Cisco APIC Enterprise-Modul vereinfacht Netzwerkbetrieb Januar 2014 Verfasser: Zeus Kerravala Cisco APIC Enterprise-Modul vereinfacht Netzwerkbetrieb von Zeus Kerravala Januar 2014 º º º º º º º º º º º º º º º º º º º º º º º º º º º º º º º º º º º º º º º º º º º º º º º º º º º º º º º º º º º º º º º º º º º Einführung: Komplexe Netzwerke behindern Innovation in der IT Die Rolle des CIO hat sich in den letzten fünf Jahren mehr verändert als jede andere Position in der Geschäftswelt. IT-Verantwortliche stehen heute gemeinsam mit der Unternehmensführung vor der Aufgabe, einem steigenden Wettbewerbsdruck entschieden entgegenzutreten. Im Zuge der Optimierung der IT-Flexibilität haben sich Computing- und Anwendungstechnologien durch die Nutzung von Mobilität, Virtualisierung und Cloud Computing schnell weiterentwickelt. Für das Netzwerk selbst steht dieser Entwicklungsschritt dagegen noch bevor – ein Grund für die heute oft fehlende IT-Flexibilität. Von diesen Technologietrends sind fast alle Unternehmensbereiche betroffen. Damit das Potenzial dieser Investitionen voll ausgeschöpft werden kann, muss sich aber auch das Netzwerk verändern. Ältere Netzwerke unterliegen heute folgenden Beschränkungen: • Unflexible IT durch unflexible Netzwerke. Ältere IT-Umgebungen waren in hohem Maße isoliert strukturiert, das Management von Computing- und Netzwerkebene erfolgte unabhängig voneinander. Da der IT-Betrieb dem Prinzip „Best Effort“ unterlag, war dieses Modell bisher ausreichend. Die IT entwickelt sich jedoch immer schneller hin zum Mobile und Cloud Computing – beides netzwerkbasierte Computing-Modelle. Mangelnde Netzwerkflexibilität führt daher immer auch zu eingeschränkter IT- und Unternehmensflexibilität. ZK Research A Division of Kerravala Consulting [email protected] Mobil: 301-775-7447 Büro: 978-252-5314 • Herkömmliches Netzwerkmanagement auf Gerätebasis. Bislang mussten Netzwerkmanager Router, Switches und andere Netzwerkgeräte einzeln in einem manuellen, ständig wiederholten Prozess verwalten. Dadurch dauerten selbst einfachste Änderungen am Netzwerk mehrere Wochen oder sogar Monate. Aufgrund der verschiedenen Gerätetypen und Betriebssysteme im Netzwerk konnte die Syntax für Konfigurationsänderungen außerdem je nach Plattform erheblich abweichen, wodurch die Aufgabe noch schwieriger wurde. • Menschliche Fehler als Hauptursache für Netzwerkausfälle. Konfigurationsänderungen wurden in einem manuellen Prozess vorgenommen, der besonders unter Zeitdruck entsprechend fehleranfällig sein konnte. Laut einer Untersuchung von ZK Research aus dem Jahr 2013 zum Netzwerkmanagement waren 37 % aller Ausfallzeiten auf menschliche Fehler zurückzuführen (Abbildung 1). Durch die Beseitigung dieser Fehler könnte der IT-Betrieb insgesamt deutlich verbessert werden. • Löwenanteil des IT-Budgets für den Erhalt des Status quo. Derzeit werden 83 % der IT-Budgets allein in den Erhalt der aktuellen Betriebsumgebung investiert. Vor fünf Jahren betrug dieser Anteil noch 75 %. Wenn diese Entwicklung nicht abgebremst wird, dürfte schon in den nächsten zehn Jahren nahezu das gesamte Budget in den Erhalt des Status quo fließen und kaum Spielraum für strategische Initiativen bleiben. Die aktuelle IT-Umgebung kann nicht skaliert werden, da die Lücke zwischen erforderlichem IT-Budget und verfügbaren Mitteln immer weiter wächst (Abbildung 2). Damit die IT an das aktuelle Geschäftsklima angepasst werden kann, ist ein dynamischeres IT-Modell ausgehend vom Netzwerk erforderlich. © 2014 ZK Research Influence and insight through social media Influence and insight through social media Cisco APIC Enterprise-Modul vereinfacht Netzwerkbetrieb 3 Abbildung 1: Ursachen von Netzwerkausfallzeiten Hardware Failure 9% Power Outage 6% Software Bugs 14% Sonstiges 3% Human Error 37% Ausfall der Telekommunikati on 31% Quelle: Network Management Study, ZK Research, 2013 Abbildung 2: Vergrößerung der IT-Komplexitätslücke Quelle: ZK Research, 2014 Abschnitt II: Dynamische IT als Zielstandard Das Konzept einer dynamischen IT impliziert eine IT-Flexibilität, die dem Wesen des Unternehmens entspricht. So kann die IT zur treibenden Kraft für schnelle Veränderungen werden, statt das Unternehmen auszubremsen. Eine dynamische IT basiert auf drei Hauptprinzipien: Einfachheit, Offenheit und Innovation. Dieses Modell unterscheidet sich deutlich vom aktuellen, äußerst komplexen und geschlossenen IT-Modell. Eine dynamische IT verändert das Netzwerk in folgender Hinsicht: © 2014 ZK Research Influence and insight through social media Cisco APIC Enterprise-Modul vereinfacht Netzwerkbetrieb 4 • Automatisierung ersetzt manuelle Konfigurationsprozesse. Bei einer dynamischen IT werden die manuellen, ständig wiederholten Prozesse automatisiert. Dadurch können Änderungen schneller umgesetzt und menschliche Fehler vermieden werden. • Netzwerk- statt gerätebasiertes Managementmodell. In Unternehmen, die ein dynamisches IT-Modell implementieren, wird das Netzwerk als Einheit statt als Sammlung individueller Geräte verwaltet. • Deutlich verkürzte Bereitstellungszeiten. Durch die Prozessautomatisierung kann in Verbindung mit dem netzwerkbasierten Modell die Bereitstellungszeit für das Netzwerk von mehreren Wochen oder Monaten auf wenige Stunden oder sogar Minuten verkürzt werden. • Geschlossene Systeme werden offen und programmierbar. Da ältere Netzwerke in sich geschlossen waren, wurde die Kommunikation mit der Computing- und Anwendungsinfrastruktur erschwert. Bei einer dynamischen IT ist das Netzwerk offen und programmierbar, sodass Änderungen am Netzwerk durch Änderungen an den Anwendungen veranlasst werden können. Beim Aufbau einer Videokonferenz kann beispielsweise die Videoanwendung die Zuweisung eines geeigneten QoS-Levels durch das Netzwerk anfordern, bis die Sitzung beendet ist. • Netzwerkdaten werden zu Business Intelligence. Big Data und Analysen sind für Führungskräfte in Geschäftsbereichen und IT-Abteilungen heute wichtige Initiativen. Bislang wurden einfache Netzwerkdaten zur Analyse der Funktionsweise des Netzwerks herangezogen. Damit ließen sich jedoch keine Aussagen zur Unternehmensleistung treffen. Mit einer dynamischen IT lassen sich Netzwerkdaten in Informationen umwandeln, die Business Intelligence liefern können. Abschnitt III: Dynamische IT mit dem Cisco APIC Enterprise-Modul Mit der Einführung der Cisco ONE-Plattform und des Cisco APIC (Application Policy Infrastructure Controller) Enterprise-Moduls hat Cisco kürzlich seine SDNStrategie (Software-defined Networking) erweitert. Durch das APIC Enterprise-Modul wird der Ende 2013 vorgestellte APIC vom Rechenzentrum auf das WAN und das Zugangsnetzwerk erweitert. Cisco bietet jetzt einen Controller für alle Netzwerkdomänen vom Rechenzentrum bis zum WAN und zum Zugangsnetzwerk (Zweigstellen und Campus). Das APIC Enterprise-Modul bietet zusätzliche Netzwerkabstraktion für das WAN und das Zugangsnetzwerk. Zusammen stellen die Cisco ONEPlattform und der APIC die ACI (Application Centric Infrastructure) im End-to-End-Netzwerk bereit (Abbildung 3). Die Cisco ONE-Plattform ist eine richtlinienbasierte Management- und Sicherheitsplattform zur Abstraktion der Kontrollfunktionen bis zu einer Ebene oberhalb der Netzwerkgeräte. Änderungen an Unternehmens- und Anwendungsrichtlinien können an den APIC weitergegeben werden, der die Änderungen an der Netzwerkkonfiguration an alle Geräte (Router, Switches und Sicherheitsgeräte) in allen Netzwerkdomänen überträgt. In der WAN- und Zugangsdomäne ermöglicht das APIC Enterprise-Modul folgendermaßen eine dynamische IT: • Umfassendere Netzwerkintelligenz: Das APIC Enterprise-Modul kann über verschiedene offene APIs, z. B. REST-APIs, OpenFlow, Kommandozeile und onePK, mit den Anwendungen kommunizieren. • Verschiedene unterstützte Netzwerkgeräte: Die Lösung eignet sich gleichermaßen für neue und bestehende Installationen mit Cisco Catalyst Switches, Integrated Services Routern (ISRs) und Aggregation Services Routern (ASRs). • Bereitstellungsoptionen: Das APIC EnterpriseModul kann als Appliance oder als Softwareanwendung (zum Download verfügbar) bereitgestellt werden. Das APIC Enterprise-Modul kann zwar an verschiedenen Stellen ansetzen, IT-Verantwortliche sollten sich aber dennoch auf besonders komplexe und langwierige Probleme konzentrieren, um einen schnellen Return on Investment zu erzielen. Aus diesen Kriterien ergeben sich drei Anwendungsfälle, die Unternehmen direkt umsetzen können, um von diesem Modell der dynamischen IT zu profitieren: • Sicherheitsautomatisierung: Die Implementierung von Sicherheit im gesamten Netzwerk kann eine große und langwierige Herausforderung sein. Mit dem APIC Enterprise-Modul können Erkennung und Minimierung von Sicherheitsrisiken im gesamten Netzwerk sowie ACL-Management automatisiert werden. • QoS-Bereitstellung: Zusammenarbeit in Echtzeit ist unerlässlich für Unternehmen, die von einer verteilten und mobilen Belegschaft profitieren möchten. QoS ist daher zwingend erforderlich. Die manuelle Implementierung auf Gerätebasis kann jedoch selbst für erfahrene Netzwerktechniker eine erhebliche Herausforderung sein. Mit dem APIC Enterprise-Modul kann die QoS-Bereitstellung automatisiert und ein „Follow me“-Modell umgesetzt werden, um eine einheitliche und hochwertige Benutzerumgebung zu schaffen. • Pfadoptimierung: Das WAN unterliegt großen Veränderungen, und immer mehr Unternehmen © 2014 ZK Research Influence and insight through social media Cisco APIC Enterprise-Modul vereinfacht Netzwerkbetrieb 5 nutzen mehrere WAN-Links zur Gewährleistung von hoher Verfügbarkeit und Redundanz. Mit Cisco IWAN Path Optimization kann bestimmter Datenverkehr über verschiedene WAN-Pfade geleitet werden, um geschäftskritischen Datenverkehr zu optimieren und WAN-Kosten zu senken. Das APIC Enterprise-Modul erleichtert die Bereitstellung von IWAN und ermöglicht Compliance-Prüfungen für eine Vielzahl von Zweigstellen. Die Bereitstellung des Cisco APIC Enterprise-Moduls bietet Unternehmen eine Reihe von Vorteilen, etwa eine deutliche Zeitersparnis gegenüber dem herkömmlichen Netzwerkmanagement. In einer Studie von Forrester Research wurde kürzlich verglichen, wie viel Zeit ein Netzwerkmanager beim herkömmlichen und beim dynamischen IT-Modell auf bestimmte Aufgaben aufgewendet hat. Die Studie zeigt, dass beim herkömmlichen IT-Modell 93 % der Zeit auf den Netzwerkbetrieb entfallen und nur 7 % für Innovationen und neue Initiativen verbleiben. Beim dynamischen ITModell steigt die für neue Initiativen verfügbare Zeit nach Schätzungen von Cisco um 500 % von nur 7 % auf 43 % (Abbildung 4). Abbildung 3: Die Cisco ONE-Plattform Quelle: Abbildung 4: Aktuelle und dynamische IT im Vergleich © 2014 ZK Research Influence and insight through social media Cisco APIC Enterprise-Modul vereinfacht Netzwerkbetrieb 6 Quelle: ZK Research, 2014 Abschnitt IV: Fazit IT-Verantwortliche müssen sich heute darauf konzentrieren, durch eine hochgradig flexible Technologieumgebung geschäftliche Innovationen zu ermöglichen. Jede Investition in die Computing- und Anwendungsebene kann aber nur das erforderliche Maß an Flexibilität liefern, wenn auch das Netzwerk selbst zu einer hochflexiblen Ressource wird. Um dieses Ziel zu erreichen, sollten Unternehmen möglichst bald auf das dynamische IT-Modell umsteigen, bei dem die Bereitstellung durch Automatisierung beschleunigt, Ausfallzeiten durch weniger menschliche Fehler minimiert und die Ressourcenauslastung optimiert werden. Eine dynamische IT bietet Unternehmen die erforderliche offene und flexible Grundlage für ihre geschäftliche Weiterentwicklung. Zusammen können die neue Cisco ONE-Plattform und das APIC Enterprise-Modul das Netzwerk in eine flexible, programmierbare und offene Ressource verwandeln, damit die Vision der dynamische IT in die Realität umgesetzt werden kann. © 2014 ZK Research Influence and insight through social media
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