Internet Business Solutions Group Stadt Hamburg – „Win-Win“ für Stadt und Bürger "Die Anzahl der Benutzer zählt für uns, und nicht etwa die Anzahl der Services. eGovernment darf nicht esoterisch sein – auf einfachen Zugriff kommt es an. Unsere eGovernment-Strategie und unser Angebot sind genau darauf ausgelegt.” Diether Schönfelder, Leiter eGovernment, Stadt Hamburg Eine moderne Stadt Internationaler Handel war schon immer von zentraler Bedeutung für die Stadt Hamburg. Das war bereits zu Zeiten der Hanse so, des Handelsbundes, zu dem viele mittel- Z U S A M M E N FA S S U N G Hintergrund Mit 1,7 Millionen Einwohnern ist Hamburg die Insgesamt 97 Konsulate sind in Hamburg angesiedelt. Ein klares Zeichen dafür, dass die Stadt nach wie vor ein blühendes und weltoffenes Handels- und Wirtschaftszen- zweitgrößte Stadt Deutschlands. Sie ist eines von 16 trum ist, von dem aus viele Geschäfte mit alterliche Städte in Deutschland und rund deutschen Bundesländern. Die Stadt hat ein einheit- dem Rest der Welt abgewickelt werden. um die Ostsee gehörten. Heute ist Hamburg liches System für die Auswahl, Verwaltung und Viele internationale Unternehmen haben die führende deutsche Stadt in punkto Kontrolle aller IT-Ausgaben in der Stadt und den sich für Hamburg als Sitz ihrer Europazen- Außenhandel und kann ein Bruttoinlands- Regionen, für die sie verantwortlich ist. Auf Grund trale entschieden. Zu den wichtigsten Bran- produkt aufweisen, das doppelt so hoch ist dieses Systems ist die eGovernment-Strategie der chen der Stadt gehören Banken und wie der deutsche Durchschnitt. Hamburg ist Stadt leistungsfähig und zielgerichtet. Versicherungen, Transport und Fertigungs- die zweitgrößte Stadt in Deutschland, in deren Einzugsgebiet 3,5 Millionen Menschen leben. Außerdem empfängt die Stadt jeden Tag mehr als 150.000 Besucher. industrie. Der Hochseehafen ist der zweitHerausforderung Die Bereitstellung von einfachen und pragmatischen Zugriffsmethoden auf Informationen und Services der Behörden, inklusive Transaktionen, rund um die Uhr, und zwar unter Vermeidung der Hamburg ist eine moderne Stadt, die aus einer gelungenen Mischung aus Erhaltung größte in Europa, wenn es um die Abfertigung von Containern geht und stellt ein Zentrum für den Handel mit Mittel- und Osteuropa dar. Probleme, die mit dem Gebrauch von digitalen Zertifikaten einhergehen. der vorhandenen Substanz und innovativer Einmaliges eGovernment Finanzierungssystem Architektur besteht. So wurden etwa um Lösung Seit zehn Jahren hat die Stadt Hamburg den ehemaligen Industriehafen herum ganz Mit Cisco in beratender Funktion hat die Stadt Ham- ihre IT-Infrastruktur auf einfache (und ver- neue Viertel gebaut. Heute sind hier palast- burg eine zweijährige Roadmap erstellt, die alle zen- mutlich einmalige) Art und Weise verwal- artige Bürogebäude, weitläufige Promena- tralen und lokalen Ämter sowie alle allgemeinen tet. Dies ermöglicht eine einheitliche und den und Einkaufszentren zu finden, ebenso und abteilungsspezifischen Projekte abdeckt. Nach durchgängige IT-Strategie. Die entsprechen- wie die alten Lagerhallen an den Kanälen. Analyse der Vorgehensweisen in anderen europäi- de Finanzplanung sorgt für die notwendige schen Ländern hat Hamburg ein eGovernement Das Stadtgebiet deckt 755 Quadratkilometer ab. Dies entspricht etwa siebenmal der Gateway entwickelt, das einen einzigen, sicheren Zugriffspunkt für alle Informationsdienste und Transaktionen der Behörden bietet. Größe von Paris und zweieinhalb mal der Konzentration auf das Wesentliche, so dass alle IT-Ausgaben von zentraler Stelle geplant und kontrolliert werden. Die Gefahr von Duplizierung, Inkompatibilitäten und Größe Londons. Die Bürger genießen hier Ergebnisse Verschwendung wird hierdurch praktisch einen außergewöhnlich hohen Lebensstan- Mit Hilfe des Hamburg Gateway hat die Stadt es vermieden. dard. So stehen jeder Person durchschnittli- erreicht, ihren Bürgern und den Einwohnern der che 30 Quadratmeter Lebensraum zur Ver- benachbarten Regionen bessere Services zur Verfü- Keine der lokalen Hamburger Behörden hat fügung, mehr als in jeder anderen deutschen gung zu stellen. Hinzu kommen Kosteneinsparun- ihr eigenes IT-Budget. Ein spezieller Mecha- Stadt. 14 % der Stadtfläche bestehen aus gen und verbesserte Geschäftsabläufe über die nismus sorgt dafür, dass der IT-Anteil her- Parks und Freizeitanlagen. unterschiedlichen Methoden für die Bereitstellung ausgerechnet wird, bevor die Finanzmittel von Services hinweg. einzelnen Abteilungen wie Justiz, Finanzen FA K T E N Gemeinsame Systeme und offene Grenzen Das föderale deutsche System kann zur Duplizierung von Ressourcen Als blühende Geschäfts- und Kulturmetropole hat die freie Hanse- in benachbarten Bundesländern führen: Hamburg hat dieses Problem stadt Hamburg 1,7 Millionen Einwohner und etwa 150.000 Besucher umschifft, indem es sein eGovernment-Gebiet bilateral über die pro Tag. 3,5 Millionen Menschen leben im Einzugsbereich der Stadt. benachbarten Länder Schleswig-Holstein und Niedersachsen ausgeweitet hat. Als zweitgrößte Stadt Deutschlands ist Hamburg die Nummer Eins im Außenhandel, Service- und Distributionszentrum für Nordeuropa und Standort für zahlreiche ausländische Unternehmen. Die Bürger profitieren von dieser Zusammenarbeit; besonders diejenigen, die täglich in die Stadt kommen und keine Zeit haben, ihre Ämter Ursprünglich verdankte die Stadt ihren wirtschaftlichen Erfolg ihrer am Wohnort aufzusuchen. Anfang nächsten Jahres werden Pendler in Rolle als wichtigster Seehafen Deutschlands. Gemessen an der der Lage sein, in ein Büro der Stadt Hamburg zu gehen und dort Behör- Abfertigung der Container ist der Hafen heute Nummer 7 weltweit denangelegenheiten für ihren eigenen Wohnort zu erledigen. Realisiert und Nummer 2 in Europa. Zu den wichtigsten Branchen gehören wird dies durch ein sicheres Netzwerk auf Basis von XML-Anwendun- Banken und Versicherungen. Außerdem haben in Hamburg 41 der größten deutschen Fertigungsunternehmen ihren Sitz. gen, das die gemeinsame Nutzung von Daten ermöglicht. Die Daten werden an einem Standort, in diesem Falle in Hamburg, eingegeben Die europäische Union und die wirtschaftliche Liberalisierung der und dann an einem anderen Standort, der Behörde im Wohnort, verar- Osteuropäischen Staaten tragen weiter zum Wachstum der Stadt beitet. bei. Auf Grund der Seewege nach Osteuropa und Skandinavien sowie der Binnenschifffahrtswege und Schienenverbindungen in das Herz Europas ist Hamburg ein Zentrum des Ost/West-Handels. Die Zusammenführung der IT-Provider für Hamburg und SchleswigHolstein wird zu weiteren Einsparungen führen. Es handelt sich hierbei um öffentlich-rechtliche Unternehmen, die als eigenständige Organisa- oder Interne Angelegenheiten zugewiesen werden. Das so zusammen- tionen mit ihren eigenen Finanz- und Buchhaltungssystemen organi- laufende Budget wird von der Finanzbehörde verwaltet, die auch für siert sind. Sie erbringen Dienstleistungen für privatwirtschaftliche eGovernment verantwortlich ist. Finanzmittel werden dann aus dieser Unternehmen und verwalten die Infrastruktur in den Gebieten, die von zentralen Quelle verteilt. Hamburg abgedeckt werden. Ab Anfang 2004 wird das zusammengeführte Unternehmen dataport Services für Behörden und Unternehmen Ein zentraler Ausschuss, der auch für die Verwaltung und Überprüfung zweier benachbarter Bundesländer anbieten. von Entwicklungsausgaben zuständig ist, trifft alle IT-Investitionsentscheidungen. Jede Abteilung, die ein IT- oder eGovernment-Projekt Für die Bürger der Stadt Hamburg und ihre Nachbarn stehen zwei zen- starten möchte, muss im Einzelfall ihre eigenen Vorschläge entwickeln trale Projekte an, erläutert Jörn Riedel, Leiter Netzwerkarchitektur und und eine Wirtschaftlichkeitsberechnung vorlegen, die dann in eine IT bei der Stadt Hamburg. „Die Internet-Plattform hat sich in den ver- Applikationsdatenbank kommt. Alle Projekte werden einheitlich auf gangenen sechs Jahren sehr positiv entwickelt und unterstützt heute die ROI und Kosteneinsparungen überprüft. zweitgrößte Web-Site in Deutschland mit mehr als 10 Millionen Seitenaufrufen pro Monat.“ Diese Web-Site wird von öffentlichen und priva- Diether Schönfelder, Leiter eGovernment bei der Stadt Hamburg, ten Anbietern betrieben (Public/Private Partnership) und spiegelt alle erklärt dies wie folgt: „Jede Abteilung, die ein IT- oder eGovernment- Aktivitäten in dieser Stadt wieder, vom Buchen von Theaterkarten und Projekt starten möchte, muss dieses Projekt detailliert rechtfertigen. Hotelzimmern bis hin zu behördlichen Dienstleistungen. Jeder einzelne Fall wird überprüft, so dass wir unsere Entscheidungen aus einer Hamburg-weiten Perspektive treffen können.“ Das zweite Projekt ist das sog. ‘Hamburg Gateway’. „Dies,“ so Jörn Riedel, „wird die notwendige Online-Verbindung für alle Transaktio- Das System fordert, dass für jedes Projekt angegeben wird, wie und bis nen mit unseren Bürgern und unseren kommerziellen Kunden bieten.“ wann sich die Investitionen auszahlen. Nur wenn ein Vorschlag als rea- Öffentliche Online-Informationsdienste sind bereits äußerst erfolg- listisch beurteilt wird und der allgemeinen eGovernment-Strategie und den IT-Standards der Stadt Hamburg entspricht, kann er umgesetzt werden. Es werden jährliche Reviews durchgeführt. Es ist durchaus schon vorgekommen, dass Projekte abgebrochen wurden, weil es technologische Probleme gab oder nach den Kriterien der Stadt nicht erfolgreich umgesetzt wurden. „Jedes Projekt,“ so Diether Schönfelder, „muss in einer ‘Win-Win’ Situation enden: dies bedeutet, dass die Bürger einen besseren Service erhalten und die Stadt Geld spart.“ Dies heißt nicht nur, dass nur ausschließlich solide Projekte durchgeführt werden, die der allgemeinen Strategie der Stadt entsprechen, dieser Finanzierungsmechanismus bewirkt auch, dass ein gewisser gesunder Wettbewerb zwischen den einzelnen Abteilungen entsteht, während sie sich darum bemühen, IT-Finanzmittel zu bekommen, Kosten zu sparen und ihre Services zu verbessern. reich. Der am häufigsten genutzte, mit bis zu bestimmte Dienstleistung zu bezahlen, so füllt er ein Anmeldeformular 750.000 Hits pro Monat, unterstützt die Bürger aus und sendet es an die Behörde. Die Behörde schickt dann Autentifi- dabei, die richtigen Services zu finden. Ist eine zierungsdaten, Passwort und ID an eine Zweigstelle vor Ort. Um die Anfrage einmal eingegeben, so erscheint eine Seite Daten zu erhalten, mit denen Transaktionen online ausgeführt werden mit dem Amt in der Nähe, das sich mit dieser Ange- können, stellen sich die Bürger bei dieser Zweigstelle mit Personalaus- legenheit beschäftigt, den Öffnungszeiten, den relevanten Formularen weis oder Pass vor. Sie erhalten dann die Autentifizierungsdaten und und Informationen zu den öffentlichen Verkehrsmitteln, mit denen der sind dafür zuständig, diese sicher aufzubewahren. Bürger zu dieser Behörde gelangen kann. Weitere beliebte Services umfassen die Online-Bestellung von Geburtsurkunden, neuen Pässen Diese Daten werden wie bei einem normalen Login-Vorgang mit einem und speziellen Wahlzetteln für Wähler, die am Wahltag unterwegs sind. Benutzercode und Passwort eingegeben. Zu den Daten gehören Adressund andere persönliche Angaben. Sie sind dadurch nützlicher und Die Balance zwischen Sicherheit und einfachem Zugriff sicherer als digitale Zertifikate mit nur einem Feld. Ist der Bürger ein- Westliche Demokratien haben lange und intensiv darüber nachge- mal angemeldet, so kann er auf alle Services zugreifen und die entspre- dacht, wie sie ihren Bürgern Zugriff auf Verwaltungsdienste ermög- chenden Transaktionen ausführen. Das Gateway für die Behörden-Ser- lichen und dabei gleichzeitig angemessene Sicherheit und Ver- vices wird in Kürze einsatzbereit sein, sobald die entsprechenden traulichkeit wahren können. Die Zulassung von digitalen Zertifikaten Gesetze verabschiedet wurden. durch das Europäische Parlament hat dazu geführt, dass viele Behörden der Bundesländer auf ihren Online-Gebrauch in den Fällen beste- Das neue Hamburg Gateway verwendet ein ähnliches Modell wie das hen, in denen normalerweise eine Unterschrift notwendig wäre. Digi- Government Gateway in Großbritannien und wird Bürgern und kom- tale Zertifikate werden jedoch weder von Einzelpersonen (weniger als merziellen Kunden Verbindungsmöglichkeiten für alle Transaktionen 1 Prozent der Hamburger Bürger) noch von Unternehmen routinemä- über eine einzige Schnittstelle bieten. Jörn Riedel erläutert: „Vier- bis ßig eingesetzt. Außerdem existieren Kompatibilitätsprobleme zwischen fünfhundert Softwareanwendungen laufen auf den Back End-Syste- den Systemen unterschiedlicher Anbieter. men. Daten, die in der gesamten Infrastruktur gemeinsam genutzt werden, werden in die Bildschirmansicht für den Benutzer übersetzt. Die In Hamburg ist einfache Bedienung die Voraussetzung für Bürger-Ser- zugrundeliegende Funktionalität wird mehreren Ansichten gemeinsam vices. Deshalb war man hier der Meinung, dass eine andere Lösung sein, so dass auf die gleiche Art und Weise und mit einem ähnlichen möglich sein müsste. Der Ansatz von Cisco erwies sich hier als sehr ‘Look and Feel’ auf Funktionen zugegriffen werden kann.“ hilfreich. „Cisco“, so Jörn Riedel, „war sehr oft an unseren Diskussionen zum Thema eGovernment und Web-Technologie beteiligt.“ Nach- Alle Dienstleistungen, die Hamburg anbietet, werden elektronisch zur dem sie Vorgehensweisen in mehreren europäischen Ländern und ins- Verfügung stehen. Wurde einmal ein Account eingerichtet, so befinden besondere das britische Modell untersucht hatten, kamen die sich alle verfügbaren Daten in diesem Account. Greift ein Benutzer auf Hamburger Manager zu dem Ergebnis, dass digitale Zertifikate nicht einen Service zu und kann ein Ergebnis nicht sofort online geliefert unbedingt notwendig sind, sofern ein einzelnes sicheres Gateway zu werden, so kann sich der Benutzer zunächst einmal abmelden. Er den Web-Sites der Behörden existiert. Wurde ein strenger Autorisie- erhält dann eine Email, von der aus er zu dem Vorgang zurückkehren rungsprozess durchlaufen, so ist keine digitale Signatur notwendig, um und das Resultat einer Abfrage oder die Beendigung einer Transaktion eine eGovernment-Transaktion durchzuführen. einsehen kann. Hamburg verwendet jetzt den Post-Ident-Prozess, der auch zur Eröff- Melderegisterauskunft nung eines Online-Bankkontos verwendet wird. Will ein Bürger auf die Eines der ersten Hamburg Gateway-Projekte ist die Beantwortung der sichereren Bereiche des Behörden-Intranets zugreifen, etwa, um eine Anfragen von Firmen und Einzelpersonen zu Adressen im Hamburger Melderegister. Hamburg wird elektronischen Zugriff auf dieses Verzeichnis ermöglichen, etwa für Personen, die z.B. nach den Adressen alter Schulfreunde suchen. Die Papierversion dieses Service ist bereits sehr erfolgreich. Ein ähnlicher Service speziell für Rechtsanwälte wird ebenfalls elektronisch zur Verfügung stehen. Hier geht es um die Ermittlung der offiziellen Adressen von Personen, bevor diese verklagt werden können. Ein weiterer Service auf Basis des Melderegisters steht für Unternehmen zur Verfügung, die ihre Waren online verkaufen und welche die Adressen von nicht zahlenden Kunden ermitteln wollen. Man geht davon aus, dass auf Grund dieser Umstellung bis zu 50 Angestellte anderweitig eingesetzt werden können. Von den 1,6 Millionen Anfragen an das Melderegister pro Jahr dürften nur noch weniger als 20% schriftlich (auf Papier) beantwortet werden müssen. Im Dienst des Bürgers Eine sich entwickelnde Beziehung Diether Schönfelder will Kunden und Partner-Organisationen von der Die Beziehung zwischen der Stadt Hamburg und Cisco wurde im Juni eGovernment-Idee überzeugen. „Die Anzahl der Benutzer zählt für 2002 auf eGovernment ausgeweitet. Dies ergab sich aus Gesprächen uns, nicht die Anzahl der Services. eGovernment darf nicht esoterisch mit den Leitern Finanzen und eBusiness der Stadt Hamburg, bei denen sein – auf einfachen Zugriff kommt es an. Unsere eGovernment-Stra- Cisco damit beauftragt wurde, den zweijährigen Fahrplan für tegie und unser Angebot sind genau darauf ausgelegt.“ eGovernment der Stadt auf Herz und Nieren zu prüfen. Während Schönfelder davon überzeugt ist, dass der einfache Zugriff Cisco hatte die Stadt bereits seit mehreren Jahren mit Netzwerk-Hard- auf elektronische Services der Schlüssel zu ihrer Akzeptanz ist, weiß er ware versorgt. „Es war unsere Strategie, in jedem Bereich die Anzahl auch, dass es einige Zeit dauern wird, bis sich die elektronischen der Partner zu verringern,“ erläutert Jörn Riedel. „Wir entschieden uns Abläufe wirklich durchsetzen. Die herkömmlichen Methoden wie Brie- für Cisco als den strategischen Partner für den Betrieb des Netzwerks. fe oder Telefonanrufe bei den sich entwickelnden Bürger-Kontaktzen- Unsere Beziehung zu Cisco existiert schon seit vielen Jahren. Wir haben tren sowie Besuche der Behörde werden nach wie vor genutzt. Die ent- damals ganz klein angefangen, mit einem kleinen Netzwerk. Parallel sprechenden Vorgänge werden gerade aktualisiert, so dass mehrfache zum Wachstum des Netzwerks und der Entwicklung der IT-Infrastruk- Dateneingaben vermieden werden, und zwar unabhängig davon, für tur ist auch unser Verhältnis zu Cisco immer wichtiger geworden.“ welche Methode sich Unternehmen oder Einzelpersonen entscheiden. Es werden durchgehend die gleichen elektronisch unterstützten Cisco berät die Stadt außerdem zum Thema IP-Technologie für die Geschäftsabläufe verwendet. Entwicklung der Bürger-Kontaktzentren. Hier gibt es Pläne für die Integration von Telefon, VoiceMail, Messaging und Fax-Kommunika- Außerdem ist das Online-Management von städtischen Zuschüssen tion. geplant. Ein Beispiel hierfür ist der erforderliche Verwaltungsaufwand, wenn etwa eine Kirche Zuschüsse zum Betrieb eines Kindergartens Roadmaps, Foren und Ausstellungen beantragt. Die Kirche hat das Recht, einige ihrer Kosten ratenweise Obwohl Hamburg eines der kleinsten Bundesländer ist, hat es sich ersetzt zu bekommen, sofern sie entsprechende Quittungen vorweisen bereits einen Ruf als einer der führenden Anwender von eGovernment kann. Dieser Vorgang wird online sehr viel schneller und einfacher aufgebaut. Eine vor kurzem veranstaltete eGovernment-Ausstellung vonstatten gehen. Ganze Stapel von Formularen werden dadurch über- zeigte den Bürgern, welche Fortschritte bereits gemacht wurden und flüssig. förderte das Interesse an der Entwicklung und Akzeptanz von OnlineServices für Behörden. Dies war eine äußerst erfolgreiche Veranstal- Auch für Genehmigungen wird es einen vereinfachten Vorgang geben. tung, auf der sich zahlreiche Besucher aus der gesamten Region sowie Beantragt ein Versorgungsunternehmen momentan eine Genehmigung, benachbarten Bundesländern drängten. Die eGovernment-Ausstellung eine Straße aufzugraben, so müssen bis zu 16 Kopien des Antrags an bot eine Plattform für strategische politische Ankündigungen sowie ein andere Parteien wie Kabelfirmen, Baufirmen und weitere Versorger Diskussionsforum für eGovernment-Vertreter aus ganz Deutschland. geschickt werden. Schon bald wird sich der Versorger oder das Bau- Einer der drei externen Vortragenden war Dr. Frank Robert, der Cisco unternehmen nur einmal registrieren müssen und kann dann alle Nach- Internet Consultant für die Stadt Hamburg. richten elektronisch empfangen. Die zweijährige eGovernment Roadmap des Hamburger Senats hatte Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, die Vorteile von Web-Sites und Onli- Dr. Robert durchaus beeindruckt. Diese deckt alle Ämter in der Region ne-Transaktionen zu messen: in Hamburg misst man sie daran, wie und alle geplanten internen und externen Services ab, sowohl für Bür- intensiv sie genutzt werden und zu welchen Einsparungen sie führen. ger als auch für Unternehmen. Die Aktivitäten werden nach drei „In Hamburg“, so betont Diether Schönfelder, „geht die ‘Elektronisie- Kategorien aufgeteilt: wichtige Infrastrukturen, gemeinsame Projekte rung’ der Services immer auch mit einer Verbesserung der Geschäftsab- über mehrere Services und Ämter hinweg sowie Projekte für einzelne läufe einher. Dies führt ebenso zu finanziellen Einsparungen wie die Ämter. Hamburg hat enorme Fortschritte gemacht, sowohl strategisch Umstellung auf Online-Systeme.“ durch die Finanzierungsmechanismen als auch mit dem sicheren Gateway als Alternative zum Einsatz von digitalen Zertifikaten. Dr. Robert: „Ich war wirklich erstaunt, wie weit man hier bereits im Denken wie im Handeln war.“ Cisco hält nach wie vor ein wachsames Auge auf die eGovernment- Auf diesen Foren treffen sich nicht nur Vertreter von Behörden, son- Entwicklungen der Stadt Hamburg. Die Manager der Stadt sind häufi- dern auch von unterschiedlichen Unternehmen, etwa aus dem Banken- ge Besucher der Cisco eGovernment Foren, auf denen Diether Schön- oder Versicherungsbereich. Diether Schönfelder sagt hierzu: „Es war felder gerade einen Vortrag gehalten hat. Diese zweitägigen sehr interessant zu hören, welche Probleme Unternehmen haben und Veranstaltungen finden vierteljährlich statt. Es nehmen etwa vierzig wie diese gelöst werden.“ Er freute sich, folgende Beobachtung machen eGovernment-Vertreter aus ganz Deutschland daran teil. Erst vor kur- zu können: „Geht es um eBusiness, so sind die Hamburger Behörden zem haben der CIO des Bundes sowie der Leiter eGovernment des Lan- in vielen Bereichen ebenso fortschrittlich wie private Organisationen.“ des Bayern teilgenommen. Jörn Riedel ist ganz begeistert: „Die von Cisco organisierten Veranstaltungen waren für unsere Entscheidungs- Die Verantwortlichen der Stadt Hamburg wissen, dass Technologie nur findung sehr hilfreich. Wir konnten vom Wissen und den Erfahrungen so erfolgreich ist, wie ihre Anwendungsweise. Die Stadt Hamburg ern- anderer Regierungen zum Management von Netzwerken auf dem neu- tet jetzt die Früchte ihres Pragmatismus und ihrer Offenheit: Die Pro- esten Stand der Technik profitieren. Diese Treffen haben sich als wert- zesse, die für die strategische Analyse und Kontrolle von IT-Projekten volle Benchmarks für unsere Kaufentscheidungen erwiesen.“ eingerichtet wurden, sorgen dafür, dass das Potenzial der Technologien optimal ausgenutzt wird, und zwar zum Nutzen der Bürger. Cisco Systems GmbH Kurfürstendamm 22 D-10719 Berlin Cisco Systems GmbH Neuer Wall 77 D-20354 Hamburg Cisco Systems GmbH Hansaallee 249 D-40549 Düsseldorf Cisco Systems GmbH Friedrich-Ebert-Allee 67 D-53113 Bonn Cisco Systems GmbH Industriestraße 3 D-65760 Eschborn Cisco Systems GmbH Wilhelmsplatz 11 (Herold Center) D-70182 Stuttgart Cisco Systems GmbH Lilienthalstraße 9 D-85399 Hallbergmoos Fax: 030 -97 89 21-10 Fax: 040-3 76 74 - 444 Fax: 02 11-52 02 90-10 Fax: 02 28-32 95-10 Fax: 06 196 - 7 73 98 00 Fax: 07 11 - 2 39 11 -11 Fax: 08 11 - 55 43 -10 Tel.: 01 80 - 3 67 10 01 www.cisco.de Für technische Beratung bezüglich der Cisco Produktwahl oder Fragen zu Ihrem Netzwerkdesign wenden Sie sich bitte an das Cisco Technical Helpdesk unter der Rufnumer 01 80/3 67 10 01 oder schreiben Sie eine E-Mail an [email protected] Cisco Systems ist mit mehr als 200 Niederlassungen in folgenden Ländern vertreten. 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