Correspond ncia amb G. Luk cs i A. Heller

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Barcelona (Spanien), den 15.3.1963.
Herrn
Prof.Dr.G.Lulcács.
Sehr geehrter Herr P~ofessor!
Ver einigen Tagen haba ich Ihr Vor-
:0
.J
wort zur spanischen Ausgabe des JunRen He~l erhalten.
Als blosser
Ubersetzer, dar freilich nicht dazu berufen ist, Satze des Autors inhaltlich zu kritisieren, dar atar in Binar ~~deren Welt lebt undphilosophisch ringt als die, worin Sie leben und ringen, wage ich, Sie
auf die Hefremdung aufmerksam zu machen, die hier in diese;¡:-Welt die
vorbehaltslose Gleichsetzung dar stalinschen mit dar neopositivistischen
Wirklichkeitsentfremdung, bzw. -verflüchtigung seitens eines Lukács
untar sehr werten Leuten hervorrufen wird.
Ich bitte Sie um Verzeihung für diese scheimbare Anmassung, die keine
ist, sondern bescheidener Versuch, die bittere Lage nicht nQbñ zu verschlimmern. Selbstverstandlich werde ich auf jedem Falle das Vo~vort
peinlich genau übersetzen. Nur würde ich einige Bestatigungs- oder
(h5ffentlich)
Veranderungazeilen ven Ihnen sehr dankbar lesen.
In dieser Erwartung bleibe ich
Ihr ergebener,
('
den 15 September,1973
Sehr geehrter
Herr Professor
Sacristán,
Ich wende mich an Sie -nach einer
langgn& Zeit-
Wie ich durch Vermittlungen
Silla meine Bücher -Das Alltagsleben
Renaissance-Mensch
dar eigenen
jetzigen
seine
-bei
hora,
Ihnen zur Entscheidung.
Werke im~e sine
Situation.
Budapester
mit eiller
Natürlich
Scrge des verfassers,
Nur kurz darüber.
Schule genannt
praktischen
ist
besonders
Zusammen mit all
Bitte.
und
das Schicksal
so atar
denen,
in meinem
die van Lukács
wurden, haba auch ich meine Stellung
I
bei dar
.
Akademie variaran,
ala Rechts-
dass'ich
selbstgewahlte
baten
für
meine
Sie mir geschrieben,
~~ruch
dort,
und Linksabweichler,
Ideen
hespekt
wo wir Silla.
Sie mich llichi
ob~~1ttiv-wissenscahaftlichen
deshalb,
um zu erklaren,
Mann- arbeitslos
wichtig
r
falsch:
beson~ers
Selbstkritik
Sacristán,
beben,
Ich glaube,
una mit Rosa Luxemburg saga: Ultra
Verstehen
llichi
lieber'Professor
für siTIen besonderen
wir konnen,
I
für die Sünde,
I
üben wollte.Einmal
daga
Sie keinen
nur machen wir alle
das,
daga ich das meinige
hxl!!xlIJ&,
I
was
getan haba,
posas nema obligatur.
diese
Ele~ente
~- Beurteilung-von
~ --
in dar jetzigen
spielen
keine Ralle
-- Werken. Ich erwahnte
1age,
in einer
sie nur
wo ich -zusammen mit meinem
biD, warum die relativa
schnelle
Mit herzlichen
Grüssen,
Ihre
Entscheidung
für micho
ist.
~~~
/Agnes Heller/
4A3'1
f~t
~~(7s/~'~
1",,1
/~,
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.
I
~I
-----
den 28 Januar,1972
Sehr verehrter
Herr Sacristán,
AIs ich mein erstes spanisches Buch in Handen
hielte,
war vielleicht
meine Berührung anlasslich
Ihres Vorwortes grosser ala meine Freude. Natürlich
kann ich den Text llichi vollig verstehen,
nur sein
Wesen. Dies aber war genñgend für mich, um die
g rosste Dankbarkeit Ihnen gegenüber zu fühlen.Seien
Sie davon überzeugt,
daga lcn es ganz ernst genommen habe, als lch schrieb:
die wissenschaftliche
S~pathie
eines Menschen wie Sie sind, ist die
~osste
Verehrun~ meiner Philoso~hie.
, ) hore, daga Ihnen gesundheitllch
jetzt llichi
~nz gut geht. Ich wünsche Ihnen eine baldige und
vollige Genesung mit vollem Herzen.Falls
icn etwas
dafür machen konnte, Ihre Lage zu erleichtern,
konnen Sie mit mir una mit unserer budapesterFamilie immer rechnen.
.
Mit freundschaftlichen
Grüssen,
i
Ihre
I
I
/A~l~
b~fB-;J
r
RM~C:.
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.
J4 i-L. 4~-
den 14 Juni,
1971
Lie ber ~'reund,
Vie1en Dank für die warmen Worte an1ass1ich des
Todes meines unvergess1ichen
Freundes und Meistara. Wie grasa dar Verlust ist,
ranga ich
an nur jetzt -nach dem ersten Schock~ wirklich
fühlen. Yiel!eicht
be~eutet es etwas.. für Sie r
daga Lukacs libar Sle lmmer mit den warmsten AUSdrücken sprach, nicht nur ala einan Fachkollegen,
sondern auch über jemandan dar bezüglich sainar
wichtigsten
theD~etischer
ntentionen
ein Ver~ bÜlldeter war. Die Welt hat nicht nur einen dar
-' grossten Geister des Jahrhunderts
ver1oren,sondern auch einen Mann, dessen Leben in vielerlei
Hinsichten representa ti v war. Díes vergrossert
nur unseren Schmerzen: sein Mangel wird immer
..x
t
fühlbarer.
.
Herz1ichste
Grüsse,
Ihre
/A~
f'
H~
RECia/DO
~~
2 1 J""
...," 1 I
e" nt: "" "" " .
.......
22, Februar,1971
Herrn Frof. Manuel SacristÁn
Ediciones Grijalbo
Lie ter
Ja.
~'reund,
Sie baten
recht:
Doch herzliche
1eh bate
schicken
einige
ein Hingeres
was man kann, dort,
Grüsse an Sie una vielen
sehon -dureh
an Grijalbo
Jetzt
man maeht,
Saehen. Parallel
Rssay /Hypothese
van Grijalba.
Vorerst
wollte
ich dies
kommt
Werttheorie/
zusammen mit
weil ich van 1hnen informiert
im Druck ist,
Sie die unabhangige
Publikation
warte ich 1hre Meinung.
dieses
biD,
ob
Essay dem Herrn Grijalbo
werden.
F,ndlich will ich Ihnen mitteilen,
deutsehen
mi t diesem Brief
zu BinAr marxistisehen
dass das Bandsehon
empfehlen
Biographie
lassen.
den anderem herausge ben. je tz.
"'"'
Dank für die Ubersetzung.
ART1SJUS- meine wissenscahftliche
prosaisehe
an die Adresse
wo man ist.
Übersetzung
dass ieh den ersten
des Alltagslebens
/zirka
samrnen rnit dem Vorwort van Georg Lukács/im April
una van April
an werde ich sukzessiv
Vielen
die Teile
Teil der
150 Seiten.
schicken
zukann,
des Buches liefern.
Dank una warmA freundsehaftliche
Grüsse,
I
Ihre
/Agn~l~
1'"'-
RECIBIDO
2 5 FEB. 1971
Cont:
...........
L-I
den 23, Oktober,1910
Verehrter Herr Professor Sacristán,
1ch wende rnich an Sie um die Situation klaren
zu konnen. 1ch haba a l le Bedingungen des Herrn
Grijalbos
angenornrnen. Professor
Lukács hat Bina
absolut ~ositive Antwort auf salDen Brief in dar
Sache rnelner Bücher enthalten.
1ch aber kann
keine klare Antwort bekommen, so verstehe ich BUS
dar ganzen Sache nichts.
/Nun mochte ich nur zwei Fragen klaren. Erstens:
ist Herr Grijalbo wir;lich
oereit,
rnit mir einen
Vertrag zu schliessen.
Falls ja, 1st er in meinem
Essaybuch /Wert und Geschichte/
intaressiert
oder
nicht? Sia kennen ja das Buch, weil ich es 1hnen
joder besser gesagt: einen Tell des Buches, die
deutsche V8rslon~ Alltag und Geschichte/
geschickt
habe.. 1ch bitte ;:>ie sehr, um mlr die wlrkliche
18ge klaren zu k
x helfen. Die jetzige
Situatlon ist mir desto unbequemer, weil ich den Uberse~zeri!lnen.~auf
Herrn Gri~albos Ve!spre~hen
stutzendnlch1 gezaITit""1rn.oe..WmIn-rch slchgr
ware, daga BUS den Vethandlungen nichts herauskornmt, werde ich die Ubersetzung 1hnen natürlich
BUS rneinem eigenen Geld zahlen. Aber ich brauche
Bina definitiva
una klare Antwort.
Verzeihen Sie mir, daga ich Sie so vial storejdas
Erscheinen rneiner Bücher in spanischer
S~rache
.
r
ist
mirnicht
BUS finanziellenGrÜDden
1ch glaube, dass Sie meinen Standpunkt
werden.
Kit vielen Dank und herlichsten
/A~e~
wlc htig.
verstenen
Grüssen¡
f
~"
~
Verehrter
..
Nov. 30. 1970
I
~
Herr Professor
Sacristán,
1ch ha1te es für meine Pf1icht,
um nicht nur
meine ausserste
Dankbarkeit 1hnen gegenüber,
sondern auch meine Verehrung für Sle auszudrücken.
Die theoretische
Sympathie eines Menschen mit
Binar solchen Ha1tUng ist die baste, die wichtigsta Kritik meiner~ScIiriften.
Besonders vielen
Dank für die Ubersetzung.
las die konkreten Fra en betrifft:
ich binanz
zufrieden,
wenn mein ~uch in dar deutschen 'ersio J
erscheint,
al so mit dem Titel Alitag und GesChlCh~
-
I
..
"
teh
und mit
1nhalt.
lC das
Banddemse1ben
er~zen
wollte,
Vas Essay, mlt
lHypothese
zu dem
Binar marxistischen
Werttheorie/'lst
allerdings
so lang, daga Bina selbststándige
Ausgabe ratloneller ware. 1ch werde den deutschen Text an die
Adressevon Ediciones Grijalb O, an 1hren Hamen,
schicken lassen./1ch kenne 1hre Adresse nichtl.
Bezüglich dar technischen Fragen werde
ich an Herrn Grijalbo schreiben und durch ART1SJUS al1e Einzelheiten arrangieren lassen.
I
.
1ch übergebe 1hnen gleichzel tig die warmsten
Grüsse van Georg LuRács, dar immer mit dar
grossten SympatIiie an Sie denkt.
Mit Dankbarkeit una freundschaftlichen
Grüssen:
I
I
/Agn~;t1'
í""
REC\B\DO
-- 1 t}\e \910
ton", ...........
~
Verehrter
Ich haba
Herr Professor
die Probeübersetzung
mei~es
gescñickt
an Ihre Adresse
sicher
(titte,
Sacristán!
ganz
war, dass die Sache an Sie angekommen
ist.
Sie mir,
Mit
dass ich Sie so oft store.
freundschaftlichen
/Agnel}K'll~
Budapest,197o, 11,Juni
(\
nochmals
weil ich nicht
verzeihen
via Artisjusp
Buches
Grüssen:
Sehr verehrter
den l. Jun; ,1970
Herr Prora ssor Sacr; stán!
1 ch danke sehr für I tren li e benswürdi gen Bri e f
una für a11e Ihren Bemühungen im'Interesse
meiner
Bücher. 1ch hoffe, dass Si e i.n~wi schenedi e Probe-
Übersetzung bekommenbaten,
weil -wie 1ch van
ART1SJUS infarmi ert bi n- di e Sache am 6.:.ten Mal
auf di e "Post gegeben wurde."lch nütze die Angelegenhei. t, um lImen mtizutei len, dass meín Lehrer
una verehrter
Freund, Professor
Lukács-bereit.;
st,
r\ ein Vorwort zu metnen Büchern zu schretben.
Hof\ r fentJ5 ch werden. Ste in ei ni gen Tage imstande se; n,
die tJbersetzungzu
überprUfen,
una Herrn Grijalbo
!lm e';ne endgül tiege Entschei dung zu bi tten. l ch
werde Ihnen, verehrter
Herr Professor
Sacristán,
als Zetchen meiner Freundschaft
una Dankbarkett,
me; n deutsches Essaybuch Mitte Juni SChiecken.
Mit freundschaftli
aten Grüssen:
.
/Agn~H~
n
&;
/
den 8, Mai,1970
Professor Sacristan,
.
Sehr geehrter
Ich habe zwei Bi tten an Sta. Erstans:
~~
bi tta,
schickan Sta das Kapi tal me!nes Buches "Alltags...
---.
le¡ben",
---
"La conna! ssance des tous les jours"
fin franzosi schl t das i eh Ihnan früher gaschi cki
haba, sn l. Francois Irval,
Editions Gallimard.
Pari s 1, 5 Rue Sebastian Bottin. Ich habe keine
franzosiebhe
¡opte
mehr,
Gallimard baschaftigt
una dar Verlag
sich jetzt
BUcherh. Zwaitens: ich bofia,
tibersetzung
Sia
I
mit mainan
dese die Probe-
Sie sehon errei eht bate Ieh bi tte
und such den verahrtan
Herrn Grijslbol
um sine baldige tlberprUfung des Te.tes,
f'
~
wennn aie mit ihm zufriedan
trsg mit unsbeidan
mirl tu schliessen.
Bina, um dan Var-
Imi t der tlbersetzenn
Vielan Dank für alIas
~~
~
p.bl J-
~w...' ~
x.J!1
/w-1. ,"" tr.r
und ]1
una baste GrUssa:
IAgnas Hallarl
I
und
den 15, Juni,1970
Verehrter Herr Professor
Sacristán,
VieIen'Dank für Ihre Bemühungen bezügIichmeiner
Bücher. Ich bedauere sehr, daga Sie auch die
zweite ProbeübersetzQng
ungenügend haIten.
Einen
besseren spanischen Ubersetzer kann ich hier in
I
Ungarn wirKIich nicht
I
rinden.
In dieser
Lage biD
('3D natürlich
nicht dagegen, dass dar Verlag GrijaIba die Ubersetzungen mit den gewahnten Mltarbeitern
vom franzasischen,
englischen
caer
deutschen Text machen Iassen will. Die Problema
Silla hier die folgenden.
1ch besitze bis heute
weder
Renaissance-Buch,
noch vom
einen vom
kompletten
fremdsprachigen
Text.Alltaysleben
~er ag
Plan will mein BuQh über die Renaissance verotfentlichen,aber
dar Ubersetzer kann mit dar Arbelt
nur im Oktober beginnen / Routledge and Kegan Faul
interessiert
sich auch dafür, aber -falle
ein Vertrag zustandekomrnt- wird die englische
Ubersetzung
aucn nur im Spatherbst
beginnenl.
Dasselbe kann
ich über A1Itagsleben
sagen. Editori Riuniti will
~s herausgeben,
und ~TM~ auch Luchterhand.
Beide
Ubersetzungen werden nur im Spatherbst
beginnen.
Falls Verlag Grijalbo es annehmbar findet,
dass
ich ~iese Texte van ungefahr November an im Tempo
fl4r Ubersetzungen schicke, dann sebe ich meiner,its kein Hindernis um einen Vertra~ zu schliessen.1
Bitte
schreiben Sie mir, ob Herr Grljalbo días
akzeptierbar
findet,
una ob auch ein ltalienischer
Text brauchbar sei.
Nun haba ich noch einen Vorschlag.
Ich haba namlich
ein drittes
Buch, ein Essavband mit dem Titel
Wert una Geschichte,
van weIchem ich schon heute
elnen komuletten !remdsprachigen
Text besitze.Ein
Teil daVQll erscheint
eban jetzt bei Luchterhand,
mit dem 1itel Alltag una Geschichte
días werde
ich Ihnen sowieso schlcken lassen. Die übrigen
Silla auch alle weder deutsch caer englisch caer
franzosisch
zu erreichen.
Diese Essays Silla die
folgenden: Hypothese zu einer marxistischen
Wert-
I
,
I
I
I
I
I
J
r
theorie,
Di~ S~ru~tur de~ Alltagsl~b~ns, Die
Stelle dar ~thlk 1m MarXlsmus
Indlvlduum und Gemeinschaft, Gegen die Mythen..der Technik, Die
Kritik dar "RoIlentheorle",
Uber die VorurteileJ8:,
Die Marxsche Revolu~ionstheorie
und die Revolution
Uber die Zukunft dar sexuellen
des Alltagslebenx
Beziehungen,
Fami r ienform und Kommunismus,
1st
~arxi8mus
sine Heilslehre?,
Glaube oder Vertrauen,
(~e
moralische Sendung des Philosophen. Wenn Verlag
~rijalbo für dieses Band interessieren
würde, dann
konnten Sie die Ubersetzungen
schon jetzt machen
lassen. Falls ich van Ihnen sine bejahende Antwort
bekommen würde, konnte ich den kompletten Text
in zwei Wochen schicken.
Noch
einmal
vielen
Grüa se :
Dank una herzliche
A.v:c
~
/AgnesHelle~
(")
I
I
I