbst Impulse für weitere Überlegungen dazu.
Die Zusammensetzung der erreichten Stichprobe gewährleistet eine
Repräsentativität auf Bundesebene. Geringfügige Abweichungen
zwischen Grundgesamtheit und Panel in Strukturmerkmalen wie Geschlecht, Alter, Hochschulart und Fächergruppen wurden mit Hilfe
eines Gewichtungsverfahrens ausgeglichen.
Die Meinungen zur Befragung insgesamt waren geteilt. Einige empfanden sie als zu „kinderlastig“, was sie unter dem genanten Thema
nicht vermutet hatten. Zugegebenermaßen war die Überschrift zur
Untersuchung bewusst sehr allgemein gehalten worden. Dahinter
stand die Befürchtung, dass sich die Mehrheit der kinderlosen Studierenden unter dem Label „Kind“ nicht ausreichend angesprochen
fühlen würden, obwohl gerade auch ihre Meinungen und Einstellungen erkundet werden sollten.
Nicht wenige jedoch äußerten Zustimmung, bedankten sich, dass
diese Fragen einmal angesprochen und untersucht werden. Manche
7
Ergebnisse
Ergebnisse
In den vergangenen Monaten ist das Thema Familienförderung wieder verstärkt in den Mittelpunkt politischer Diskurse gerückt und in
diesem Zusammenhang eine Zahl der amtlichen Statistik (Mikrozensus) wiederholt zitiert worden: Mehr als 40% aller Akademikerinnen bleiben lebenslang kinderlos. Dabei kann unterstellt werden,
dass für die Mehrheit der Verzicht auf Kinder nicht explizit intendiert war, sondern zum großen Teil als Folge strukturell bedingter
Probleme bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf anzusehen
ist. Seit einigen Jahren gibt es auch in Deutschland Bemühungen,
Familienfreundlichkeit als Teil der Hochschulkultur und damit als
ein wettbewerbsrelevantes Qualitätsmerkmal zu etablieren und zu
zertifizieren.1
Die Hochschulen sind Ausbildungs- und Arbeitsort für Akademikerinnen gleichermaßen und insofern in besonderer Weise berufen, die
Studien- und Arbeitsbedingungen so zu gestalten, dass sie Familiengründung nicht behindern bzw. Studierenden und Beschäftigten mit
Familie eine gleichberechtigte Teilhabe am Studien- bzw. Arbeitsprozess ermöglichen. Zahlreiche Befunde aus HIS-Untersuchungen
zur sozialen und wirtschaftlichen Lage Studierender mit Kind und
Untersuchungen zu Gründen des Studienabbruchs belegen, dass diese Gruppe besonderen zeitlichen und finanziellen Belastungen ausgesetzt ist, die nicht selten zu Verlängerungen oder gar zum Abbruch
1
siehe z.B. das an der Universität Trier angesiedelte Projekt Familiengerechte Hochschule, in dessen Rahmen die Universität Kiel kürzlich das
Grundzertifikat verliehen bekam.
des Studiums führen. Wesentliche Probleme Studierender mit Kind
könnten mittels optimierter Rahmenbedingungen gemildert bzw.
ganz vermieden werden.
Vor dem geschilderten Hintergrund widmete sich die vorliegende
Untersuchung insbesondere folgenden Fragen:
- Welche Ziele haben sich Studierende für ihr Leben gesteckt und
wovon machen sie ihr Lebensglück abhängig?
- Welches Bedeutung kommt Plänen zu Familie und Kind in Zusammenhang mit anderen Lebenszielen zu?
- Welche zeitlichen und arbeitsteiligen Vorstellungen haben Studierende in Bezug auf Familiengründung und Kind?
- Welche Argumente sprechen aus der Sicht der Studierenden dagegen, bereits während der Studienzeit Kinder zu haben?
- Wie bewerten Studierende die Familienfreundlichkeit ihrer Hochschule?
1
Zukunftsziele und Faktoren des Lebensglücks
1.1 Ziele für die Zukunft
Studierende wollen in ihrem Leben – wie wohl jede/r andere auch –
sowohl berufsbezogene als auch private Ziele erreichen. In der
Rangfolge möglicher Zukunftsziele wechseln Zielstellungen aus beiden Lebensbereichen einander ab. Die große Mehrheit strebt (sehr)
stark nach Anerkennung im Beruf (85% Pos. 1+2), fast genauso viele möchten aber auch das Leben genießen (82% Pos. 1+2). Jeweils
8
Ergebnisse
Wie stark haben Sie sich für die Zukunft die folgenden Ziele gesetzt? (in %)
fachlich Überdurchschnittl.leisten
19
für andere Menschen einsetzen
20
politisch engagieren
sehr stark
2
7
28
40
31
26
17
3
9
27
43
4
2
6 2
25
48
17
leitende Funktion übernehmen
8
23
40
27
der Familie widmen
12
w
m
2
4
18
überh. nicht
zwei Drittel (67%) wollen sich der Familie widmen bzw. sind beruflich so hoch motiviert, dass sie sich vorgenommen haben, fachlich
Überdurchschnittliches zu leisten. Soziales Engagement bekunden
fast zwei von drei Studierenden (63%) wenn sie sagen, dass sie sich
für andere Menschen einsetzen wollen. Das Ziel, eine leitende Funktion zu übernehmen, kommt für mehr als jede/n zweiten (57%)
durchaus in Betracht. Eine relativ geringe Rolle spielt politisches
Engagement in den Zukunftsvorstellungen Studierender: Nur etwa
ein Viertel (24%) strebt an, sich politisch zu engagieren, während
gleiches fast jede/r zweite für sich (völlig) ausschließt (49% Positionen 4+5).
90
81
56
2
16
42
40
das Leben genießen
31
11
53
32
Anerkennung im Beruf erwerben
w
m
34
30
m
Anerkennung
im Beruf
44
w
m
Leben
genießen
61
61
52
40
37
90 Pos. 2
Pos. 1 = sehr stark
81
56
51
38
23
31
w
m
der Familie
widmen
der Familie w
48
16
44
3722
w
m
48
fachl. ÜberØ
leisten
23
31
45
21
43
19 40
w
m
41
39
41
11
w
für andere
einsetzen
42
38
21
87 16
77 124
31
w
m
m
ltd. Funktion
übernehmen
21
10
politisch
engagieren
66
69
gen Frauen beispielsweise ein stärkeres Gewicht auf berufliche Anerkennung, Lebensgenuss und soziales Engagement. Für Männer
hingegen haben überdurchschnittliche Fachleistungen, eine Leitungsfunktion und politisches Engagement eine größere Bedeutung.
Wer bereits als Studierender ein oder mehrere Kinder hat (in der
Stichprobe sind das 6% aller Befragten, lt. Befund der 16. Sozialerhebung beträgt ihr Anteil insgesamt 6,7%), hat erwartungskonform
Zukunftsziele Studierender mit und ohne Kind (in %)
82
48
34
Studentinnen und Studenten nehmen eine sehr ähnliche Gewichtung
ihrer Lebensziele vor, wenngleich der Nachdruck, mit denen die
Ziele angestrebt werden, zwischen den Geschlechtern variiert. So le-
43
51
42
Leben genieß
w
w
m
Pos. 1 = sehr Pos. 2
Anerkennung
34
87
77
3070
69
66
65
64
Zukunftsziele Studierender nach Geschlecht (in %)
85
74
53
32
mit ohne
Kind
Anerkennung
im Beruf
82
35
45
29
Pos. 1 = sehr stark
66
41
40
41
mit ohne
Kind
Leben
genießen
Pos. 2
83
48
26
mit ohne
Kind
der Familie
widmen
60
30
30
68
49
19
mit ohne
Kind
fachl. ÜberØ
leisten
68
62
43
35
57
43
33
19
mit ohne
Kind
für andere
einsetzen
40
23
41
20
16
mit ohne
Kind
ltd. Funktion
übernehmen
20
20
23
17
6
mit ohne
Kind
politisch
engagieren
9
Ergebnisse
eine etwas andere Schwerpunktsetzung bei den Lebenszielen im
Vergleich zu Studierenden ohne Kind. Bei Studierenden mit Kind
rangiert das Ziel, sich der Familie zu widmen vor allen anderen
(Pos. 1+2: 83% im Vgl. zu 66% kinderlosen Studierenden). Dennoch wollen auch sie nahezu gleich häufig Anerkennung im Beruf
erreichen. Studierende Eltern nehmen sich seltener als kinderlose
Kommilitonen vor, eine leitende Funktion zu übernehmen bzw.
fachlich Überdurchschnittliches zu leisten. Auffällig ist ihr stärkerer
Wille zu politischem Engagement. Aus den vorliegenden Daten gibt
es keinen Hinweis zur Erklärung dieser Differenz. Möglicherweise
hängt sie damit zusammen, dass Studierende mit Kind durchschnittlich etwas älter sind, mehr Erfahrungen mit Benachteiligungen haben bzw. sich als Eltern für die Interessen der Kinder eingesetzt haben und dies auch weiterhin als notwendig erachten bzw. insgesamt
einen weiteren Verantwortungshorizont haben als Studierende ohne
Kind.
Aus der Summe der Bewertungen der aufgeführten Lebensziele
wurden mittels Clusterzentrenanalyse vier Gruppen von Befragten
unterschieden, die sich, je nach Bedeutung, die einzelne Ziele für sie
haben, folgendermaßen charakterisieren lassen:
III familienzentriert: 22% der Befragten stellen familiäre und soziale Ziele stärker in den Mittelpunkt als
Aspekte des Berufs und der Karriere
IV hedonistisch:
18% der Studierenden wollen in erster Linie
das Leben genießen und messen den übrigen
Zielstellungen vergleichsweise wenig Bedeutung bei.
Studentinnen und Studenten, Studierende mit bzw. ohne Kind gehören zu teilweise sehr unterschiedlichen Anteilen dieser Typisierung
an. Männer haben deutlich häufiger als Frauen maximalistische
Zielvorstellungen (37% im Vgl. zu 24%) und sind seltener familienzentriert (18% im Vgl. zu 27%). Studentinnen nehmen offenbar zum
Teil gedanklich schon voraus, dass sie von Problemen der Vereinbarkeit von Familie und Beruf stärker betroffen sein werden und haben
ihre Lebensziele entsprechend ausgerichtet. Keine Unterschiede dagegen gibt es bei der anteiligen Berufszentriertheit der Lebensziele
unter Studentinnen und Studenten.
Typ: Zukunftsziele nach Geschlecht (in %)
31
I
maximalistisch:
II berufszentriert:
31% der Befragten legen auf nahezu alle Lebensziele ein gleich starkes Gewicht
für 29% der Studierenden ist die Anerkennung im Beruf und die fachlich überdurchschnittliche Leistung deutlich wichtiger als
private Zielstellungen
29
22
weiblich
18
37
24
maximalistisch
29 30
berufszentriert
männlich
18
27
familienzentriert
16 20
gesamt
hedonistisch
10
Ergebnisse
30
30
17
maximalistisch
berufszentriert
19 22
familienzentriert
25
ohne Kind
17
hedonistisch
Der Vergleich zwischen Studierenden mit und ohne Kind offenbart
weitere Differenzen. Sie zeigen sich vor allem darin, dass die Zielsetzungen Studierender mit Kind tendenziell polarisiert sind: Unter
ihnen ist sowohl ein höherer Anteil maximalistischer Zielmuster
(40% im Vgl. zu 30% bei Studierenden ohne Kind) als auch ein
überdurchschnittlich hoher Prozentsatz hedonistischer Lebensziele
zu finden (25% im Vgl. zu 17%). In beiden Fällen wird dieser Unterschied in erster Linie durch die Zielsetzungen männlicher Studierender mit Kind hervorgerufen, unter denen sowohl überdurchschnittlich viele maximalistisch (57%) als auch hedonistisch (28%)
orientiert sind. Studentinnen mit Kind hingegen unterscheiden sich
von ihren kinderlosen Kommilitoninnen nicht nennenswert.
Unterhalb der Differenzierungsebene „Geschlecht“ sind das Alter
bzw. die Anzahl bereits absolvierter Hochschulsemester weitere relevante Einflussgrößen für studentische Lebenspläne. Bei den Studentinnen steigt bis zum Alter von etwa 29 Jahren der Anteil familienzentrierter Zielmuster zu Ungunsten maximalistischer Orientie-
Eine ähnliche, in ihrer Ausprägung jedoch abgeschwächte Entwicklung der Lebenszielmuster zeigt sich mit steigender Anzahl absol-
Typ: Zukunftsziele nach Alter und Geschlecht (in %)
männlich
weiblich
22
35
<= 21
25
18
28
15
33
22-23
25
24-25
22
26
26
27
26-27
22
26
25
28
28-29
20
>= 30
13
16
41
23
56
maximalistisch
14
18
berufszentriert
Alter in Jahren
mit Kind
40
rungen. Danach gewinnt die Berufszentriertheit deutlich an Bedeutung, was sich auch daraus erklärt, dass von den Studentinnen, die
30 Jahre und älter sind, sich also häufig kurz vor dem Studienabschluss befinden, bereits 27% mindestens ein Kind haben. Obwohl
von den männlichen Studierenden ab 30 Jahre fast genau so viele
bereits ein oder mehrere Kinder haben, vertreten sie insgesamt wesentlich stärker maximalistische Zielvorstellungen als gleichaltrige
Kommilitoninnen. Letztere haben ihre Pläne offensichtlich auch auf
Grund von erfahrenen oder antizipierten Einschränkungen für eine
gleichzeitige Realisierbarkeit von beruflichen und privaten Zielen
schwerpunktsetzend modifiziert.
Alter in Jahren
Typ: Zukunftsziele im Vgl. Studierender mit und ohne Kind (in %)
<= 21
26
22-23
28
41
26-27
41
28-29
23
34
24-25
>= 30
familienzentriert
32
27
50
20
15
12
15
21
12
24
16
30
31
18
25
32
14
hedonistisch
11
16
Ergebnisse
vierter Hochschulsemester: Nach dem 12. Semester reduziert sich
der Anteil der Studentinnen, die familienzentrierte Zielstellungen
verfolgen und zwar sowohl zu Gunsten der Berufszentriertheit als
auch hedonistischer Vorstellungen. Bei den Studenten hingegen
wächst über das 13. Hochschulsemester hinaus der Prozentsatz jener, die sich Maximales vorgenommen haben. Beide Gruppen – Studentinnen und Studenten – sind in dieser späten Studienphase zu
etwa gleichen Anteilen bereits Eltern (16% der Studentinnen, 15%
der Studenten), was für die Anpassung von Zielsetzungen offensichtlich unterschiedliche Konsequenzen hat.
Je nach Studienfach lassen sich ebenfalls Unterschiede in der KonTyp: Zukunftsziele Studierender - Fächergruppenvergleich (in %)
Psychologie
Biologie, Chemie
E-Technik
Mathe, Informatik
Kunst, Kunstwiss.
Geowiss., Physik
Medizin
Pädagogik
Agrarwiss.
Maschinenbau
Wirtschaftswiss.
Sprach-, Kulturwiss.
Rechtswiss.
Sozialwiss., -wesen
Architekt., Bauwes.
maximalistisch
33
16
24
26
25
27
29
30
31
31
32
36
36
39
43
berufszentriert
28
30
24
21
37
11
14
17
26
37
33
37
36
23
17
16
24
1.2 Faktoren des Lebensglücks
25
20
17
14
17
31
33
19
25
28
13
23
32
32
26
5
32
22
17
7
22
35
26
14
22
33
familienzentriert
stellation von Lebenszielen aufzeigen. Am häufigsten streben Studierende der Fächergruppen Architektur/Bauwesen, Sozialwissenschaften/-wesen, Rechtswissenschaften bzw. Sprach-/Kulturwissenschaften die Verwirklichung sowohl beruflicher als auch privater
Ziele an. Ein vergleichsweise hoher Prozentsatz an berufszentrierten
Zielmustern findet sich unter Studierenden der Psychologie, Elektrotechnik, Kunst/Kunstwissenschaften, Geowissenschaften/Physik und
Rechtswissenschaften. Anteilig am stärksten familienzentrierte Vorstellungen vertreten Studierende der Wirtschaftswissenschaften und
Medizin. Überdurchschnittlich viele eher hedonistische Zielvorstellungen haben Studierende der Pädagogik, Biologie/Chemie, Psychologie, Sozialwissenschaften/-wesen und der Agrarwissenschaften.
Für diese Differenzen spielen – neben Einflüssen der Fachkultur –
selbstverständlich auch unterschiedliche Anteile an männlichen und
weiblichen Studierenden bzw. an Studierenden mit bzw. ohne Kind
in den einzelnen Fächergruppen eine Rolle.
13
hedonistisch
11
Die Dualität studentischer Zukunftshoffnungen wird auch unterstrichen anhand ihrer Antworten auf die Frage, wovon ihr Lebensglück
abhängt. Wiederum wechseln sich in der Rangfolge ihrer Bedeutung
für ein glückliches Leben berufliche und private Bereiche ab. Insbesondere bezogen auf die beiden als am relevantesten herausgestellten Faktoren „interessante Arbeit“ und „erfüllte Partnerschaft“ ist
kaum zu entscheiden, was von beidem den Studierenden wichtiger
ist. Für fast alle hängt das Lebensglück (sehr) stark davon ab, dass
sie eine interessante Arbeit und eine erfüllte Partnerschaft haben
12
Ergebnisse
Inwieweit hängt Ihr Lebensglück von dem Genannten ab?
1 = sehr stark ... 5 = überhaupt nicht
Vgl. nach Geschlecht (Pos. 1 und 2 in %)
interessante
Arbeit
w
m
erfüllte Partnerschaft
w
m
fachl. Probl.
nachgehen
w
m
berufl. Leistungsfäh. bew.
w
m
Kinder
haben
w
m
19
32
w
m
19
18
38
35
studieren
können
kulturell
aktiv sein
schöpferisch
sein
sozial
engagieren
Karriere
machen
viel
verdienen
w
m
52
45
43
47
72
65
20
26
26
28
52
50
15
14
59
29
13
10
w
m
6
6
60
51
56
53
44
57
31
17
18
w
m
72
45
13
11
42
29
34
47
52
41
55
32
30
32
93
91
78
78
57
31
w
m
95
92
42
35
38
sehr stark
w
m
3
5
28
31
31
37
Pos. 2
(Pos. 1+2: 94% bzw. 92%,
arithm. Mittel: 1,6 bzw. 1,4).
Bei Beschränkung auf die stark
zustimmende Antwortposition
hat eine „erfüllte Partnerschaft“
das größere Gewicht gegenüber
einer „interessanten Arbeit“
(68% im Vgl. zu 48%). Beides
ist für Studentinnen und Studenten nahezu gleich bedeutsam, ebenso wie die Möglichkeit, „fachlichen Problemen
nachgehen“ zu können. Deutlich mehr Betonung legen dagegen Studentinnen im Vergleich zu ihren männlichen
Kommilitonen darauf, dass sie
beruflich ihre Leistungsfähigkeit beweisen können, dass sie
Kinder haben, dass sie kulturell
aktiv sein und sich für andere
einsetzen/sich sozial engagieren können. Die Unterschiede
bei den Faktoren „schöpferisch
sein/Neues entdecken, etwas
erfinden können“ und „viel
verdienen“, denen die Studenten eine leicht höhere Bedeu-
tung für ihr Lebensglück
beimessen, sind nicht signifikant.
Unter dem Blickwinkel der
Fragestellung vorliegender
Untersuchung ist die Tatsache hervorhebenswert, dass
„Kinder haben“ erst an
fünfter Position für das Lebensglück und mit deutlichem Abstand zu den vorderen Faktoren rangiert.
Hierin könnte bereits ein
Erklärungsansatz dafür liegen, dass die Umsetzung
beruflicher und privater
Ziele, also auch des Kinderwunsches, unvollständig –
gemessen am Wunschniveau – erfolgt und zwar um
so unvollständiger, je geringer die ursprüngliche Bedeutung der einzelnen Faktoren/Ziele war.
Studierende mit Kind haben
prinzipiell dieselben Vorstellungen vom Lebens-
Inwieweit hängt Ihr Lebensglück von dem Genannten ab?
1 = sehr stark ... 5 = überhaupt nicht
Vgl. Studierender mit bzw. ohne Kind (Pos. 1 und 2 in %)
interessante
Arbeit
m. Kind
ohne
erfüllte Partnerschaft
m. Kind
ohne
fachl. Probl.
nachgehen
m. Kind
ohne
26
berufl. Leistungsfäh. bew.
m. Kind
ohne
25
14
m. Kind
ohne
22
32
54
m. Kind
ohne
20
18
35
36
55
54
Kinder
haben
studieren
können
kulturell
aktiv sein
schöpferisch
sein
sozial
engagieren
Karriere
machen
viel
verdienen
43
49
50
45
79
68
86
78
46
71
51
64
60
25
17
15
17
11
50
52
49
37
54
36
mit Kind 2
ohne K. 6
27
31
mit Kind 2 9
ohne K. 4
12
31
75
38
27
32
47
29
38
sehr stark
35
98
91
47
51
35
m. Kind 2
37
ohne 13
m. Kind
ohne
19
24
39
m. Kind
ohne
93
94
Pos. 2
13
Ergebnisse
glück wie kinderlose Studierende. Erwartungsgemäß ist für sie der
Faktor „Kinder haben“ deutlich wichtiger als für Studierende ohne Kind und steht bei ihnen an vierter Stelle. Dennoch bewerten sie
fachlich-berufliche Aspekte ebenso wie alle anderen als hochrelevant für ein glückliches Leben. Sie machen dafür Abstriche bei der
Bedeutung von kultureller Aktivität und hohem Verdienst.
Kinderwunsch und entsprechende Zeitvorstellungen
2.1 Anzahl gewünschter Kinder
Von den Studierenden der Stichprobe, die im Durchschnitt 25 Jahre
alt sind, wissen ca. ein Fünftel noch nicht genau, ob und wie viele
Kinder sie einmal haben möchten. Männer sind in dieser Frage noch
unentschlossener als Frauen und das, obwohl sie etwa 1,5 Jahre älter
Drei Viertel der Studierenden jedoch wünschen sich mindestens ein
Kind. Dabei wird die Zwei-Kind-Familie eindeutig favorisiert. Mehr
als ein Viertel wollen sogar drei und mehr Kinder haben. Abgesehen
davon, dass Frauen häufiger als Männer mehr als drei Kinder haben
möchten, stimmen Studentinnen und Studenten ansonsten in der Anzahl gewünschter Kinder weitestgehend überein.
Die Ähnlichkeit zwischen den Geschlechtern in der Ausprägung ihres Kinderwunsches ist jedoch kein altersunabhängiges Phänomen.
Mit wachsendem Alter der Studierenden werden unterschiedliche
Vorstellungen von Frauen und Männern offenbar und zwar dergestalt, dass bei den Studentinnen tendenziell sowohl der Anteil derer,
Altersabhängige Entwicklung des Kinderwunsches nach Geschlecht (in %)
Gewünschte Kinderzahl nach Geschlecht (in %)
44
weiblich
21
21
44 44
6
16
7
weiß ich
noch nicht
Alter in Jahren
gesamt
19
20 22
5
6
keine
Kinder
5
5
ein
Kind
5
3
zwei
Kinder
drei
Kinder
7
mehr als
drei Kinder
männlich
weiblich
männlich
<= 21
80
4 16
22-23
81
6 13
24-25
26-27
28-29
>=30
3 17
80
215
83
64
15
12
74
10
mindestens ein Kind
<= 21
Alter in Jahren
2
sind als ihre Kommilitoninnen (Frauen: Ø 24,5 Jahre, Männer: Ø 26
Jahre). Expressis verbis keine Kinder wollen etwa 6%.
74
26-27
74
>=30
27
kein Kind
62
71
20
5
75
24-25
28-29
2 18
81
22-23
3 23
10
17
31
7
13
weiß noch nicht
14
16
Ergebnisse
die diesbezüglich (ver)unsicher(t) sind, steigt, als auch der Prozentsatz derjenigen, die definitiv für sich entscheiden, gar keine Kinder
zu wollen. Ein entsprechender „Einstellungsbruch“ wird insbesondere bei Studentinnen in einem Alter ab 30 Jahren deutlich. Immerhin 37% der Studentinnen in der höchsten Altersgruppe wissen entweder „noch“ nicht, ob sie überhaupt ein Kind wollen bzw. bekunden expressis verbis, dass sie keines möchten. Dieser Prozentsatz
liegt nur geringfügig unter dem eingangs zitierten 40%-Anteil an
Akademikerinnen, den die amtliche Statistik als kinderlos bleibend
ausweist. Bei Männern hingehen besteht die größte Unentschlossen-
heit in einem Alter von Ende 20, ältere Studenten äußern sich wieder
klarer für oder gegen eigene Kinder.
Studierende in den einzelnen Fächergruppen äußern sich sehr unterschiedlich zu ihrem Kinderwunsch. Er ist überdurchschnittlich stark
ausgeprägt unter Studierenden der Fächergruppen Architektur/Bauwesen, Agrarwissenschaften, Pädagogik und Maschinenbau. Studierende der Psychologie, Kunst/Kunstwissenschaften, Biologie/Chemie und Rechtswissenschaften sind in dieser Frage überdurchschnittlich unentschieden. Vergleichsweise hohe Kinderverzichtsquoten weisen Studierende in den Fächergruppen Psychologie, Sozialwissenschaften/Sozialwesen und Wirtschaftswissenschaften auf.
Kinderwunsch nach Fächergruppe (in %)
Psychologie
Kunst/Kunstwiss.
Sprach-/Kulturwiss.
Sozialwiss./-wesen
Rechtswiss.
Bio/Chemie
Geowiss./Physik
Wirtschaftswiss.
Mathe/Informatik
E-Technik
Maschinenbau
Medizin
Pädagogik
Agrarwiss.
Architekt./Bauwesen
49
17
68
69
70
71
71
73
77
78
78
80
80
86
88
90
34
4
28
24
7
17
13
6
3
4
24
26
23
10
5
4
1
13
18
22
16
19
6
9
3
9
10
Diese Differenzen stehen in erster Linie im Zusammenhang mit den
unterschiedlichen Anteilen an Lebenszielmustern in den einzelnen
Fächergruppen, wie sie oben aufgezeigt wurden. Insbesondere Studierende, deren Ziele dem berufszentrierten oder dem hedonistischen Typ zugeordnet wurden, wissen noch nicht genau, ob bzw.
wie viele Kinder sie einmal haben wollen.
Typ: Zukunftsziele und Kinderwunsch (in %)
hedonistisch
72
7
21
weiß noch nicht
83
familienzentriert
7
10
kein Kind
berufszentriert
69
8
23
mind. ein Kind
mindestens ein Kind
kein Kind
weiß noch nicht
maximalistisch
77
4
19
15
Ergebnisse
2.2 Zeitpunkt für die Geburt des ersten Kindes
Die Studienphase ist für fast alle Befragten nicht der optimale Zeitraum, um eine Familie zu gründen. Lediglich 2% der kinderlosen
Studierenden möchten noch während des Studiums Eltern werden.
Auch die Zeit unmittelbar nach Studienabschluss halten mit 6% relativ wenige für geeignet, ein Kind zu bekommen. Von denjenigen, die
sich zu diesem Thema bereits Gedanken gemacht haben, ist für ein
Drittel die Geburt des ersten Kindes an die Voraussetzung geknüpft,
dass sie eine sichere berufliche Position bzw. einen sicheren Job haben. Für Männer ist diese Gegebenheit wichtiger als für Frauen.
Letztere betonen mehr als doppelt so häufig wie Männer, dass sie
Zeitliche Vorstellungen zur Geburt des ersten Kindes (in %)
erst, wenn ich sichere berufl.
Position/sicheren Job habe
unmittelbar nach
Studienabschluss
5
rst, wenn Partner/in sichere berufl.
Position/Job hat
zu noch keine Gedanken gemacht/
keine Vorstellungen
7
weiblich
24
9
6
weiblich
5
6
2
2
41
männlich
männlich
6
<=21
39
22-23
32
24-25
33
26-27
28-29
>=30
26
17
24
34
7
17
7 13
39
35
9
10
55
36
17
14
13
13 6
17
13
10
14 3
28
6 14
Alter in Jahren
Zeitpunkt ist gleichgültig
Zeitliche Vorstellungen zur Geburt des ersten Kindes nach Alter und Geschlecht (in %)
34
15
9
10
In den Vorstellungen zum optimalen Zeitpunkt der Familiengründung deuten sich bereits Auffassungen von einer geschlechtsspezifischen Rollenteilung an: Männer streben häufiger eine berufliche Absicherung an, um als (Haupt-)Verdiener der Familie zur Verfügung
stehen zu können. Frauen sehen eher in beruflichen Erfahrungen
eine wesentliche Grundlage für ihren beruflichen Wiedereinstieg nach der Familienpause. Diese Annahme wird bestätigt mit Blick
auf die altersabhängige Entwicklung der zeitlichen Vorstellungen
Alter in Jahren
erst nach ausreichenden
Berufserfahrungen
noch während des Studiums
36
31
erst ausreichende Berufserfahrungen sammeln wollen, bevor für sie
eigene Kinder in Frage kommen. Jedem/jeder zehnten ist der Zeitpunkt gleichgültig. Insgesamt hat sich ein Sechstel aller Studierenden dazu noch keine Gedanken gemacht haben – Studenten jedoch
doppelt so häufig wie Studentinnen.
<=21
38
15
9
20
22-23
43
16
7 9
24-25
42
18
10 9
21
26-27
42
20
2 13
24
28-29
>=30
32
43
15
14
1 19
25
21
14
gesamt
2
11
17
18
wenn sichere berufl. Position/Job
sonstige
nach ausreich. Berufserfahrungen
keine Gedanken/Vorstellungen
22
Zeitpunkt gleichgültig
16
18
24
Ergebnisse
zur Geburt des ersten Kindes. Je älter die Studentinnen sind, desto
größer wird der Anteil derer, die berufliche Erfahrungen sammeln
wollen bevor sie eine Familie gründen. Dieser Trend bricht allerdings im Alter ab 30 Jahren ab zu Gunsten eines deutlich stärkeren
Votums für eine sichere berufliche Position bzw. der Haltung, dass
der Zeitpunkt gleichgültig ist. Bereits anhand der Altersabhängigkeit
des Kinderwunsches war sichtbar geworden, dass sich die Haltung
der Studentinnen ab 30 Jahre deutlich von der jüngerer Jahrgänge
unterscheidet und hier offenbar so etwas wie eine „magische“ (Alters-)Grenze für „radikale“ Einstellungsveränderungen liegt. Bei
Männern ist diese Altersprämisse weniger eindeutig, was in Bezug
auf die hier betrachteten Variablen – „Kind ja/nein“ und v.a. optimaler „Zeitpunkt für das erste Kind“ – unschwer zu erklären ist.
In ihren Lebenszielen berufszentriert oder maximalistisch ausgerichtete Studierende sehen häufiger als andere eine sichere berufliche
Position als Voraussetzung für das erste Kind an (43% bzw. 41% im
Vgl. zu 32% familienzentriert, 23% hedonistisch). Hedonistisch orientierte Studierende haben sich überdurchschnittlich häufig zu diesem Thema noch keine Gedanken gemacht (24% im Vgl. zu je 15%
familienzentriert bzw. maximalistisch, 17% berufszentriert).
3
Kinderbetreuung und Studium/Beruf – Rollenmodelle
Die Studierenden wurden danach gefragt, wie sie sich ihre eigene
Einbindung bzw. die ihres Partners/ihrer Partnerin in eine berufliche
Tätigkeit oder ein Studium vorstellen für den Fall, dass sie ein Kind
haben a) bis zu drei Jahren, b) im Vorschulalter und c) im Grundschulalter (bis 4.Klasse).
Etwas mehr als jeder zehnte Studierende hat diese Frage nicht beantwortet, weil sie ihnen wahrscheinlich (noch) zu spekulativ erscheint
oder sie sich dazu noch keine Gedanken gemacht hatten. Vereinzelt
wurde in offener Antwortform darauf hingewiesen, dass es später
von der konkreten Situation abhängen wird, welcher der Partner sich
wann, wie lange bzw. vorrangig um das Kind kümmern wird.
Die Mehrheit der Studierenden jedoch formulierte ihre Vorstellungen zum Grad der beruflichen Integration beider Eltern bzw. zur
Aufteilung der Kinderbetreuung zwischen den Partnern. Insgesamt
ergibt sich daraus ein erstaunlich traditionelles Bild.
Bei einem Kind im Alter von bis zu drei Jahren wollen mehr als ein
Drittel der Studentinnen (39%) nicht berufstätig sein bzw. nicht studieren. Mehr als die Hälfte stellt sich für diesen Zeitraum eine Teilzeittätigkeit als optimal vor. Lediglich 7% würde ganztägig erwerbstätig bleiben wollen bzw. weiter studieren. Je älter das Kind ist, desto mehr Studentinnen würden sukzessive in den Beruf/das Studium
zurückkehren und den Zeitumfang für diese Tätigkeit ausdehnen.
Im Falle eines Kindes im Grundschulalter wünscht sich fast die
Hälfte der Studentinnen, teilzeitbeschäftigt zu sein, 46% wollen
dann wieder ganztägig arbeiten/studieren. Für ihre Partner dagegen
wünschen sich die Studentinnen durchgängig eine stärkere Integration in Beruf bzw. Studium. Bei einem Kleinkind fände es jede Zweite erstrebenswert, wenn der Partner ganztägig beschäftigt bleibt.
Nicht wenige Studentinnen jedoch (44%) fänden es gut, wenn ihr
Partner (ebenfalls) seinen Erwerbs-/Studienumfang reduziert. Sollte
das Kind bereits die Schule besuchen, dann erwarten 80% der Studentinnen, dass ihr Partner ganztägig beschäftigt ist.
17
Ergebnisse
Vorstellungen von der eigenen Tätigkeit (Studium/Job) und der Tätigkeit des Partners
bzw. der Partnerin je nach Alter des Kindes (in %)
mit Kind ...
unter
drei Jahren
eigene Tätigkeit
aussetzen
teilzeit
ganztägig 7
Tätigkeit des/r Partners/in
39
44
51
Männer
aussetzen 7
teilzeit
ganztägig
Tätigkeit des/r Partners/in
1
32
71
67
24
Männer
1
64
aussetzen
teilzeit
ganztägig
1
aussetzen
teilzeit
ganztägig
1
aussetzen
teilzeit
ganztägig
13 aussetzen
teilzeit
17 ganztägig
70
35
eigene Tätigkeit
im Grundschulalter
(bis 4. Kl.)
aussetzen
teilzeit
7 ganztägig
Frauen
aussetzen 5
teilzeit
ganztägig
aussetzen
teilzeit
ganztägig
49
45
49
45
eigene Tätigkeit
im Vor-schulalter
5 aussetzen
teilzeit
ganztägig
Frauen
55
Tätigkeit des/r Partners/in
Frauen
53
46
1
20
80
Männer
20
80
55
40
aussetzen
teilzeit
ganztägig
5 aussetzen
teilzeit
ganztägig
Die Voten der Studenten zum eigenen Tätigkeitsumfang bzw. zu
dem ihrer Partnerin entsprechen nahezu spiegelbildlich den geschilderten Vorstellungen der Studentinnen. Nur wenige würden die Erwerbstätigkeit bzw. das Studium unterbrechen wollen. Sie gehen für
sich mehrheitlich davon aus, dass sie bei einem Kind bis zu drei Jahren in Beschäftigung bleiben. Beachtenswert ist, dass fast jeder
zweite Student (49%) im ersten Lebensabschnitt des Kindes gern
teilzeitbeschäftigt wäre – ein hoher Anteil, der gegenwärtig kaum
verwirklicht wird bzw. auf Grund von angenommenen und/oder tatsächlichen Akzeptanzproblemen nicht umgesetzt wird bzw. werden
kann.
Fast jeder zweite Student geht davon aus, dass seine Partnerin mit
dem Studium/Beruf aussetzt bzw. teilzeitbeschäftigt ist bis das Kind
drei Jahre alt ist. Nur ein geringer Teil (7%) hält eine Vollzeittätigkeit der Partnerin für angemessen. Bei Kindern im Grundschulalter
betrachtet es noch mehr als die Hälfte der Studenten als wünschenswert, dass seine Partnerin nicht in vollem Umfang arbeitet oder studiert.
Die Analyse des für den eigenen Tätigkeitsumfang gewünschten
Verlaufs in Abhängigkeit vom Alter des Kindes macht deutlich, welche unterschiedlichen Vorstellungen Männern und Frauen dazu haben (siehe nachfolgende Tabelle). Die favorisierten Modelle der Studentinnen sind „drei Jahre Unterbrechung und danach bis ins Grundschulalter hinein Teilzeitbeschäftigung“ bzw. während der ersten
zehn Lebensjahre des (jüngsten) Kindes „durchgehend teilzeitbeschäftigt“. Bei ihnen überwiegt das klassische „Phasen-Modell“ gegenüber dem „Vereinbarkeits-Modell“. Studenten hingegen bevorzu-
18
Ergebnisse
Vorstellungen über den Verlauf ihrer Integration in Studium/Beruf
in Abhängigkeit vom Alter des Kindes einschließlich Grundschule
(in%)
Verlauf des Tätigkeitumfanges
• nach 3 Jahren Unterbrechung: Teilzeit
• durchgehend Teilzeit
• nach 3 Jahren Teilzeit: Vollzeit
• nach 6 Jahren Teilzeit: Vollzeit
• nach 3 Jahren Unterbrechung: bis zum
Schuleintritt Teilzeit, danach Vollzeit
• durchgehend Vollzeit
• nach 6 Jahren Unterbrechung: Teilzeit
• nach 3 Jahren Unterbrechung: Vollzeit
• durchgehend nicht berufstätig/studieren
Gesamt
weibl.
männl.
25,6
22,9
17,5
14,7
2,9
15,3
21,3
12,6
7,0
2,6
5,9
4,3
1,4
0,7
100
43,8
0,3
0,5
0,6
100
Es zeigen sich deutlich traditionsverhaftete Einstellungsmuster. Die
Unterschiede zwischen den Geschlechtern sind dergestalt, dass sie
sich nahezu perfekt ergänzen. Eine gleich starke Beteiligung an Job/
Studium für beide Elternteile stellen sich Männer und Frauen zu ungefähr gleichen und mit wachsendem Alter des Kindes steigenden
Anteilen vor (bis 3 Jahre: 37% bzw. 36%, im Grundschulalter: 51%
bzw. 53%). In den ersten drei Lebensjahren des Kindes wollen mehr
als die Hälfte (59%) der Studentinnen in geringerem Umfang als ihr
Partner beschäftigt sein. Analog dazu gehen 58% der Studenten in
Bezug auf ihre eigene Berufs-/Studien-Beteiligung davon aus, dass
sie umfassender sein sollte als die ihrer Partnerin. Diese Übereinstimmung setzt sich entsprechend fort in den Vorstellungen für den
Fall, dass ältere Kinder zu versorgen sind.
Vorstellungen zur arbeitsteiligen Beteiligung an Beruf/Studium in Abhängigkeit vom
Alter des Kindes (in %)
gen eindeutig die ununterbrochene Vollzeit-Tätigkeit, wenngleich
fast jeder zweite sich unterschiedliche Phasen für seine Erwerbsintegration vorstellt.
Unabhängig vom gewünschten Umfang der Beteiligung an Berufstätigkeit/Studium können aus der intraindividuellen Kombination entsprechender Vorstellungen für sich selbst und für den/die Partner/-in
drei typische, die partnerschaftliche Arbeitsteilung betreffende, Auffassungen unterschieden werden:
1. gleiche Berufs-/Studien-Beteiligung beider Partner,
2. geringere Berufs-/Studien-Beteiligung als der/die Partner/-in
3. stärkere Berufs-/Studien-Beteiligung als der/die Partner/-in.
männlich
weiblich
59
53
43
36
49
58
37
51
40 55
45
40
5
< 3 J.
8
3-6 J.
7
7-10 J.
Alter des Kindes
gleiche Beteiligg.
geringere Beteiligung
im Vgl. zu/m Partner/-in
5
5
< 3 J.
3-6 J.
4
7-10 J.
stärkere Beteiligung
im Vgl. zu/m Partner/-in
Alter des Kindes
19
Ergebnisse
Interessanterweise sind die Vorstellungen zur partnerschaftlichen Arbeitsteilung unter Männern des „hedonistischen Typs“ am egalitärsten.
Typ: Zukunftsziele und Vorstellungen zur arbeitsteiligen Beteiligung an
Beruf/Studium bei einem Kind bis zu 3 Jahren (in %)
weiblich
4
44
5
männlich
46
51
maximalistisch
9
30
25
74
45
berufszentriert
1
45
69
2
familien- hedonistisch
zentriert
geringere Beteiligung als Partner/-in
51
30
26
70
4
maximalistisch
5
berufszentriert
67
4
Studierende mit Kind
50
44
6
familien- hedonistisch
zentriert
gleiche Beteiligung beider Partner
stärkere Beteiligung als Partner/-in
Am konservativsten sind arbeitsteilige Rollenvorstellungen unter
Studierenden, deren Lebensziele als familienzentriert klassifiziert
wurden. So vertreten beispielsweise nur ein Viertel von ihnen, Männer ebenso wie Frauen, die Idee, dass beide Eltern in gleichem Maße
beschäftigt bleiben bzw. ihre Tätigkeit unterbrechen sollten, wenn
das Kind bis zu drei Jahren alt ist. Drei Viertel der Frauen in dieser
Gruppe wollen geringer beschäftigt sein als ihr Partner und in der
Entsprechung dazu halten es 70% der Männer für wünschenswert,
dass ihre Partnerinnen weniger als sie selbst in Beruf/Studium integriert sind. Unter den Studentinnen sind die berufszentriert und maximalistisch eingestellten am stärksten auf eine diesbezügliche
Gleichheit der Partner ausgerichtet. Studenten mit berufszentrierten
Lebenszielen dagegen sind noch stärker auf traditionelle Rollenteilung aus als solche mit familienzentrierten Zielen.
Unter den befragten Studierenden sind 6% bereits Eltern – Studentinnen zu gleichem Anteil wie Studenten. Die 16. Sozialerhebung,
die im Sommersemester 2000 erhoben wurde und eine wesentlich
größere Stichprobe umfasste, weist insgesamt 6,7% Studierende mit
Kind aus (Frauen: 7%, Männer 6%; vgl. Schnitzer, Isserstedt, Middendorff, S. 22 ff). Auf Grund der geringen Anzahl Studierender mit
Kind in der Stichprobe (n=85), kann nachfolgend nur ein kurzer
Überblick zu den wesentlichsten Befunden gegeben werden. Es
muss auf Differenzierungen z.B. nach Alter der Studierenden bzw.
des (jüngsten) Kindes, nach Fachrichtung oder Studienphase verzichtet werden.
Die meisten der Online-Befragten haben ein Kind (79% der Frauen,
76% der Männer). Die Mehrzahl der (jüngsten) Kinder ist noch relativ klein (1 Jahr alt: 34%, 2 Jahre alt: 28%, 3-5 Jahre alt: 21%). Das
bedeutet auch, dass Schwangerschaft bzw. Kinderbetreuung relevant
waren und sind für den Studienverlauf. Jede zweite Studentin mit
Kind und auch 41% der studierenden Väter geben an, das Studium
für die Betreuung des Kindes unterbrochen zu haben. Die Dauer der
Unterbrechung beträgt durchschnittlich 12 Monate. Männer und
Frauen unterscheiden sich hierin nicht signifikant. Nach den entsprechenden Befunden der Sozialerhebung unterbrachen 52% der
Studentinnen und 37% der Studenten das Studium wegen Schwan-
20
Ergebnisse
Betreuung des Kindes während
des Studiums (in %)
• von (Ehe-)Partner/in
• in Krippe, Krabbelstube, Kindergarten,
Kinderhort o.ä.
• von mir, da ich überwiegend zu
Hause studiere/arbeite
• von den Großeltern
• vom Vater/von der Mutter
(wenn getrennt lebend)
• das Kind bleibt allein,
wenn ich abwesend bin
• in privat organisierter Kindergruppe
• von einer Tagesmutter
Gesamt
gesamt
weibl.
männl.
35,8
27,8
42,2
28,4
25
31,1
9,9
22,2
-
8,6
13,9
4,4
6,2
-
11,1
3,7
2,8
4,4
4,9
8,3
2,2
2,5
-
4,4
100
100
100
mern, übernimmt bei mehr als einem Drittel aller Studierenden der/
die Partner/-in in der Regel die Kinderbetreuung: Männer nutzen
diese Betreuungsform deutlich häufiger als Frauen. Die zweitgrößte
Bedeutung haben öffentliche Kindereinrichtungen. Mehr als jede
fünfte Studentin betreut ihr Kind selbst, weil sie überwiegend zu
Hause studiert. Diese Variante gab keiner der studentischen Väter
an. Vor allem Studentinnen werden in der Kinderbetreuung auch von
den Großeltern des Kindes unterstützt. An der Bedeutung, die einzelne Betreuungsformen haben, hat sich seit Anfang der 90er Jahre
nichts Prinzipielles geändert. Die vorliegenden Ergebnisse stimmen
weitgehend mit den Befunden der 13. Sozialerhebung überein (vgl.
Kahle, S. 17 ff).
5
Einstellungen und Erfahrungen zum Studium mit Kind
5.1 Probleme des Studium mit Kind
gerschaft bzw. Kindererziehung. Die Dauer der Studienunterbrechung betrug laut Sozialerhebung insgesamt durchschnittlich fünf
Hochschulsemester. Sie ist jedoch nur bedingt vergleichbar, weil sie
unter Umständen auch Zeiten für Unterbrechungen aus anderen
Gründen mit enthält.
Studierende mit Kind leben mehrheitlich mit Partner/-in und
Kind(ern) zusammen (87%). 13% der Studentinnen wohnen ohne
den Vater mit dem Kind allein. Von den studentischen Vätern hingegen leben nur 2% ohne die Mutter mit dem Kind zusammen. Jeder
zehnte Student wohnt getrennt von seinem Kind.
Wenn sich die Studierenden um ihr Studium bzw. ihren Job küm-
Welche Probleme sehen Studierende für ein Studium mit Kind? Warum halten sie die Studienphase für wenig geeignet, eine Familie zu
gründen? Den Befragten wurden mehrere Aussagen zu diesem Themenkomplex zur Bewertung vorgelegt. Zu den Statements sollten
alle Stellung nehmen, unabhängig davon, ob eigene Erfahrungen
zum Studium mit Kind vorliegen oder nur auf der Grundlage des
Beobachtens und Hörensagens geurteilt werden kann. Der Anteil
Studierender ohne Kind, welcher nach eigenem Bekenntnis die einzelnen Statements nicht beurteilen kann, ist zum Teil recht hoch
(zwischen 13% und 47%, siehe Antwortposition „kann ich nicht beurteilen“ in den Abbildungen auf S. 17). Das ist schon ein deutlicher
Hinweis darauf, dass die Belange Studierender mit Kind unter vielen
21
Ergebnisse
Bewertung von Aussagen zum Studium mit Kind
Mittelwerte auf einer 5-stufigen Skala
1 = stimme vollkommen zu ... 5 = stimme überhaupt nicht zu
Aussagen zum Studium mit Kind
Studierende
mit Kind
ohne Kind
• Studierende mit Kind(ern) werden bei der
Terminplanung für Lehrveranst. berücksichtigt.
4,6
4,5
• Im Umfeld der Hochschule gibt es genug
Betreuungsangebote.
4,2
3,8
• Die Atmosphäre an der Hochschule ist
kinderfreundlich.
3,8
3,9
• Lehrkräfte haben Verständnis für die
Belastungen von Studierenden mit Kind(ern).
3,6
3,5
• Ein Studium mit Kind ist aus finanziellen
Gründen [nicht] empfehlenswert.*)
3,4
3,8
• Studierende mit Kind(ern) werden von
Kommilitonen unterstützt.
3,4
3,0
• Im Studium ein Kind zu haben ist günstig,
weil flexible Zeiteinteilung möglich.
3,3
3,6
• Die Kinderbetreuung gut organisierbar mit
Hilfe von Mitbewohner/-innen, Freunden.
3,2
3,4
• Studium und Kind sind wegen hoher zeitlicher
Belastung [nicht] miteinander vereinbar.*)
2,6
3,1
*)
Diese beiden negativ formulierte Aussagen wurde für die Berechnung des Mittelwertes
umcodiert und damit an die Polarität der übrigen Statements, die positiv formuliert sind,
angepasst.
kinderlosen Kommilitonen einen relativ geringen Aufmerksamkeitswert besitzen. Nicht zufällig treten die höchsten Anteile von “kann
ich nicht beurteilen“ bei Statements auf, die sich direkt auf die Situation an der Hochschule beziehen (Betreuungsangebote an der
Hochschule, Terminplanung für Lehrveranstaltungen) bzw. auf das
Verhalten wichtiger Akteure an der Hochschule (Verständnis der
Lehrkräfte, Unterstützung von Kommilitonen).
Das größte Problem besteht nach Meinung derjenigen, die eine Bewertung abgegeben haben, darin, dass die Interessen von Studierenden mit Kind bei der Terminplanung für Vorlesungen und Seminare
kaum berücksichtigt werden. In dieser Kritik sind sich alle einig unabhängig davon, ob sie ein Kind haben oder nicht (vgl. Tabelle).
Veranstaltungen am späten Nachmittag oder Abend können Studierende, die kleine Kinder haben, nur schwer wahrnehmen. Das führt
beispielsweise bei Pflichtveranstaltungen zu Problemen mit der Anerkennung und letztendlich zu Zeitverzögerungen im Studium, weil
die gleiche Veranstaltung in späteren Semestern noch einmal belegt
werden muss.
Eng an dieses Problem gekoppelt ist die Frage der Kinderbetreuung.
Zum einen fehlt es an Betreuungsplätzen in hochschulnahen Einrichtungen. Zum anderen weisen offen formulierte Antworten Studierender mit Kind darauf hin, dass die Öffnungszeiten von Kindertagesstätten zu inflexibel und zu wenig angepasst sind an die Bedürfnisse und den Tagesablauf studierender Eltern. In den qualitativen Meinungsäußerungen wird wiederholt betont, dass Kinderbetreuung oft auch ein finanzielles Problem ist, denn die Kosten von
Kindereinrichtungen, Tagesmüttern und Babysittern strapazieren das
22
Ergebnisse
ohnehin zumeist knappe Budget der Studierenden zusätzlich.
Beide Studierendengruppen – mit und ohne Kind – bewerten die Atmosphäre an der Hochschule insgesamt als wenig kinderfreundlich
und bescheinigen den Lehrkräften, dass sie kaum Verständnis haben
für die besonderen Belastungen von Studierenden mit Kind.
32
26
Es gibt genug Betreuungsangebote
im Umfeld der Hochschule.
Studierende mit Kind(ern) werden von
Kommilitonen unterstützt.
37
27 29
21
8 12
stimme
vollk. zu
Aussagen zum Studium mit Kind - Vgl. Studierender mit und ohne Kind (in %)
Studierende mit Kind werden bei der Terminplanung für Lehrveranstaltungen berücksichtigt.
Ein Studium mit Kind ist aus finanziellen
Gründen nicht empfehlenswert.
2
9
6
3
4
5
5
5
stimme kann ich
überh. nicht benicht zu urteilen
23
20
19
3
34
31
14
7
stimme
vollk. zu
2
3
4
13
5
7
stimme kann ich
überh. nicht benicht zu urteilen
Kinderbetreuung gut organisierbar
mit Hilfe von Mitbewohnern/ Freunden .
Im Studium ein Kind zu haben ist günstig,
weil flexible Zeiteinteilung möglich.
65
43
47
42
36
37
27
3
1
stimme
vollk. zu
2
11
5
14 13
10
1
3
4
stimme kann ich
überh. nicht benicht zu urteilen
Die Atmosphäre an der Hochschule
ist kinderfreundlich.
30
18 17
2
stimme
vollk. zu
6
6
2
stimme
vollk. zu
21
18
15
14
4
2
3
4
stimme kann ich
überh. nicht benicht zu urteilen
Lehrkräfte haben Verständnis für die
besonderen Belastungen Studierender mit Kind.
29 25
4
stimme kann ich
überh. nicht benicht zu urteilen
28
22
21
5
3
6
1
13 12
17
19
11
25
14
2
stimme
vollk. zu
2
3
4
31
27
25
11
stimme kann ich
überh. nicht benicht zu urteilen
6
14
30
21
16 18
13 14
3
stimme
vollk. zu
2
3
4
Studium und Kind wegen hoher zeitlicher
Belastung nicht miteinander vereinbar.
12
1
18
17
13
1
stimme
vollk. zu
2
3
4
27
25
13
6
stimme kann ich
überh. nicht benicht zu urteilen
11 11
stimme
vollk. zu
30
29
21
14
2
3
18
13
9
4
13
4
mit Kind
7
stimme kann ich
überh. nicht benicht zu urteilen
44
38
5
1
17
ohne Kind
stimme kann ich
überh. nicht benicht zu urteilen
23
Ergebnisse
Einige Aussagen werden von kinderlosen Studierenden sogar kritischer gesehen als von der Gruppe der Betroffenen. Dazu gehören
zum Beispiel finanzielle und zeitliche Argumente, die gegen ein Studium mit Kind sprechen können. Studierende mit Kind sind offenbar
besser in der Lage, mit dem Geld- und Zeitproblem umzugehen, als
sich das Studierende ohne Kind vorzustellen vermögen. Die zeitliche Vereinbarkeit von Studium und Kind wird von den studierenden
Eltern sogar vergleichsweise positiv bewertet. Immerhin stimmen
30% von ihnen der Aussage „Studium und Kind sind wegen der hohen zeitlichen Belastung durch Studium und Kinderbetreuung nicht
miteinander vereinbar“ überhaupt nicht zu (siehe Abbildung S. 23,
rechte Spalte, unten links).
Neben den bereits erwähnten Schwierigkeiten, mit denen studierende Eltern konfrontiert sind, kristallisierten sich aus den offenen Antworten zusätzliche Problemfelder heraus. Dazu gehören Überlegungen, dass ein Studium mit Kind in speziellen Studienphasen, insbesondere während der Prüfungszeiten, beim Anfertigung von Abschlussarbeiten und im Praktikum ein zusätzliches Stresspotential
birgt. In einigen Fachrichtungen (z.B. Biologie, Chemie, Medizin)
sind Laborarbeiten durchzuführen, zu denen Schwangere und Stillende keinen Zutritt haben. Sie müssen diese Arbeiten zu einem späteren Zeitpunkt ausführen, was zumeist Verzögerungen im Studienablauf nach sich zieht.
Zu den frei geäußerten Assoziationen im Zusammenhang eines Studiums mit Kind gehören Befürchtungen, schlechtere Studienleistungen zu erreichen, eine längere Studiendauer hinnehmen zu müssen,
aus der BAföG-Förderung herauszufallen und Langzeitstudienge-
bühren bezahlen zu müssen. Einige Studierende sind der Auffassung, dass die Aussichten auf eine Beschäftigung nach dem Studium
schlechter sind, wenn sie bereits ein Kind haben.
Interessant an den offenen Antworten auf die Frage nach den ihrer
Meinung nach wichtigsten Problemen für ein Studium mit Kind, ist,
dass nicht wenige Studierende ganz persönliche Begründungen dafür formulierten, warum sie während des Studiums kein Kind haben
wollen. Einige empfinden sich selbst als noch zu jung, zu unerfahren
und noch in der Ausprägung der eigenen Persönlichkeit bzw. auf der
Suche nach ihrem Weg befindlich, als dass sie bereit bzw. in der
Lage wären, Verantwortung für ein Kind zu übernehmen. Andere befürchten, das Studentenleben mit Kind nicht mehr richtig auskosten
zu können, auf Parties verzichten zu müssen, nicht mehr ausschlafen
Problemfelder des Studiums mit Kind - Antworten auf offene Frage
(Mehrfachnennungen, in % aller Nennungen, n = 1.219)
Geldmangel
Vereinbarkeit Kind - Studium
Zeitmangel
Betreuungsmöglichkeiten
Studienorganisation/-phasen
Studiendauer/-leistung
persönl. Einschränkungen
Unterstützung an HS
Berufsperspektive
Wohnsituation
Sonstiges
Positives/ prinzipiell lösbar
51
51
29
19
13
11
10
4
2
1
5
3
24
Ergebnisse
zu können und den Kontakt zu den Kommiliton/-innen zu verlieren
und dadurch an der Hochschule isoliert zu sein.
Anhand einiger Meinungsäußerungen wird deutlich, dass die Ansprüche an die Betreuung des Kindes, vor allem im ersten Lebensabschnitt, relativ hoch sind, dass eine 100%-ige Selbstbetreuung als
das Nonplusultra angesehen wird. Hier bestätigen die offenen Antworten die im Abschnitt 3 ausgeführten Vorstellungen der Studierenden zu gewünschten Teilhabe an Beruf/Studium in Abhängigkeit
vom Alter des Kindes. Solche Ansprüche lassen sich selbstredend
nicht mit einem Studium vereinbaren.
5.2 Veränderungsbedarf an der Hochschule
Studierende mit Kind hatten die Möglichkeit, anhand einer weiteren
offenen Frage zu schildern, worin sie notwendigen Veränderungsbedarf an den Hochschulen sehen, um ihre Situation zu verbessern.
Jede zweite Meinungsäußerung in diesem Zusammenhang bezog
sich auf das Thema Kinderbetreuung. Die Kritik richtet sich auf das
Fehlen von hochschulnahen Einrichtungen bzw. deren mangelnde
Kapazität, auf inflexible Öffnungszeiten, die nicht an die Zeitspanne, in der Lehrveranstaltungen stattfinden, angepasst sind. Die Studierenden wünschen sich stundenweise nutzbare Betreuungsmöglichkeiten und kostengünstigere Angebote, weil sie in der Regel mit
knappen Mitteln wirtschaften müssen und jede Erwerbstätigkeit, die
für den Lebensunterhalt – also auch für Kinderbetreuungskosten –
notwendig ist, ihr ohnehin begrenztes Zeitbudget zusätzlich belastet.
Entsprechend wünscht sich jede/r zehnte bessere finanzielle Unter-
stützungen für Studierende mit Kind.
Fast jeder dritte Vorschlag bezieht sich auf die Studienorganisation.
Stichworte dazu sind:
• Elternstudium – im Sinne eines Teilzeitstudiums – einführen
• Entzerren der Prüfungszeiten, Splitten von Diplomprüfungen
• Nachschreibtermine für verpasste Klausuren
• Pflichtveranstaltungen nicht nach 16.00 Uhr
• konstante Zeiten für Pflichtveranstaltungen
• Nutzung alle Wochentage für Lehrveranstaltungen anstatt einer
Konzentration auf Dienstag bis Donnerstag
• Verzicht auf Wochenendseminare, wie sie v.a. von Gastprofessor/innen angeboten werden
• mehr Möglichkeiten für ein Studium von zu Hause aus – z.B. über
Online-Angebote.
Studierende mit Kind wollen stärker von ihren Kommilitonen unterstützt werden, beispielsweise durch Skripten-Austausch oder durch
eine größere Toleranz gegenüber der Anwesenheit von Kindern in
Lehrveranstaltungen.
Trotz aller Kritik an der mangelnden Familienfreundlichkeit der
Hochschulen, würde von den Studierenden mit Kind die überwiegende Mehrheit – nochmals vor die Entscheidung gestellt, mit Kind
zu studieren – den gleichen Weg wählen. In dieser Haltung unterscheiden sich Männer und Frauen nicht, obwohl, wie oben ausgeführt, die zeitlichen Belastungen und die Auswirkungen auf den Studienverlauf für Studentinnen zumeist höher sind als für Studenten.
Eine ähnliche Frage, allerdings mit einer größeren Auswahl an Ant-
25
Ergebnisse
wortmöglichkeiten, war 1991 im Rahmen der 13. Sozialerhebung
Studierenden mit Kind gestellt worden. Damals sagten ebenfalls die
meisten, sie würden wieder mit Kind studieren wollen (alte Länder
49%, neue Länder 42%). Mehr als ein Viertel der Studierenden mit
Kind in den alten Ländern bzw. ein Drittel derer in den neuen Ländern würde jedoch lieber erst studiert haben und dann ein Kind bekommen (Kahle 1993, S. 93). Ein Studienabbruch war bereits damals eine kaum akzeptierte Alternative.
„Wenn Sie nochmals vor der Entscheidung stünden, ein Studium mit Kind zu absolvieren,
welchen Weg würden Sie wählen?“ (Anzahl)
36
35
weiblich
männlich
9
1
wieder mit Kind studieren
das Studium abbrechen
0
2
meinem/r Partner/-in
Studienabbruch nahelegen
6
Fazit
Studierende wollen in aller Regel trotz fachlicher bzw. beruflicher
Zielstellungen nicht auf Familie und Kinder verzichten. Das Studium scheint den allermeisten jedoch nicht der ideale Zeitpunkt zur
Familiengründung zu sein, weil sie durch das Studium und zum
nicht unerheblichen Teil auch durch Jobben nebenher ohnehin schon
stark beansprucht sind, relativ wenig Geld zur Verfügung haben und
Nachteile wie schlechtere Leistungen, Studienzeitverlängerungen
und Einschränkungen im persönlichen Bereich befürchten. Zudem
lassen sich ihre Vorstellungen darüber, wie viel Zeit sie dem Kind
persönlich widmen bzw. was sie ihm auch an materieller Sicherheit
bieten wollen und wer von beiden Partnern welche Rolle – Betreuung vs. Verdienen des Lebensunterhaltes – vorzugsweise übernehmen soll, nicht während des Studiums verwirklichen. Sie verschieben deshalb mehrheitlich die Familiengründung auf einen mehr oder
weniger länger nach dem Studium gelegenen Zeitpunkt, zu dem sie
beruflich abgesichert sind bzw. bereits über ausreichende Berufserfahrungen verfügen.
Die aufgezeigten traditionellen Vorstellungen von der partnerschaftlichen Arbeitsteilung lassen dabei erwarten, dass die Berufswege der
Akademikerinnen tendenziell nach wie vor stärker perforiert sein
werden von Familienphasen und daher weniger kontinuierlich verlaufen und letztendlich u.a. auch mit geringerem Einkommen einhergehen werden als die der Akademiker. Der häufig von Eltern angeführte „objektive“ Grund, dass die Mutter zur Kinderbetreuung
ihre Berufstätigkeit reduziert oder unterbricht, weil sie das geringere
Einkommen hat, muss als ein Argument gesehen werden, dass ten-
26
Ergebnisse
denziell erst beim zweiten Kind Relevanz erlangt.
Eine Ursache für den hohen Prozentsatz kinderlos bleibender Akademikerinnen wird darin liegen, dass ihre Hoffnung, im Berufsleben
auf eine bessere Vereinbarkeit von Kind und Erwerbstätigkeit zu
treffen im Vergleich zu der nach ihrem Urteil vorgefundenen Unvereinbarkeit von Kind und Studium, häufig enttäuscht wird. Die Aussöhnung zwischen beruflichen Ambitionen und privaten Zielen wird
Akademikerinnen bei Beibehaltung ihres in den Befunden dokumentierten ausgeprägten Selbstbetreuungsanspruches, der im ersten
Lebensjahrzehnt der Kinder in erster Linie von ihnen selbst übernommen werden will – und nach Meinung der Männer auch übernommen werden soll –, im Berufsleben kaum besser als im Studium
gelingen (können). Es wäre interessant zu untersuchen, ob und inwieweit Akademikerinnen ihre Meinung, die Studienphase wäre für
eine Familiengründung weitgehend ungeeignet, auf Grund ihrer Erfahrungen im Berufsleben, revidieren.
Unabhängig von diesen Spekulationen gibt es realiter Studierende
mit Kind. Ihre Lebensbedingungen und ihre Studiensituation sind alles andere als optimal. Damit ihnen ein gleichberechtigte Teilhabe
am Studienprozess möglich ist, bedarf es infrastruktureller, studienorganisatorischer und nicht zuletzt auch „atmosphärischer“ Veränderungen an den Hochschulen, welche die Bedürfnisse der Studierenden mit Kind wahrnehmen und berücksichtigen.
ihren Kinderwunsch erfüllen wollen, nicht durch familienunfreundliche Bedingungen an den Hochschulen daran gehindert werden,
eine Familie zu haben und gleichzeitig ihr Studium erfolgreich abzuschließen. Gerade für Akademikerinnen kann es angesichts der langen Ausbildungszeiten und der auch im Berufsleben keineswegs optimalen Rahmenbedingungen von Bedeutung sein, den Beginn der
potentiell akzeptierten Phase zur Familiengründung ins Studium hinein vorzuverlagern und damit zeitlich zu strecken. Von jedem Schritt
in Richtung Familienfreundlichkeit an den Hochschulen würden
nicht nur Studierende, sondern auch hier beschäftigte Akademiker
und Akademikerinnen profitieren.
Wenn – wie eingangs ausgeführt – ein so hoher Anteil an Akademikerinnen auf Grund der Gegebenheiten auf die Verwirklichung eines
ihrer elementaren Lebensziele ganz verzichtet, dann muss sich eine
Gesellschaft – zumal zu Zeiten, in denen sie sich massiven demographischen Problemen gegenüber sieht – mit den Ursachen dafür
auseinandersetzen. Wenn Kinder für eine Gesellschaft einen höheren
Wert besitzen als sie für die in ihr lebenden Individuen – im Vergleich zu konkurrierenden Lebenszielen – haben, spätestens dann
muss die Gesellschaft dafür sorgen, dass die Bedingungen für eine
Familiengründung (wieder) verbessert werden und das heißt auch, in
Familie, Eltern und Kinder zu investieren.
Wenngleich die Studienphase wohl auch künftig nicht der bevorzugte bzw. zu bevorzugende Zeitraum zur Familiengründung sein wird
bzw. soll, so sollten doch Studierende, die sich schon zu dieser Zeit
27
Ergebnisse
Literatur:
Kahle, Irene (1993): Studierende mit Kindern. Die Studiensituation
sowie die wirtschaftliche und soziale Lage der Studierenden mit
Kindern in der Bundesrepublik Deutschland. Hochschulplanung,
Band 97, hrsg. von HIS Hochschul-Informations-System, Hannover
Middendorff, Elke: Studierende mit Kind in der Bundesrepublik
Deutschland. In: Familiengerechte Hochschule. Universität Trier
2003 (im Erscheinen)
Schnitzer, Klaus; Isserstedt, Wolfgang; Middendorff, Elke (2001):
Die wirtschaftliche und soziale Lage der Studierenden in der
Bundesrepublik Deutschland 2000. 16. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerkes durchgeführt von HIS Hochschul-Informations-System. Hrsg. vom Bundesministerium für Bildung und
Forschung, Bonn (Download: www.his.de)
28
Fragebogen: Lebensentwürfe
Begrüßung,
Erläuterungen
1. Wie stark haben Sie sich für die Zukunft
die unten genannten Ziele gesetzt?
2. Inwieweit hängt Ihr Lebensglück
von dem unten Genannten ab?
3. Haben Sie Kinder?
ja
Wie viele Kinder
haben Sie?
Wie alt ist Ihr
jüngstes Kind?
nein
ein Kind
zwei, Kinder
drei Kinder
mehr als drei, Kinder
weiß ich noch nicht
5. Welche der nachfolgenden
zeitlichen Vorstellungen zur Geburt
eines (ersten) Kindes trifft Ihre
derzeitige Einstellung dazu am
besten?
6. Welche Vorstellungen haben Sie
von Ihrer Tätigkeit/ von der
Tätigkeit Ihrer Partnerin im
Zusammenhang mit Kindern?
4. Wie viele Kinder möchten
Sie insgesamt einmal haben?
keine
Kinder
ein Kind
zwei Kinder
drei Kinder
mehr als drei Kinder
weiß ich noch nicht
8. Haben Sie Ihr Studium für die Betreuung eines Kindes unterbrochen?
Wenn ja, wie lange?
9. Wo wohnt Ihr (jüngstes) Kind während des Semesters in der Regel?
10. Von wem wird Ihr (jüngstes) Kind betreut, wenn Sie sich um Ihr Studium/
Ihren Job kümmern?
7. Wie ist Ihre Meinung zu den folgenden Aussagen über
ein Studium mit Kind?
11. Wenn Sie nochmals vor der Entscheidung stünden, ein Studium mit
Kind zu absolvieren, welchen Weg würden Sie wählen?
12. Worin sehen Sie die größten Probleme, mit
einem Kind zu studieren?
Ende
13. Was sollte Ihrer Meinung nach an der
Hochschule verändert werden, um die
Situation für Studierende mit Kind zu
verbessern?
RANDAUSZÄHLUNG
Lebensentürfe und -ziele Studierender und
ihre Einstellung zum Studium mit Kind
insgesamt
weiblich
in %
männlich
19
48
25
6
2
16
48
27
7
2
22
48
23
5
3
Die aktuelle HISBUS-Umfrage beschäftigt sich mit dem Thema Lebensentwürfe und -ziele. Es geht um Ihre Ziele im Leben ganz allgemein, um Ihre
Vorstellungen zur Familiengründung im Besonderen und um Ihre Vorschläge, wie die Hochschulen familienfreundlicher gestaltet werden können.
In den letzten Monaten ist das Thema Familienförderung wieder ins Zentrum politischer Debatten gerückt. Mit unserer Befragung erhalten Sie die
Gelegenheit, sich mit Ihren spezifischen Erfahrungen in diesen Diskurs einzumischen.
Wie stark haben Sie sich für die Zukunft die unten genannten
Ziele gesetzt?
Zukunftsziel: • in fachlicher Hinsicht Überdurchschnittliches zu leisten.
sehr stark
2
3
4
überhaupt nicht
30
RANDAUSZÄHLUNG
insgesamt
weiblich
in %
männlich
Zukunftsziel: • eine leitende Funktion zu übernehmen.
sehr stark
2
3
4
überhaupt nicht
17
40
28
12
4
11
41
28
14
6
21
39
27
9
3
Zukunftsziel: • Anerkennung im Beruf zu erwerben.
sehr stark
2
3
4
überhaupt nicht
32
53
11
3
1
34
56
8
3
0
30
51
14
3
1
Zukunftsziel: • mich der Familie widmen.
sehr stark
2
3
4
überhaupt nicht
27
40
23
8
2
23
42
25
8
2
31
38
21
8
2
31
RANDAUSZÄHLUNG
insgesamt
weiblich
in %
männlich
Zukunftsziel: • mich für andere Menschen einzusetzen.
sehr stark
2
3
4
überhaupt nicht
20
43
27
9
2
21
45
27
7
1
19
41
26
11
2
Zukunftsziel: • mich politisch zu engagieren.
sehr stark
2
3
4
überhaupt nicht
7
17
26
31
18
4
12
29
34
21
10
21
24
29
16
Zukunftsziel: • das Leben zu genießen.
sehr stark
2
3
4
überhaupt nicht
40
42
16
2
0
44
43
12
2
0
37
40
20
2
0
32
RANDAUSZÄHLUNG
insgesamt
weiblich
in %
männlich
Lebensglück: • dass ich studieren kann.
sehr stark
2
3
4
überhaupt nicht
18
36
26
12
7
19
38
24
12
7
18
35
28
12
7
L.-glück: • dass ich schöpferisch sein, Neues entdecken, etwas erfinden kann.
sehr stark
2
3
4
überhaupt nicht
18
32
29
17
4
17
29
32
17
4
18
34
27
17
5
Lebensglück: • dass ich eine interessante Arbeit habe.
sehr stark
2
3
4
überhaupt nicht
48
45
5
1
0
52
43
4
1
0
45
47
6
1
0
Inwieweit hängt Ihr Lebensglück von dem unten Genannten ab?
33
RANDAUSZÄHLUNG
insgesamt
weiblich
in %
männlich
Lebensglück: • dass ich viel verdiene.
sehr stark
2
3
4
überhaupt nicht
4
30
42
19
5
3
28
43
21
5
5
31
40
17
6
Lebensglück: • dass ich kulturell aktiv sein kann.
sehr stark
2
3
4
überhaupt nicht
12
37
30
17
4
13
44
27
14
2
11
31
33
19
6
Lebensglück: • dass ich Kinder habe.
sehr stark
2
3
4
überhaupt nicht
24
31
24
12
9
31
29
23
10
8
19
32
25
14
10
34
RANDAUSZÄHLUNG
insgesamt
weiblich
in %
männlich
Lebensglück: • dass ich beruflich meine Leistungsfähigkeit beweisen kann.
sehr stark
2
3
4
überhaupt nicht
14
50
26
7
2
15
57
22
4
2
14
45
30
10
2
L.-glück: • dass ich mich für andere einsetzen, mich sozial engagieren kann.
sehr stark
2
3
4
überhaupt nicht
11
36
34
15
3
13
41
33
11
1
10
32
34
19
5
Lebensglück: • dass ich Karriere machen kann.
sehr stark
2
3
4
überhaupt nicht
6
31
37
19
7
6
29
35
22
7
6
32
38
16
8
35
RANDAUSZÄHLUNG
insgesamt
weiblich
in %
männlich
Lebensglück: • dass ich eine erfüllte Partnerschaft habe.
sehr stark
2
3
4
überhaupt nicht
68
24
6
2
1
72
20
6
1
0
65
26
6
3
1
Lebensglück: • dass ich fachlichen Problemen selbständig nachgehen kann.
sehr stark
2
3
4
überhaupt nicht
27
51
19
3
1
26
52
19
3
0
28
51
18
3
1
Haben Sie Kinder?
ja
nein
6
94
6
94
6
94
Studierende mit Kind: Wie viele Kinder haben Sie?
1
2
3
4
77
11
10
2
78
6
17
0
76
16
4
4
36
RANDAUSZÄHLUNG
insgesamt
Studierende mit Kind: Wie alt ist Ihr jüngstes Kind?
Mittelwert in Jahren
Wie viele Kinder möchten Sie insgesamt einmal haben?
keine Kinder
ein Kind
zwei Kinder
drei Kinder
mehr als drei Kinder
weiß ich noch nicht
4,0
weiblich
in %
3,4
männlich
4,5
6
5
44
21
5
19
6
5
44
22
7
16
7
5
44
20
3
21
2
6
24
36
6
9
17
2
7
34
31
5
9
11
2
5
15
41
6
10
22
Welche der nachfolgenden zeitlichen Vorstellung zur Geburt eines
(ersten) Kindes trifft Ihre derzeitige Einstellung am besten?
- noch während des Studiums
- unmittelbar nach Studienabschluss
- erst nach ausreichenden Berufserfahrungen
- erst, wenn ich sichere berufl. Position/sicheren Job habe
- erst, wenn Partner(in) sichere berufl. Position/sicheren Job
- Zeitpunkt ist gleichgültig
- dazu noch keine Gedanken gemacht/keine Vorstellungen
37
RANDAUSZÄHLUNG
insgesamt
weiblich
in %
männlich
• unter drei Jahre alt ist
- ganztägig berufstätig sein/studieren
- teilzeit berufstätig sein/studieren
- nicht berufstätig sein/studieren
27
51
21
7
55
38
45
48
7
• im Vorschulalter ist
- ganztägig berufstätig sein/studieren
- teilzeit berufstätig sein/studieren
- nicht berufstätig sein/studieren
45
52
3
24
71
5
64
35
1
• im Grundschulalter (bis 4. Klasse) ist
- ganztägig berufstätig sein/studieren
- teilzeit berufstätig sein/studieren
- nicht berufstätig sein/studieren
64
35
1
46
53
1
80
19
1
Welche Vorstellungen haben Sie von Ihrer Tätigkeit,
wenn Ihr (jüngstes) Kind ...
38
RANDAUSZÄHLUNG
insgesamt
weiblich
in %
männlich
• unter drei Jahre alt ist
- ganztägig berufstätig sein/studieren
- teilzeit berufstätig sein/studieren
- nicht berufstätig sein/studieren
27
44
28
51
44
5
7
45
49
• im Vorschulalter ist
- ganztägig berufstätig sein/studieren
- teilzeit berufstätig sein/studieren
- nicht berufstätig sein/studieren
40
52
7
67
32
1
17
70
13
• im Grundschulalter (bis 4. Klasse) ist
- ganztägig berufstätig sein/studieren
- teilzeit berufstätig sein/studieren
- nicht berufstätig sein/studieren
59
38
3
79
20
1
40
55
5
46
54
51
49
41
59
Welche Vorstellungen haben Sie von der Tätigkeit Ihres Partners/
Ihrer Partnerin, wenn Ihr (jüngstes) Kind ...
Studierende mit Kind: Haben Sie Ihr Studium für die Betreuung eines Kindes
unterbrochen?
ja
nein
39
RANDAUSZÄHLUNG
insgesamt
weiblich
in %
männlich
Studierende mit Kind:
Wenn ja, wie lange haben Sie Ihr Studium unterbrochen?
Mittelwert in Monaten
12,0
10,6
13,4
87
7
6
87
13
0
87
2
11
3
10
36
6
9
3
5
28
3
22
28
0
14
0
9
24
4
0
42
11
5
5
1
31
Studierende mit Kind: Wo wohnt Ihr (jüngstes) Kind während des
Semesters in der Regel?
- bei uns (meinem/r Partner(in) und mir)
- bei mir (wenn getrennt wohnend bzw. alleinerziehend)
- beim Vater/ bei der Mutter (wenn getrennt lebend)
Studierende mit Kind: Von wem wird Ihr (jüngstes) Kind betreut, wenn Sie
sich um Ihr Studium/Ihren Job kümmern?
- das Kind bleibt allein, wenn ich abwesend bin
- von mir, da ich überw. zu Hause studiere/arbeite
- von (Ehe-)Partner/in
- vom Vater/von der Mutter (wenn getrennt lebend)
- von den Großeltern
- von einer Tagesmutter
- in einer privat organisierten Kindergruppe
- in Krippe, Krabbelstube, Kindergarten, -hort o.ä.
40
RANDAUSZÄHLUNG
insgesamt
weiblich
in %
männlich
11
26
22
18
11
12
8
25
24
20
13
10
14
28
19
15
9
15
3
14
18
22
14
29
4
17
15
20
14
30
2
12
20
24
14
28
Wie ist Ihre Meinung zu folgenden Aussagen über ein Studium mit Kind?
• Studium und Kind sind auf Grund der hohen zeitlichen Belastung durch Studium
und Kinderbetreuung nicht miteinander vereinbar.
stimme vollkommen zu
2
3
4
stimme überhaupt nicht zu
kann ich nicht beurteilen
• Die Kinderbetreuung lässt sich mit Hilfe von MitbewohnerInnen und Freunden
gut organisieren.
stimme vollkommen zu
2
3
4
stimme überhaupt nicht zu
kann ich nicht beurteilen
41
RANDAUSZÄHLUNG
insgesamt
weiblich
in %
männlich
4
15
18
24
25
14
7
19
19
22
21
12
2
11
18
25
29
15
1
3
5
13
44
34
1
4
5
15
44
31
1
2
5
11
44
37
• Während des Studiums ein Kind zu haben ist günstig, weil man in der Zeiteinteilung flexibel sein kann.
stimme vollkommen zu
2
3
4
stimme überhaupt nicht zu
kann ich nicht beurteilen
• Die Interessen von Studierenden mit Kind(ern) werden bei der Terminplanung
für Vorlesungen und Seminare berücksichtigt.
stimme vollkommen zu
2
3
4
stimme überhaupt nicht zu
kann ich nicht beurteilen
42
RANDAUSZÄHLUNG
• Im Umfeld der Hochschule gibt es genug Betreuungsangebote für Kinder.
stimme vollkommen zu
2
3
4
stimme überhaupt nicht zu
kann ich nicht beurteilen
insgesamt
weiblich
in %
männlich
1
6
12
18
18
45
2
6
11
19
18
44
1
5
13
17
19
46
1
12
13
18
14
42
1
12
14
18
17
38
1
12
13
18
11
45
3
19
24
15
6
33
3
18
23
17
7
32
4
20
25
14
5
34
• Die Lehrkräfte an der Hochschule haben Verständnis für die besonderen Belastungen von Studierenden mit Kind(ern).
stimme vollkommen zu
2
3
4
stimme überhaupt nicht zu
kann ich nicht beurteilen
• Studierende mit Kind(ern) werden von den Kommilitonen unterstützt.
stimme vollkommen zu
2
3
4
stimme überhaupt nicht zu
kann ich nicht beurteilen
43
RANDAUSZÄHLUNG
insgesamt
weiblich
in %
männlich
• Die Atmosphäre an der Hochschule ist kinderfreundlich.
stimme vollkommen zu
2
3
4
stimme überhaupt nicht zu
kann ich nicht beurteilen
2
6
17
30
25
20
2
6
19
30
26
18
2
6
16
31
24
22
• Ein Studium mit Kind ist aus finanziellen Gründen nicht empfehlenswert.
stimme vollkommen zu
2
3
4
stimme überhaupt nicht zu
kann ich nicht beurteilen
26
29
12
9
6
18
22
30
13
10
6
18
30
28
11
7
5
18
85
12
3
97
3
0
76
19
5
Studierende mit Kind:
Wenn Sie nochmals vor der Entscheidung stünden, ein Studium mit Kind zu
absolvieren, welchen Weg würden Sie wählen?
- wieder mit Kind studieren
- das Studium abbrechen
- meinem/r Partner(in) Studienabbruch nahelegen
44