Mehr Serviceflexibilität durch Vereinfachung und Automatisierung

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Mehr Serviceflexibilität durch Vereinfachung und
Automatisierung
Die Anforderungen des Marktes verändern sich immer schneller und dynamischer.
Der Druck, mehr Umsatz zu erzielen, ist enorm, und immer mehr neue
Geschäftsmodelle und Anwendungen finden Einzug. Da ist es keine Überraschung,
wenn sich nicht nur die Umgebungen der Service Provider, sondern auch die
betrieblichen Abläufe verändern. Das Internet of Everything erfordert flexiblere und
skalierbare Lösungen. Services und die zugehörigen Funktionen müssen schneller
verfügbar und kostenoptimiert sein, um wettbewerbsfähig und rentabel zu bleiben.
Das gegenwärtige Modell ist nicht mehr tragbar (siehe Abbildung 1).
Einige Initiativen und Technologien in der Branche wie z. B. Netzwerkfunktionsvirtualisierung (NFV),
Programmierbarkeit und Software-Defined Networking (SDN), Open Source, bewährte APIs und Cloud Computing
tragen zu einem flexibleren Betriebsmodell bei. Ein solches Modell bietet eine hochkarätige Serviceflexibilität, von
der sowohl die Service Provider als auch ihre Kunden profitieren. Zu den wichtigsten Eigenschaften gehören die
beschleunigte Einführung neuer Services, Modifikationen und Funktionen, flexiblere Angebote, bedarfsorientierte
Skalierbarkeit in Echtzeit und eine hohe betriebliche Effizienz.
Abbildung 1:
Aktuelle Betriebsmodelle nicht mehr tragbar
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Eine der größten Herausforderungen an die Netzbetreiber ist die mit der Bereitstellung der Services verbundene
Komplexität, die sich als zeitaufwändig und teuer erweist. Betriebliche Prozesse, welche Netzwerkinfrastruktur und
-services umfassen, müssen vereinfacht werden. Ein wichtiger Bestandteil bei diesem Vorhaben ist die
Orchestrierung. Sie trägt zur gesteigerten Rentabilität des Netzwerks bei.
Forderung nach flexibleren Services
Wie können sich Service Provider schnell an die Nachfrage des Marktes hinsichtlich neuer Services,
Anwendungen, Geräte und Geschäftsmodelle anpassen? Dafür sind flexiblere Prozesse und Serviceattribute
notwendig, die Vorteile für Provider und Kunden nach sich ziehen. Ist eine schnelle Aktivierung bzw. Deaktivierung
von Services und Funktionen erforderlich, um Kunden zu halten? Ist die Serviceflexibilität eine gute Methode, um
sich von Mitbewerbern abzuheben? Können die Provider Services kurzfristig bedarfsgerecht skalieren, um den
Anforderungen der Kunden gerecht zu werden? Diese Fragen müssen unbedingt berücksichtigt werden. Die
Antwort sind Funktionen und Lösungen, die mehr Flexibilität bei geringeren Gesamtkosten bieten.
Um den unterschiedlichen Kunden und deren Anforderungen gerecht zu werden, müssen die Provider in der Lage
sein, Netzwerke schnell zu konfigurieren, egal ob sich das Szenario in einem abgelegenen Ort oder mit einer sehr
hohen Anzahl an Teilnehmern in einer Großstadt abspielt. Die Infrastruktur für besondere Events kann im Vorfeld
geplant und aufgebaut werden. Mit einer flexiblen Infrastruktur können die Netzbetreiber teure und nicht
ausgelastete Architekturen vermeiden. Services können kurzfristig und dynamisch in Echtzeit und bedarfsorientiert
bereitgestellt oder deaktiviert werden.
Dies ist ein wichtiges Merkmal, weil ein stetig wachsender, aber nicht vorhersagbarer Bedarf an Services besteht
und das Netzwerk auf kurzfristige Spitzen geeignet reagieren muss. Diese Spitzen können überall auftreten,
manchmal auch jenseits der Stadtgrenze. Ein übermäßig großer Aufbau wird das Problem dabei nicht unbedingt
lösen und vielmehr übermäßige Kapitalinvestitionen verursachen. Was die Vorhersagbarkeit betrifft sind
Nachfragespitzen aber noch ein vergleichsweise leicht lösbares Problem. Neue Trends wie Mobilität, HD-Video,
M2M-Anwendungen (Machine-to-Machine) und Cloud-basierte Services bringen weitere Herausforderungen mit
sich, die eine flexiblere Architektur erfordern. Dafür sind gegenwärtig genutzte Modell nicht mehr ausreichend.
Die schnelle Einführung neuer Geschäfts- und Umsatzmodelle ist eine wichtige Komponente für die Erhöhung der
Flexibilität. Dabei werden nicht mehr nur Gesprächsminuten und Bandbreite verfolgt sondern auch die angezeigten
Inhalte, Klicks, Social Media-Nutzung, Interessensmuster und anderes Benutzerverhalten. Provider müssen
schnell auf veränderte Nachfragemuster der Kunden reagieren können, um das neu gewonnene Potenzial voll
auszuschöpfen. Eine schnelle Reaktion reicht dabei aber nicht mehr aus. Provider müssen die QoS (Quality of
Service) erhalten und die Kapazität bedarfsgerecht bereitstellen.
Es sind aber nicht nur die Service Provider, die in Zukunft vermehrt auf eine erhöhte Flexibilität setzen müssen.
Eine im Jahr 2013 von Gartner bei Unternehmen durchgeführte Umfrage über Cloud Services hat ergeben, dass
mit großem Abstand der Hauptgrund zur Auslagerung von Services in die Cloud mehr Flexibilität und eine
schnellere Servicebereitstellung sind (siehe Abbildung 2).
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Abbildung 2:
„Welches sind für Sie die wichtigsten Gründe zur Nutzung von Cloud-Services?“
Quelle: Gartner-Umfrage, Dezember 2013
Der Wunsch nach mehr Flexibilität reicht von anspruchsvollen Privatkunden über Unternehmen, die dynamischen
Marktbedingungen ausgesetzt sind, bis hin zu Branchen, die innovative neue Geschäftsmodelle fördern (so wie
Apple die Musikindustrie und Amazon den Einzelhandel verändert haben). Für Service Provider ist es enorm
wichtig, die Anforderungen ihrer Kunden hinsichtlich Geschwindigkeit und Flexibilität zu verstehen und ein
geeignetes, flexibles Geschäftsszenario zu entwickeln.
Die Rolle der Orchestrierung bei der Automatisierung und Vereinfachung der
Netzwerkumgebung von Service Providern
Die Netzwerkinfrastruktur bildet das Fundament für mehr Flexibilität in Unternehmen. SDN, NFV, Open SourceSoftware, bewährte APIs und andere Komponenten helfen bei der Erstellung einer flexibleren Infrastruktur. Diese
Infrastruktur lässt sich schnell an Nachfragespitzen und Trends anpassen. Für die Bereitstellung einer flexiblen
Serviceumgebung ist ein Orchestrierungssystem notwendig, das vollständige Netzwerktransparenz und -kontrolle
ermöglicht. Ein solches Orchestrierungssystem automatisiert die für das Netzwerk erforderlichen
Anpassungsprozesse nahezu oder vollständig in Echtzeit, um auf die steigende oder sinkende Nachfrage zu
reagieren. Dadurch wird der Betrieb deutlich vereinfacht. Zu den zentralen Komponenten eines soliden
Orchestrierungssystems gehören geeignete Repositorys für Serviceprofile, Servicekataloge und
Netzwerkfunktionen sowie eine vereinfachte Steuerung von Geschäfts- und Betriebsprozessen.
Die heutigen Netzwerke sind zu komplex dafür. Sie verfügen über zu viele Plattformen, isolierte Strukturen und
vertikale Implementierungen. Die Virtualisierung zahlreicher Anwendungen und Funktionen und die Umwandlung
von physischen Appliances in Softwarekomponenten zur optimalen Servernutzung kann bei einem falschen
Vorgehen die betriebliche Komplexität erhöhen. In den Anfängen der Servervirtualisierung konnten die
Kapitalkosten zwar verringert werden, gleichzeitig erhöhten sich aber Komplexität und Betriebskosten. Eine reine
Virtualisierung stellt also keinen ausreichenden Ansatz dar.
Ein Orchestrierungssystem kann die Service-Provider-Netzwerke vereinfachen, muss aber einige kritische
Funktionen unterstützen, um die geschäftlichen Ziele zu erreichen. Die Betreiber müssen umfassende
Transparenz und Kontrolle im Rechenzentrum und WAN gewährleisten, von der Anwendung bis zum Benutzer. Ein
optimales Orchestrierungssystem kann Netzwerke vereinfachen und die erforderliche Geschwindigkeit und
Flexibilität bereitstellen, wenn folgende Aspekte berücksichtigt werden:
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Ein Repository, das alle Netzwerkfunktionen definiert und auf einfache Art und Weise katalogisiert: Dies
sind die grundlegenden Bausteine, auf denen ein Service aufgebaut ist.
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Ein Repository, das Serviceprofile und -richtlinien definiert, die anschließend auf neue Service-Instanzen
angewendet wird
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Eine Struktur, die sich an den geschäftlichen Zielen der einzelnen Services ausrichtet und diese akzeptiert
und korrekte Anweisungen für die Orchestrierungsschicht bereitstellt, um anschließend neue
Serviceinstanziierungen durchzuführen
●
Bekannte, einfache und bidirektionale Schnittstellen zu anderen Ebenen und Komponenten, was weniger
komplexe APIs und umfangreichere Plug-and-Play-Funktionen ermöglicht
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Die Möglichkeit, alle Netzwerkfunktionen in der richtigen Reihenfolge auf physischer und virtueller Ebene zu
assemblieren bzw. hintereinanderzuschalten und gleichzeitig den Anforderungen aller Anwendungen und
Services gerecht zu werden
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Workflow-Automatisierung, -Bereitstellung und Konfiguration von Aufgaben, die den verschiedenen
Netzwerkfunktionen zugeordnet sind
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Automatisierte Management-Tools und -Prozesse, die serviceübergreifend detaillierte Ansichten sowie ihre
Kontrolle hinsichtlich eines optimalen Betriebs ermöglichen
Die Serviceflexibilität stützt sich übergreifend auf Richtlinien, Servicelevel, Workflows, Netzwerkfunktionen,
Bereitstellung auf mehreren Domänen, Abrechnung, Messfunktionen, Änderungsmanagement und andere
Serviceattribute. Die sorgfältige Analyse der in diesem Whitepaper erläuterten Punkte stellt ein solides Fundament
für ein vereinfachtes Netzwerk- und Betriebsmodell zur flexibleren Servicebereitstellung dar.
Weitere Informationen
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Cisco Open Network Environment für Service Provider
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Automatisierung einer neuen Carrier Cloud-Klasse
Gedruckt in den USA
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