TM ICONNECT in 60 Minuten Software für visuelles Programmieren Messen – Steuern – Regeln - Automatisieren ICONNECT in 60 Minuten ICONNECT in 60 Minuten Erstellen von softwarebasierenden Lösungen für die industriellen Bereiche Messen Steuern Regeln Automatisieren mit Hilfe visueller Programmierung. MICRO-EPSILON Messtechnik GmbH & Co. KG Unternehmensbereich Software Königbacher Str. 15 94496 Ortenburg Tel: +49-8542-168-314 Fax: +49-8542-168-90 [email protected] www.micro-epsilon.de Seite 03 ICONNECT in 60 Minuten Seite 05 Inhaltsverzeichnis ICONNECT in 60 Minuten 1. Was ist ICONNECT ?........................................................................7 2. Was unterscheidet ICONNECT ? .....................................................9 3. Wie funktioniert ICONNECT ? ........................................................13 4. Installation von ICONNECT ............................................................18 5. Tutorial: Erstellung einer Grenzwertüberwachung für eine Wegmessung ....................................................................23 Die ersten 5 Minuten Erstellen eines ersten, einfachen Signalgraphen....................25 Die nächsten 10 Minuten Erweiterung um eine Signalverarbeitung ................................33 Die nächsten 5 Minuten Erweiterung um digitale Anzeigen ..........................................43 Die nächsten 10 Minuten Erweiterung um eine Grenzwertüberwachung........................47 Die nächsten 10 Minuten Erstellung einer Benutzeroberfläche .......................................53 Die nächsten 20 Minuten Anpassen der Benutzeroberfläche .........................................63 5.1 5.2 5.3 5.4 5.5 5.6 6. Schlussbemerkungen ....................................................................70 6.1 Lizenzierung ............................................................................70 6.2 Schulung .................................................................................72 6.3 Serviceleistungen ....................................................................72 7. Schlüsselbegriffe in ICONNECT.....................................................73 ICONNECT in 60 Minuten Seite 06 Bevor Sie beginnen In dieser Anleitung werden verschiedene Textdarstellungen verwendet, die Ihnen das Lesen dieser Anleitung und den ersten Einstieg in ICONNECT erleichtern sollen. abc fett gedruckte Begriffe in Kapitel 5 kennzeichnen Bestandteile der ICONNECT Software, wie Bezeichnung auf Schaltflächen, Parameter oder (erzeugte) Module abc Dateinamen werden in der Courier-Schriftart dargestellt abc wählbare Menüeinträge werden in kursiver Schrift dargestellt ® über den Linkspfeil wird eine logische Struktur gekennzeichnet, z.B. von Menüeinträgen oder Parameterhierarchien Icons am linken Textrand repräsentieren Schaltflächen 1. Was ist ICONNECT? Seite 07 1. Was ist ICONNECT ? ICONNECT ist ein Applikationsgenerator für die industriellen Bereiche: MESSEN STEUERN REGELN AUTOMATISIEREN Lieber Leser, wenn Sie diese 60 Minuten-Einführung durcharbeiten, werden Sie nachvollziehen, dass Sie mit ICONNECT eine einfach zu bedienende Software auf Ihrem Rechnersystem installiert haben, mit der Sie Windows-Programme visuell auf Basis eines Signalgraphen bzw. Datenflussdiagramms entwickeln können. Die grafische Darstellung wird auf Knopfdruck nach einem patentierten Verfahren in einen sofort ausführbaren dynamischen Ablauf umgesetzt. Bei der Entwicklung von ICONNECT über die letzten 6 Jahre wurde insbesondere Wert auf eine für den Benutzer komfortable und intuitiv handhabbare Entwicklungsumgebung gelegt. Der Erstellungsaufwand Ihrer Anwendung sollte sich wenigstens um mehr als 50% gegenüber herkömmlich erstellten Softwareprogrammen reduzieren. Dies bedeutet eine deutliche Kostenersparnis für Ihr Softwareprojekt. ICONNECT bietet eine umfangreiche Modulbibliothek, aus der Sie Ihre Module (Algorithmen, Visualisierung, etc.) wählen und diese mit Hilfe Ihrer Computermaus "verdrahten". So entwickeln Sie sukzessive Ihren Signalgraph, der Ihre gewünschte Lösung repräsentiert. Das Erstellen der dazugehörigen grafischen Benutzeroberfläche geschieht durch die Wahl von visuellen Elementen aus der Modulbibliothek. Durch die in ICONNECT gegebene direkte Interaktion mit dem Signalgraphen durch visuelle Eingabeelemente kann der spätere Benutzer Ihre entwickelte Applikation direkt bedienen, ohne selbst auf der Ebene des Signalgraphen Änderungen vornehmen zu müssen. Weitere visuelle Ausgabeelemente für die Anzeige von gewünschten Messwerten komplettieren Ihre Applikation. 1. Was ist ICONNECT? Seite 08 Lieber Leser, beim Durcharbeiten dieser 60 Minuten-Einführung werden Sie sehen, dass Sie am Ende dieser Einführung keine einzige Zeile eines Softwarecode geschrieben haben, und dass Sie selbst ohne Vorkenntnisse einer Programmiersprache die Entwicklung komplexer Lösungen beginnen können. ICONNECT adressiert Anwendungen in Industriesegmenten, von denen an dieser Stelle einige exemplarisch aufgeführt sind : Automobilindustrie Elektrotechnik Forschung & Entwicklung Luftfahrtindustrie Qualitätskontrolle Universität/Hochschule Biochemie Elektronik Halbleiterindustrie Maschinenbau Rohstoffindustrie Verkehrstechnik Druckindustrie Energiewirtschaft Kunststoffindustrie Produktionsautomation Telekommunikation Verwaltung Viel Erfolg während dieser ersten 60 Minuten mit ICONNECT wünscht Ihnen Ihr ICONNECT-Team von MICRO-EPSILON. 2. Was unterscheidet ICONNECT? Seite 09 2. Was unterscheidet ICONNECT von .... ? Natürlich wissen wir als Ihr ICONNECT Team, dass wir mit ICONNECT nicht alleine auf dem Markt vertreten sind, sondern eine Reihe von professionellen Lösungen unserer Mitbewerber existiert. Darum sei es uns an dieser Stelle gestattet, Ihnen bei der schwierigen Beurteilung der Vorteile wie auch der Nachteile der am Markt befindlichen Softwareprogramme behilflich zu sein, indem wir Ihnen auf die immer wiederkehrende Frage Was unterscheidet ICONNECT von anderen Produkten? mehrere Antworten geben, die für Anforderungen aus den verschiedenen Industriesegmenten von unterschiedlicher Wichtigkeit sind. ECHTZEITFÄHIGKEIT Ein zum Patent angemeldetes Verfahren bei dem Design von ICONNECT ermöglicht die Erstellung von Anwendungen mit Regelzeiten von/bis zu 1 ms auf Windows basierenden Rechnersystemen. Keine zusätzliche teure Hardware, wie "Realtime-Karten" mit eigenem Prozessorsystem, ist notwendig, da die ICONNECT-Software selbst diese Aufgabe übernimmt . SKRIPTING Obwohl wir zu Beginn dieser 60 Minuten-Einführung davon gesprochen haben, dass ICONNECT keine Kenntnisse in der Softwareprogrammierung voraussetzt, haben wir in der Praxis mitunter feststellen müssen, dass für sehr spezifische Anwendungsalgorithmen ein vom Benutzer erstellter Softwarebefehlszyklus (Skripting) unumgänglich ist. Dafür stellen wir Ihnen einen Formeleditor, einen C-Syntax ähnlichen Interpreter, die Interpretersprache PERL sowie Microsoft Visual Basic for Applications als Programmierumgebung zur Verfügung. 2. Was unterscheidet ICONNECT? Seite 10 KONTROLLFLUSSSTEUERUNG Manche auf dem Markt verfügbaren Produkte benötigen prinzipiell zur Steuerung ihrer Signalgraphen einen vom Anwender programmierten Kontrollfluss durch die Verwendung von IF-, FOR-, WHILE- oder CASEAnweisungen, so wie Sie es aus der C- oder C++ -Programmierwelt kennen. ICONNECT-Signalgraphen benötigen diesen zusätzlichen Programmieraufwand durch Verwendung einer optimierten internen Datenflusssteuerung nicht. Dadurch vermeiden Sie natürlich zusätzliche Fehlerquellen bei der Kontrollflussprogrammierung. Können Sie dennoch auf einen persönlich gestalteten Kontrollfluss nicht verzichten, so hilft Ihnen das vorher beschriebene texturielle Skripting. Eine elegante Weiterentwicklung des texturiellen Skriptings wurde mit ICONNECT Release 5 verwirklicht. Das ICONNECT-Modul StateCharter ist ein grafischer Generator zur Kontrollflusssteuerung. MAKROERSTELLUNG Mit ICONNECT können Sie komplexe Signalgraphen mit vielen Modulen durch das Erstellen von Makros übersichtlich gestalten, indem Sie Module in Makros zusammenfassen, d.h. "Großmodule" schaffen. Die Anzahl der dabei zusammengefassten Module ist nicht beschränkt. Eine Rückführung der Makros in die ursprünglichen einzelnen Module ist per Mausklick möglich, wobei die Verbindungen des aufgelösten Makros automatisch den entsprechenden Eingängen und Ausgängen der Einzelmodule wieder zugeordnet werden. 2. Was unterscheidet ICONNECT? Seite 11 DEBUGGER Mit dem Setzen von Breakpoints und dem Einrichten von Watchfenstern über die Einzelschrittschaltung beim Debuggen, gibt Ihnen ICONNECT die bekannte Fehlersuchmethode von herkömmlichen Programmiersprachen für die visuelle Programmierung in die Hand. Signaldaten als Vektoren oder als n-dimensionale Arrays werden Ihnen in Listen zusammenhängend dargestellt und ersparen Ihnen das zeitaufwendige Kontrollieren von einzelnen Elementen in sequentieller Anordnung. TRANSLATOR Ihre mit ICONNECT fertig gestellten Anwendungen sind mit dieser Funktionalität international einsetzbar, da der Translator per Knopfdruck Ihre Anwendung für die von Ihnen gewünschten Sprachen zur Verfügung stellt. Eine auf XML-basierende Technik verschafft Ihnen diesen Vorteil. OFFENE KOMMUNIKATION Unter offener Kommunikation verstehen wir die Vielzahl von Techniken, die ICONNECT bietet, um mit externen Applikationen zu kommunizieren. Die Verwendung von ODBC für Datenbankzugriffe, der Datenaustausch mit MS Office Anwendungen, wie EXCEL etc., Client/Server Funktionalität über TCP/IP, der Austausch von Nachrichten via SMS bzw. E-Mail und eine WEB-Client/Server Funktionalität sind Bestandteile von ICONNECT. Dieser Funktionsumfang in ICONNECT erlaubt Ihnen als Anwender, Lösungen zu entwickeln, bei denen sie netzwerkbasierte Fernübertragung und Fernüberwachung durchführen können. 2. Was unterscheidet ICONNECT? Seite 12 ERSTELLEN EIGENER MODULE In der Expert-Version (s. Kapital 6.1 Lizenzierung) von ICONNECT werden Ihnen die Schnittstellen offen gelegt, um selbstprogrammierte Module mit Modulen aus ICONNECT zu verbinden. Wie Sie wissen, versetzt Sie dieser Vorteil in die Lage, insbesondere im Bereich Datenerfassung Schnittstellen zu Sensoren zu programmieren, die heute noch nicht standardmäßig in ICONNECT vorhanden sind. Gehen Sie jedoch davon aus, dass die meisten derzeit im Einsatz befindlichen Sensorsysteme mit ihren Schnittstellen durch vorhandene ICONNECT-Module unterstützt werden. ICONNECT BEI MICRO-EPSILON MICRO-EPSILON ist ein führendes Unternehmen im Bereich berührender und berührungsloser Wegsensoren. Unser Unternehmensbereich Systemlösungen kombiniert MICRO-EPSILON Sensoren und ICONNECT, um Komplettlösungen für Kunden rund um den Globus erfolgreich zu erstellen. Unter Komplettlösung verstehen wir den Aufbau von Systemen, die aus mechanischer und elektronischer Hardware (Rechnersystemen) ergänzt durch ICONNECT basierende Software zu einem Gesamtsystem "schlüsselfertig" an den Auftraggeber geliefert werden. Die Kundenzusammenarbeit bei den verschiedenen industriellen Aufgabenstellungen ermöglicht es unserer ICONNECT-Entwicklung ständig, die aktuellen Marktbedürfnisse bei der Weiterentwicklung von ICONNECT zu berücksichtigen. BILDVERARBEITUNG Ein Beispiel für eine industrielle Lösung mit ICONNECT ist der messtechnische Einsatz bei der Bildverarbeitung. Das Produkt vision4A zum Beispiel ist ein neues, modular aufgebautes Bildverarbeitungs-Sensorsystem. Die Schwerpunkte der Applikation sind die Flächen-, die Kanten-, und die Kreisvermessung, wobei Geradheit, Winkel und Rundheit in ihrer Eigenschaft subpixelgenau ausgewertet werden. 3. Wie funktioniert ICONNECT? Seite 13 3. Wie funktioniert ICONNECT ? In diesem Kapital wollen wir versuchen, Ihnen die prinzipielle Funktionsweise von ICONNECT vorzustellen, damit Sie beim Experimentieren mit dem Beispiel aus dieser Anleitung ein Verständnis im Umgang mit ICONNECT entwickeln. In ICONNECT bzw. bei der Abarbeitung eines ICONNECT-Signalgraphen unterscheidet man drei Prozessschritte: Signalerfassung, Signalverarbeitung und Signalvisualisierung. SIGNALERFASSUNG: Externe Sensoren nehmen physikalische Werte (Signale) des Objektes auf. Diese Signale werden über einen A/D-Wandler digitalisiert und ICONNECT zur Verfügung gestellt. Dabei unterscheidet man zwei Übertragungsarten: Block und Paket. Ein Block ist eine kontinuierliche Aufeinanderfolge einer definierten Anzahl von Messwerten, die meist bereits durch den A/D-Wandler festgelegt wird. Ein Paket ist eine zusammenhängende Folge von mehreren Blöcken. Pakete fassen Blöcke zu logischen Einheiten zusammen. Ein Paket kann z.B. die Messdaten eines Werkstückes repräsentieren. Durch die Aufteilung eines Pakets in Blöcke können schon während der Messung erste Teilergebnisse ausgewertet und dargestellt werden, was das Reaktionsverhalten der Anwendung verbessert. Gleichzeitig wird die Effizienz gesteigert, da in zeitlichen Lücken zwischen zwei Werkstücken keinerlei Datenübertragung erfolgt. Trotz der Aufteilung in Blöcke bleibt der logische Zusammenhang der Messdaten zum Werkstück erhalten. Damit kann ohne zusätzlichen Aufwand z.B. eine werkstückbezogene Statistik berechnet werden oder eine Visualisierung immer die Komplettansicht des Bauteils darstellen. Type-Info Block 0 Paket Start Block 1 Paket Mitte Block N-2 Paket Mitte Block N-1 Paket Ende 3. Wie funktioniert ICONNECT? Seite 14 Zusätzlich zu den eigentlichen Messdaten werden im Paket weitere Informationen zum Signal übertragen. Diese Information wird als Typinformation (Type-Info) bezeichnet und beinhaltet u.a. den Signalnamen, den Wertebereich des Signals, die Abtastrate, die Signaleinheit und einen Zeitstempel. Damit kann z.B. die Skalierung der Anzeigen automatisch dem Wertebereich angepasst werden. SIGNALVERARBEITUNG: Bestandteil der Signalverarbeitung sind einzelne Module, die jedes für sich eine bestimmte Aufgabenstellung zur Verarbeitung der Signale erledigen. Module besitzen Eingänge und Ausgänge mit Ausnahme von Signalquellen, die nur Ausgänge zur Verfügung stellen. Ausgänge und Eingänge werden miteinander verbunden ("verdrahtet"). Die Verbindungen werden mitunter in der Literatur auch als Kanten bezeichnet. Eine in ICONNECT vorhandene Ablaufsteuerung übernimmt die Kontrolle bei der Signalverarbeitung. Die Ablaufsteuerung "beauftragt" ein Modul zur Ausführung seines Algorithmus nach einer in ICONNECT implementierten und patentierten intelligenten Prioritätenverteilung. Das Echtzeitverhalten von ICONNECT konnte durch dieses Design gegenüber den am Markt befindlichen Softwarelösungen wesentlich verbessert werden. Die Anpassung der Ablaufsteuerung kann durch Sie im nachfolgenden Eigenschaftsfenster vorgenommen werden. 3. Wie funktioniert ICONNECT? Seite 15 Mit der Komplexität der Ihnen gestellten Aufgabe bzw. Lösung wächst auch zwangsläufig die Anzahl der zu verwendenden Module, um Ihre Aufgabe zu lösen. Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit können beliebig viele Module beliebiger Art zu Makros zusammengefasst werden. Jedes Makro kann somit als "Großmodul" bezeichnet werden. Im nächsten Bild ist “Berechnung” ein Makro, indem eine Anzahl von visuellen Objekten zusammengefasst worden sind. Gleichzeitig zeigt dieses Bild auch den übersichtlichen Aufbau bzw. die Anordnung der Module mit ihren Verbindungen in einem Signalgraphen. Dieser Signalgraph ist durch visuelle Programmierung entstanden. Dazu suchen Sie aus der ICONNECT-Modulbibliothek, die in einer Windows konformen Verzeichnisstruktur vorliegt, Ihr gewünschtes Modul aus. Per Drag&Drop positionieren Sie das Modul an einer beliebigen Stelle im Entwicklungsfenster und verbinden ("verdrahten") die Module miteinander. Eine eigene ICONNECT-Funktion ordnet die Module automatisch nach obigem rechtwinkligem Schema an und unterstützt Sie so bei der Erstellung eines übersichtlichen Signalgraphen. 3. Wie funktioniert ICONNECT? Seite 16 SIGNALVISUALISIERUNG: Zu Beginn dieses Abschnitts sehen Sie ein Beispiel für eine Visualisierungslösung. Die Benutzeroberfläche wurde mit ICONNECT erstellt und findet Verwendung in einem industriellen System zur Oberflächenprofilmessung, das bei MICRO-EPSILON in der Systemgruppe entwickelt wurde. Natürlich ist für Ihre Anwendung eine durchdachte Ergonomie der Benutzeroberfläche das entscheidende Kriterium, um dem Benutzer die Handhabung Ihrer Anwendung so intuitiv wie möglich zu gestalten. Gleichzeitig ist aber auch die Darstellung der auszugebenden Informationen nach der Forderung durch eine klare und eindeutige Anzeige ein wesentlicher Bestandteil, ob die Anwendung von Ihren zukünftigen Benutzern akzeptiert wird. Um diese Forderung zu erfüllen, sind die vielfältigen Eigenschaften von Modulen und insbesondere die von grafischen Visualisierungsmodulen über Eigenschaftsfenster einstellbar. 3. Wie funktioniert ICONNECT? Seite 17 Ein Beispiel hierfür ist das Eigenschaftsfenster des Visualisierungsmoduls (Plot3D) aus der ICONNECT Modulbibliothek. Prinzipiell stellt ICONNECT für Sie die wichtigsten Visualisierungsobjekte bereit, die Sie aus vielen Windows basierenden Applikationen kennen. Ein Displaymanager organisiert für Sie alle Visualisierungsobjekte. Änderungen von Farben, Textgrößen, das Einbringen von 3D-Effekten und vieles mehr sind selbstverständlich, wie das obige Beispiel der Oberflächenprofilmessung gut veranschaulicht. Sie selbst werden auch in dieser Anleitung eine Benutzeroberfläche entwickeln, wobei die wesentlichen Grundeigenschaften der Visualisierungsobjekte angesprochen werden. Zum Schluss dieser mehr theoretischen Einführung wünscht Ihnen Ihr ICONNECT-Team von MICRO-EPSILON viel Spaß für die nächsten 60 Minuten bei der praktischen Arbeit, bzw. beim Erstellen Ihrer ersten ICONNECT-basierenden Anwendung. 4. Installation von ICONNECT Seite 18 4. Installation von ICONNECT Sobald Sie die ICONNECT5 CD in Ihren PC eingelegt haben, startet die CD automatisch. Sollte bei Ihnen diese Funktion deaktiviert sein, öffnen Sie bitte über den Explorer das CD-Laufwerk und starten die Datei "Start.exe" manuell mit einem Doppelklick. In dem nun sichtbaren Start-Bildschirm können Sie sich verschiedenen Informationen zu ICONNECT ansehen und die Installation des Softwarepakets starten. Hinweis: Sie benötigen Administrationsrechte, um die verschiedenen Softwarekomponenten installieren zu können. Drücken Sie zum Starten der Installation den entsprechenden Knopf Installation. Es wird der Installationsassistent gestartet, welcher ICONNECT mit den verschiedenen Zusatzpaketen von Drittanbietern für Sie auf Ihrem Rechner installiert. Drücken Sie auf Weiter um zur nächsten Seite zu gelangen. Hier können Sie nun verschiedene Softwarekomponenten zur Installation auswählen. Falls eine Komponente nicht wählbar ist, so ist sie entweder auf Ihrem PC bereits vorhanden und muss daher kein zweites Mal installiert werden, oder ihr Betriebssystem unterstützt diese Funktion nicht in der benötigten Version. 4. Installation von ICONNECT Seite 19 Wenn Sie Ihre Auswahl getätigt haben, gehen Sie zur nächsten Seite über den Weiter Knopf. Es werden nun der Reihe nach die Softwarekomponenten installiert, sobald Sie den Knopf Installation betätigen. Falls ICONNECT 5 gewählt wurde, beginnt die Installation dieser Komponente. Installation von ICONNECT5 Nachdem Sie in der Installationsroutine die Lizenzvereinbarungen akzeptiert haben, können Sie einen Installationspfad auswählen, standardmäßig wird ICONNECT in C:\Programme\Iconnect installiert. 4. Installation von ICONNECT Seite 20 Sie können nun ein neues Verzeichnis auswählen oder zur nächsten Seite über den Weiter-Knopf gehen. In der darauf folgenden Seite können Sie die Installationsoptionen auswählen. Nach Betätigung von Weiter gelangen Sie in den Dialog, in dem Sie die Programm-Managergruppe auswählen können. Falls Sie ICONNECT nicht unter einem anderen Eintrag ablegen möchten, drücken Sie Weiter. Ansonsten ändern Sie den Eintrag entsprechend Ihren Wünschen. 4. Installation von ICONNECT Seite 21 Nun kann ICONNECT installiert werden. Nach erfolgreicher Installation werden Sie aufgefordert, die Lizenzdiskette für die Lizenzierung von ICONNECT einzulegen. Wenn Sie eine Vollversion von ICONNECT besitzen, so legen Sie bitte die mitgelieferte Lizenzdiskette ein und drücken Sie auf Start. Falls Sie die DEMO-Version von ICONNECT installieren möchten, so verlassen Sie diesen Dialog über Beenden. Es wird dann keine Lizenzierung durchgeführt und der DEMO-Modus aktiviert. Sie haben jetzt ICONNECT erfolgreich auf Ihrem Computer installiert. Falls Sie noch weitere Softwarekomponenten im Installationsassistenten ausgewählt haben, können Sie diese nun installieren. Die vom Installationsassistenten als nächstes zu installierende Komponente wird im aktuellen Dialog angezeigt und die zugehörige Installation kann über den Knopf Installieren gestartet werden. Verfahren Sie mit allen gewählten Komponenten auf diese Art und Weise, bis alle Softwarekomponenten auf Ihrem Computer installiert wurden. Manche Softwarekomponenten erfordern einen sofortigen Neustart des Rechners. Führen Sie diesen bitte durch. Der Installationsassistent wird dann an dieser Stelle wieder aufsetzen und Ihnen anbieten, die nächste gewählte Komponente zu installieren. Für Ihre Notizen Seite 22 5. Tutorial Seite 23 5. Tutorial Erstellung einer Grenzwertüberwachung für eine Wegmessung Sie werden eine Beispiel-Applikation für eine Wegmessung mit ICONNECT erstellen, die sie Schritt für Schritt entwickeln. Ein Signal wird dazu normalerweise von einem Sensor eingelesen, angezeigt und ausgewertet. Wir werden uns in dem Beispiel einer simulierten Datenquelle als Sensorersatz bedienen. Das so "eingelesene" Signal werden Sie anschließend in verschiedenen Varianten darstellen, z.B. in einem Y-tChart oder einer LCD-Anzeige. Sie werden lernen, wie sie das Wegsignal bearbeiten (in unserem Beispiel auf einen festen Wertebereich skalieren), und überwachen können. Dazu werden Sie eine Grenzwertüberwachung erstellen, welche auf Über- bzw. Unterschreiten eines Maximal- bzw. Minimalwertes achtet und Warnungen ausgibt. Abschließend werden Sie eine Applikationsoberfläche für ihre Wegmessung erzeugen und lernen, wie Sie diese an Ihre Wünsche anpassen können. Nachfolgend sehen Sie ein Beispiel einer solchen Applikation, welche Sie im Folgenden erstellen werden. Für Ihre Notizen Seite 24 5.1 Erstellen eines ersten, einfachen Signalgraphen Seite 25 5.1 Die ersten 5 Minuten Erstellen eines ersten, einfachen Signalgraphen In diesem Abschnitt werden Sie ein kleines Beispiel erstellen, welches Sie in die Konzepte von ICONNECT einführt. Dazu wird ein kleiner Signalgraph aus Modulen erstellt und die Signalleitungen zwischen den Modulen erzeugt. 1. Starten Sie ICONNECT. 2. Zuerst benötigen Sie ein leeres Signalgraphdokument. Sollten in ICONNECT bereits Signalgraphen geöffnet sein, so schließen Sie bitte alle Signalgraphen über Datei® Alle schließen. Danach oder auch wenn ICONNECT kein leeres Signalgraphdokument geöffnet hat, öffnen sie über Datei® Neu oder den Toolbar-Knopf ein neues Signalgraphdokument. Sie sollten nun eine Anordnung vorfinden, wie nachfolgend abgebildet. Im oberen Bereich von ICONNECT befinden sich die Menü- und Toolbarleisten, in der Mitte das leere Signalgraphdokument (1), rechts die Modulbibliothek (2) von ICONNECT und darunter das Projektfenster (3). Die Oberfläche von ICONNECT Für Ihre Notizen Seite 26 5.1 Erstellen eines ersten, einfachen Signalgraphen Seite 27 3. Normalerweise werden in einer Applikation Daten von einem Sensor über einen A/D-Wandler oder eine digitale Schnittstellenkarte eingelesen. Wir bedienen uns in diesem Beispiel jedoch einer simulierten Signalquelle. Zur Erstellung einer solchen Signalquelle öffnen Sie in der Modulbibliothek das Verzeichnis Data Source, indem Sie mit der Maus einen Doppelklick auf den Eintrag machen oder mit einem Einfachklick auf das +-Symbol vor dem Eintrag denselben erweitern. 4. Das Modul SigGen ist ein Funktionsgenerator, den Sie als Signalquelle verwenden können. Dazu wählen Sie das Modul durch einen einfachen Linksklick aus und ziehen den Funktionsgenerator mit gedrückter linker Maustaste per Drag&Drop in das leere Signalgraphdokument. Auf diese Weise haben Sie das erste Modul ihrer Applikation erstellt. Das Signalgenerator-Modul wird als SigGen1 bezeichnet, was die erste Instanz darstellt; zur Unterscheidung von mehreren Signalgeneratoren in einem Signalgraphen werden diese fortlaufend nummeriert (SigGen2, SigGen3,…). 5. Die von dem Funktionsgenerator erzeugten Werte können Sie über den Parameterdialog des Moduls beeinflussen. Dieser kann durch einen Doppelklick auf das Modulicon im Signalgraphen oder über das Kontextmenü eines jeden erzeugten Moduls (Rechtsklick auf das Modul, Menüpunkt Eigenschaften…) geöffnet werden. Öffnen Sie nun den Parameterdialog über das Kontextmenü oder über einen Doppelklick auf das Modulicon. Standardmäßig wird eine 1-Hz-Sinusschwingung (Signal® Frequenz (Hz)) simuliert, die mit 100Hz (Ausgabe ® Abtastrate (Hz)) abgetastet wird. Ändern Sie nun im Ausgabefeld die Abtastrate des Sinussignals auf 1500Hz. Sie bestätigen die eingestellten Parameter über den OK-Knopf. Für Ihre Notizen Seite 28 5.1 Erstellen eines ersten, einfachen Signalgraphen Seite 29 Parameterdialog von SigGen mit der Änderung 6. Die erzeugten Daten können Sie in einer Y-t-Ansicht darstellen. Öffnen Sie dazu in der Modulbibliothek das Verzeichnis Display und dort das Unterverzeichnis Array. In dieser Gruppe sind alle Anzeigemodule zusammengefasst, die eine Visualisierung von zeitlichen Abläufen bieten. Erzeugen Sie das Modul AnalogChart wieder per Drag&Drop, indem Sie es aus der Bibliothek auswählen und in das Signalgraphdokument ziehen. 7. Module besitzen Ein- und Ausgänge. Eingänge befinden sich immer an der linken Seite des Modulicons, Ausgänge auf der rechten Seite. Ausgangsseitig hat das Modul SigGen1 z.B. vier Ausgänge, von oben nach unten sind dies Signal, Signal-TTL, Error, Error-Text. Sie können sich die Namen der Ein- und Ausgänge jederzeit über einen ToolTip anzeigen lassen, indem Sie mit dem Mauszeiger kurz über dem entsprechenden Ein-/Ausgang verweilen. Verbinden Sie nun den Ausgang Signal des Funktionsgenerators mit dem Eingang I1 der Anzeige AnalogChart1. Dazu klicken Sie mit der linken Maustaste auf den Ausgangsport des Funktionsgenerators, ziehen die Kante (bei losgelassener Maustaste) zu dem Eingang des Anzeigemoduls und klicken auf den Eingangsport I1 dieses Moduls. Für Ihre Notizen Seite 30 5.1 Erstellen eines ersten, einfachen Signalgraphen Seite 31 Schon haben Sie eine Signalverbindung erzeugt, welche die generierten Werte vom Funktionsgenerator zu der Anzeigeeinheit weiterleitet. Über den Menüpunkt Fenster® Nebeneinander können Sie sich die Fenster des Signalgraphen und der Anzeige nebeneinander ausrichten lassen. Ihr erster Signalgraph Starten Sie nun den Signalgraphen über den Menüpunkt Messung® Start/Stopp oder den Toolbar-Knopf. Sie sehen nun ein Sinussignal, das vom Funktionsgenerator erzeugt wird. Der Signalgraph wird wieder gestoppt, sobald der Menüpunkt Messung® Start/Stopp erneut ausgewählt oder der entsprechende Toolbar-Knopf betätigt wird. Stoppen Sie nun die Messung. Anzeige des Sinussignals im AnalogChart Für Ihre Notizen Seite 32 5.2 Erweiterung um eine Signalverarbeitung Seite 33 5.2 Die nächsten 10 Minuten Erweiterung um eine Signalverarbeitung Im Folgenden wird nun in den bereits erstellten Signalgraphen ein Signalverarbeitungsmodul eingebaut. Das Sinussignal soll beispielsweise auf einen von Ihnen vorgegebenen Wertebereich skaliert werden. Außerdem lernen Sie die umfangreiche Online-Hilfe von ICONNECT sowie einige weitere komfortable Funktionen von ICONNECT kennen. 1. Zunächst erzeugen Sie bitte ein Modul Scale. Dieses finden Sie in der Modulbibliothek in dem gleichnamigen Verzeichnis Scale. Alternativ können Sie dieses Modul auch von ICONNECT in der Modulbibliothek suchen lassen. Geben Sie dazu in dem Feld über der Modulbibliothek den gewünschten Modulnamen (in unserem Fall Scale) ein. Sobald Sie den Suchen-Knopf neben diesem Eingabefeld gedrückt haben, öffnet ICONNECT das Verzeichnis Scale mit dem gleichnamigen Modul Scale. Alternativ können Sie auch eine Liste aller gefundenen Module zu dem Suchbegriff aufrufen, indem Sie unter dem Suchfeld die Ansicht auf Liste umschalten. Durch Betätigen der Baum-Schaltfläche gelangen Sie wieder zurück zur gewohnten Baumansicht der Modulbibliothek. Per Drag&Drop erzeugen Sie wie gewohnt im Signalgraphen das Modul zur Skalierung der Werte. Hinweis: Bei den Suchmöglichkeiten reicht es auch aus, den Teil eines Modulnamens als Suchbegriff einzugeben. So würde Scale auch bei den Suchbegriffen S, Sc, Sca usw. gefunden werden. Für Ihre Notizen Seite 34 5.2 Erweiterung um eine Signalverarbeitung Seite 35 2. Nun muss das Scale-Modul in den Signalfluss eingebunden werden, so dass das Signal nach dem Funktionsgenerator zuerst die Skalierung durchläuft und erst anschließend in die Anzeige gelangt. Dazu löschen Sie die bereits vorhandene Signalleitung, indem Sie per Linksklick die Leitung markieren und anschließend per Bearbeiten® Löschen oder durch Drücken der Del- bzw. Entf-Taste das markierte Element entfernen. Auf dieselbe Art und Weise können Sie auch Module markieren und aus dem Signalgraphen entfernen. Zum Markieren mehrerer Elemente können Sie einen Selektionsrahmen bei gedrückter linker Maustaste erzeugen. Alternativ können Sie eine Selektion aufbauen, indem Sie bei gedrückter Strg- bzw. Ctrl-Taste mehrere Module und Kanten per Mausklick auswählen. Die Selektion wird durch einen Linksklick auf einen freien Bereich wieder aufgehoben. 3. Um das Scale1-Modul in den Signalfluss einzubinden, müssen die entsprechenden Leitungen von den Ausgängen zu den Eingängen der Module gelegt werden. ICONNECT bietet Ihnen im Umgang mit den Modulen einige Hilfestellungen an, welche an dieser Stelle kurz skizziert werden. Wie bereits erwähnt wurde, werden Ihnen die Namen der Ein- und Ausgänge über einen Tooltip eingeblendet, wenn Sie mit dem Mauszeiger über dem entsprechenden Ein-/Ausgang kurz verharren. Wenn Sie mit der rechten Maustaste auf ein Modul klicken, öffnet sich ein Kontextmenü. Wenn Sie nun den Punkt Ein-/Ausgangsdatentypen auswählen, so öffnet sich ein Dialog, in dem alle Signaleingänge und -ausgänge des Moduls mit den entsprechend zugehörigen Datentypen (z.B. DOUBLE, SWORD, etc.) aufgelistet sind. Klicken Sie auf Hilfe, um weitere Informationen zur Definition der Datentypen in ICONNECT zu erhalten. So können Sie einfach herausfinden, welche Signale ein Modul an welchem Eingang erwartet bzw. an welchem Ausgang bereitstellt. Für Ihre Notizen Seite 36 5.2 Erweiterung um eine Signalverarbeitung Seite 37 Beispielsweise bedeutet eine Anzeige von TYPEINFO{Typeinfo} DOUBLE[]{TIME_DOMAIN} in der Beschreibung der Ports von AnalogChart1, dass mehrere Fliesskommazahlen als Eingangswerte erwartet werden, welche Daten im Zeitbereich darstellen. Schließen Sie bitte den Dialog wieder. 4. Es können nur Leitungen zwischen gleichen Datentypen erzeugt werden. ICONNECT überwacht dies während der Erzeugung der Signalleitungen und unterbindet automatisch unzulässige Leitungen. Öffnen Sie erneut das Kontextmenü eines Moduls. Wählen Sie den Punkt Hilfe. Es wird eine Hilfeseite zu dem entsprechenden Modul aufgerufen, in dem eine Beschreibung der Funktionen des Moduls, der Parameter und der Ein- und Ausgänge ersichtlich ist und Ihnen jederzeit die nötigen Informationen für die Moduleinbindung und Parametrierung bietet. In dem Hilfefenster können Sie auch nach Schlagwörtern in allen Hilfeseiten von ICONNECT suchen. Geben Sie dazu im Suchfeld einen Begriff ein und drücken anschließend den Knopf neben dem Eingabefeld. Es werden alle Fundstellen aufgelistet, welche Sie mit einem Doppelklick auf den jeweiligen Eintrag öffnen können. Wechseln Sie nun wieder zurück zum ICONNECT Hauptfenster. Versuchen Sie nun eine ungültige Leitung zu erstellen, z.B. von Ausgang ErrorText von SigGen1 zum Eingang EXT von Scale1. Sie werden mit einer Fehlermeldung darauf hingewiesen, dass diese Typen nicht kompatibel sind. 5. Erzeugen Sie jetzt gültige, neue Signalleitungen in gewohnter Weise vom Funktionsgenerator zum Skalierungsmodul und von dort weiter zur Anzeigeeinheit. Verbinden Sie dazu den Ausgang Signal von SigGen1 mit dem Eingang I1 von Scale1 und den Ausgang O1 von Scale1 mit dem Eingang I1 des AnalogChart1. Falls Sie sich nicht sicher sind, welche Einbzw. Ausgänge dies an den Modulen sind, greifen Sie an dieser Stelle wieder auf die Tooltips der Ein- und Ausgänge zurück, welche Ihnen die Namen schnell anzeigen. Für Ihre Notizen Seite 38 5.2 Erweiterung um eine Signalverarbeitung Seite 39 6. Signalgraphen können in ICONNECT automatisch mit einem rechtwinkligen Layout versehen werden, was der Übersichtlichkeit dient. Diese Funktion können Sie unter Bearbeiten® rechtwinklige Verdrahtung aufrufen oder über den Toolbar-Knopf. Der rechtwinklig verdrahtete Signalgraph 7. Passen Sie nun den Bereich der Skalierung auf Ihre Wünsche hin an. Öffnen Sie dazu per Doppelklick auf das Scale1-Modul im Signalgraphen den Parameterdialog. Sie möchten den Bereich der Skalierung auf -100 bis +100 stellen. Tragen Sie dazu im Ausgangsfeld unter Min -100 und unter Max 100 ein. Durch betätigen des OK-Knopfes werden die Parameter übernommen und der Dialog geschlossen. Hinweis: Eine Beschreibung aller Parameter können Sie in der Hilfeseite des jeweiligen Moduls einsehen, welche auch im Parameterdialog über den Knopf Hilfe aufgerufen werden kann. Modifizierter Parameterdialog von Scale Für Ihre Notizen Seite 40 5.2 Erweiterung um eine Signalverarbeitung Seite 41 8. Wenn Sie den Signalgraphen wieder Starten, sehen sie ein Sinussignal, das nun in dem Bereich -100 bis +100 verläuft. 9. Stoppen Sie den Signalgraphen wie schon bekannt über Messung® Start/Stop oder den entsprechenden Toolbar-Knopf. Für Ihre Notizen Seite 42 5.3 Erweiterung um digitale Anzeigen Seite 43 5.3 Erweiterung um digitale Anzeigen in 5 Minuten Als nächsten Schritt werden Sie nun Ihr Signal parallel zu der Analoganzeige in weiteren, digitalen Anzeigen darstellen. 1. Erstellen Sie nun ein LCD Modul in ihrem Signalgraphen zur direkten Anzeige des Signals. Das entsprechende Modul LCDisp finden sie in der Modulbibliothek im Verzeichnis Display und dem dortigen Unterverzeichnis Scalar. In dieser Gruppe sind Module zusammengefasst, die ein Signal als Skalarwert darstellen können. Erzeugen Sie das Modul in gewohnter Weise per Drag&Drop. Alternativ können Sie das Modul auch über die integrierte Suchfunktion von ICONNECT finden lassen, wie es im vorigen Lernschritt beschrieben wurde. 2. Erzeugen Sie auch ein LinGauge-Modul aus demselben Verzeichnis der Modulbibliothek. Dieses Modul ermöglicht eine Darstellung des Skalarwertes als Bargraf und bietet vielfältigste Möglichkeiten, die Bargrafanzeige individuell zu gestalten. 3. Binden Sie die Anzeigemodule in den Signalfluss ein. Erzeugen Sie dazu von dem Ausgang O1 von Scale1 eine Signalleitung zum Eingang I1 von LCDisp1 und von demselben Ausgang auch eine weitere Signalleitung zum Eingang I1 von LinGauge1. Wie Sie sehen, können an einen Ausgang mehrere Signalleitungen angeschlossen werden, die Daten werden parallel auf allen angeschlossenen Leitungen zur Verfügung gestellt. Eingänge hingegen können höchstens an einer Signalleitung angeschlossen sein. Für Ihre Notizen Seite 44 5.3 Erweiterung um digitale Anzeigen Seite 45 4. Erstellen Sie wieder ein rechtwinkliges Layout über den Menüpunkt Bearbeiten® rechtwinklige Verdrahtung oder den Toolbar-Knopf. Der Signalgraph mit den verschiedenen Anzeigeelementen 5. Alle Anzeigeelemente sind in einer Baumstruktur im Projektfenster gelistet. Ein Doppelklick auf die einzelnen Einträge im Projektfenster lässt das dazugehörige Fenster im Vordergrund erscheinen. 6. Starten Sie nun den Signalgraphen. Das Signal wird an alle angeschlossenen Anzeigen übertragen und auf verschiedene Art und Weise dargestellt. Beachten Sie, dass standardmäßig die Skalierungen der Anzeigen automatisch auf den maximal zulässigen und sinnvollen Bereich gesetzt werden. 7. Beenden Sie den Signalgraphen. Für Ihre Notizen Seite 46 5.4 Erweiterung um eine Grenzwertüberwachung Seite 47 5.4 Die nächsten 10 Minuten Erweiterung um eine Grenzwertüberwachung Als nächstes möchten Sie die Werte Ihres Signals in der Applikation überwachen und Warnungen bei Über- bzw. Unterschreiten von Grenzwerten erzeugen. 1. Zuerst fügen Sie bitte dem Signalgraphen ein Limits-Modul hinzu. Dieses finden Sie in dem Modulverzeichnis Signal Processing® Misc oder wenn Sie in der Modulsuchfunktion Limits eingeben. Erzeugen Sie das Modul in gewohnter Weise per Drag&Drop. 2. Öffnen Sie den Parameterdialog des Limits1-Moduls im Signalgraphen per Doppelklick auf das Icon. Stellen Sie unter Min./Max. Warngrenzen ein, z.B. -70 und +70. Schließen Sie den Dialog per OK. Limit-Parameterdialog mit den neuen Werten 3. Verbinden Sie den Ausgang O1 des Scale1-Moduls mit dem Eingang I1 des Limits1-Moduls. 4. Für die Anzeige einer Über- bzw. Unterschreitung der Grenzwerte fügen Sie nun jeweils ein BinaryDisp Modul hinzu, zu finden in der Modulbibliothek unter Display® Binary. In dieser Sektion finden Sie alle Module zur Anzeige von Binärsignalen. Das gewählte Modul stellt Ihnen den aktuellen Zustand über eine LED-Anzeige sowie einer textuellen Beschreibung dar. Fügen Sie bitte zwei BinaryDisp-Module Ihrem Signalgraphen hinzu. Für Ihre Notizen Seite 48 5.4 Erweiterung um eine Grenzwertüberwachung Seite 49 Parameterdialog von BinaryDisp mit den neuen Beschreibungen 5. Öffnen Sie den Parameterdialog des ersten BinaryDisp-Moduls. In diesem Dialog können Sie u.a. eine Beschreibung der Zustände vergeben. Fügen Sie in die Felder An® I1 den Text "Limit überschritten" und Aus ® I1 den Text "Wert ok" ein. Schließen Sie den Parameterdialog über den OKKnopf. 6. Analog dazu verfahren Sie mit dem zweiten BinaryDisp-Modul in Ihrem Signalgraphen. Öffnen Sie dessen Parameterdialog und vergeben als Beschreibung für An® I1 "Limit unterschritten" und für Aus ® I1 "Wert ok". Schließen Sie den Dialog wiederum per OK-Knopf 7. Verbinden Sie nun den Limits1-Ausgang S> mit dem Eingang I1 des ersten BinaryDisp-Moduls und den Limits1-Ausgang S< mit dem Eingang I1 des zweiten BinaryDisp-Moduls. Für Ihre Notizen Seite 50 5.4 Erweiterung um eine Grenzwertüberwachung Seite 51 Setzen Sie an dieser Stelle auch wieder die Option zum rechtwinkligen Verdrahten ein (Menüpunkt Bearbeiten® rechtwinklige Verdrahtung), um den Signalgraphen übersichtlich zu gestalten. 8. Lassen Sie sich die Fenster über den Menüeintrag Fenster® Nebeneinander anordnen. Signalgraph mit implementierter Limitüberwachung 9. Starten Sie die Applikation. Sobald eine der beiden Grenzen über- bzw. unterschritten wird, leuchtet die entsprechende LED auf und die vorgegebenen Meldungen erscheinen als Text neben der LED. 10. Stoppen Sie den Signalgraphen wieder. Für Ihre Notizen Seite 52 5.5 Erstellung einer Benutzeroberfläche Seite 53 5.5 Die nächsten 20 Minuten - Erstellung einer Benutzeroberfläche Nun lernen Sie die Erstellung einer eigenen Benutzeroberfläche für Ihre Applikation. Dazu werden Sie die verschiedenen Anzeigevarianten für das Sinussignal nicht in eigenen Fenstern, sondern in einer einheitlichen Oberfläche darstellen lassen. 1. Die Verwaltung einer Benutzeroberfläche für einen (Teil-)Signalgraphen übernimmt das DisplayManager-Modul. Erzeugen Sie ein solches Modul wie gewohnt per Drag&Drop in Ihrem Signalgraphen. Es befindet sich in der Modulbibliothek in dem Verzeichnis Display. Nach dem Erzeugen erscheint ein neues Fenster, in dem die Benutzeroberfläche später zusammengesetzt und angepasst werden kann. Minimieren Sie dieses Fenster momentan. 2. Öffnen Sie nun dessen Parameterdialog per Doppelklick auf das DispMgr1 -Modul in Ihrem Signalgraphen. Erhöhen Sie unter Grundeinstellungen die Anzahl der Anzeigen auf fünf (jede der Anzeigen LCDDisp, LinGauge, etc. soll eingebunden werden) und vergeben einen Namen für die Oberfläche in dem Feld Titel, z.B. "ICONNECT in 60 min DEMO". Bestätigen Sie die neuen Werte und schließen den Dialog per OKKnopf. Für Ihre Notizen Seite 54 5.5 Erstellung einer Benutzeroberfläche Seite 55 Daraufhin werden dynamisch neue Eingänge am DispMgr1-Modul generiert. Wenn Sie die Maus über die Eingänge bewegen, sehen Sie die entsprechenden Eingangsnamen per eingeblendeten Tooltip (I1...I5 entsprechend der eingestellten Anzeigenanzahl). Der Parameterdialog des DisplayManagers mit den neuen Einstellungen 3. An die neu entstandenen Eingänge I1 bis I5 des Moduls können Sie die bereits vorhandenen Anzeigen in Ihrem Signalgraphen anschließen. Damit Visualisierungsmodule ihre Anzeigen nicht selbständig in eigenen Fenstern darstellen, muss in den entsprechenden Parameterdialogen der Parameter Display von intern auf extern verändert werden. Für Ihre Notizen Seite 56 5.5 Erstellung einer Benutzeroberfläche Seite 57 Öffnen Sie dazu der Reihe nach die Parameterdialoge der Module AnalogChart1, LCDisp1, LinGauge1 und der beiden BinaryDispModule und verändern diese Einstellung. Jedes so veränderte Modul erhält daraufhin einen neuen Ausgang EXT. Modifikation der Anzeigenart beispielhaft im Parameterdialog von AnalogChart 4. Verbinden Sie die Ausgänge EXT dieser fünf Module mit den Eingängen I1-I5 des DispMgr1-Moduls wie in der Abbildung ersichtlich. Der Übersichtlichkeit halber können Sie an dieser Stelle wieder eine rechtwinklige Verdrahtung (Bearbeiten® rechtwinklige Verdrahtung) generieren lassen. Der fertige Signalgraph Für Ihre Notizen Seite 58 5.5 Erstellung einer Benutzeroberfläche Seite 59 5. Nachdem Sie die Display-Module an den DisplayManager angeschlossen haben, maximieren Sie bitte das DisplayManager-Fenster wieder, z.B. über den Menüpunkt Fenster® "ICONNECT in 60 min - Demo" oder über einen Doppelklick auf gleichnamigen Eintrag im Projektfenster. In dem Fenster sind die Anzeigeelemente sichtbar, die an den DisplayManager angeschlossen wurden. Durch einen Doppelklick in die Zeichenfläche oder über das Kontextmenü® Editiermodus des DisplayManagers kann der Editiermodus aktiviert werden. Wenn Sie die Maus über ein Visualisierungselement bewegen, verändert sich der Mauszeiger in einen gekreuzten Doppelpfeil und die entsprechende Anzeige kann bei gedrückter linker Maustaste in der Oberfläche verschoben werden. Wenn Sie ein Anzeigeelement am Rand mit der Maus anfassen, können Sie die Größe der Anzeige beeinflussen. 6. Sie können im DisplayManager Layout-Hilfen verwenden. Markieren Sie dazu die gewünschten Module, indem Sie mit der linken Maustaste auf das Anzeigeobjekt klicken. Daraufhin wird es schraffiert umrahmt und ist aktuell ausgewählt. Weitere Anzeigen können dieser Auswahl hinzugefügt werden, wenn bei gedrückter Ctrl/Strg-Taste und mit der linken Maustaste nacheinander auf Anzeigeobjekte geklickt wird. Alle schraffiert umrahmten Anzeigeelemente können als Gruppe im DisplayManager neu positioniert werden. Sie bewegen die gesamte Gruppe mit der Maus, indem Sie innerhalb eines Gruppenelementes bei gedrückter linker Maustaste (Mauszeiger: gekreuzter Doppelpfeil) die gesamte Gruppe auf einmal verschieben. Zur Änderung des Layouts (z.B. Anzeigeobjekte links ausrichten etc.) drücken Sie die rechte Maustaste innerhalb eines Anzeigeelements. Es öffnet sich das Kontextmenü, in dem Sie unter dem Menüeintrag Objekte ausrichten die verschiedenen Optionen (wie z.B. links ausrichten) finden. Um mehrere Elemente auszurichten, markieren Sie alle einzelnen Elemente und öffnen über dem Referenzobjekt das Kontextmenü zum Ausrichten der Objekte. Nun werden alle Elemente der gewählten Option an dem gewählten Referenzobjekt ausgerichtet. Für Ihre Notizen Seite 60 5.5 Erstellung einer Benutzeroberfläche Seite 61 7. Wenn Sie die Anzeigen Ihren Wünschen entsprechend platziert haben, können Sie den Signalgraphen starten und den Werteverlauf auf allen Anzeigen in der Oberfläche Ihrer Applikation betrachten. Die Darstellung in einer eigenen GUI 8. Stoppen Sie den Signalgraphen wieder. Für Ihre Notizen Seite 62 5.6 Anpassen einer Benutzeroberfläche Seite 63 5.6 Anpassen der Benutzeroberfläche in 10 Minuten In ICONNECT können Sie das Erscheinungsbild aller Anzeigen beeinflussen. So können Sie Farben, Größe, etc. verändern, oder aber auch Rahmen und weitere Beschreibungstexte einer erstellten Applikationsoberfläche hinzufügen. 1. Öffnen Sie bitte den Parameterdialog des DispMgr1-Moduls. Die generelle Farbe einer Oberfläche können Sie im DisplayManager mit der Farbauswahl unter Hintergrundfarbe verändern. Sobald Sie auf den Farbknopf gedrückt haben, öffnet sich ein Farbdialog, indem Sie eine neue Farbe auswählen können. Verändern Sie die Farbe auf ein hellgrau und schließen Sie den Farbauswahl- und danach den Parameterdialog per OK. 2. Im Parameterdialog des AnalogChart1 können Sie die Repräsentation des Y-t-Displays verändern. Öffnen Sie den Parameterdialog. Wenn Sie in der rechten Baumansicht den Kanal I1 doppelklicken, erscheint ein Dialog zur Anpassung dieses Eingangssignals. Verändern Sie die Farbe des dargestellten Signals auf blau, indem Sie den Farbauswahldialog durch Drücken des Farbknopfes aktivieren. Schließen Sie anschließend wieder alle Dialoge. 3. Das Erscheinungsbild der LCD Anzeige kann in dem Parameterdialog von LCDisp1 angepasst werden. Wenn Sie diesen Parameterdialog öffnen, können Sie im Bereich Farben die Hintergrund-, Segment und Rahmenfarben verändern. Legen Sie für den Hintergrund, Rahmen und inaktive Segmente schwarz fest, für aktive Segmente die Farbe rot. Bestätigen Sie neue Parameter durch Beendigung des Dialogs per OKKnopf. Für Ihre Notizen Seite 64 5.6 Anpassen einer Benutzeroberfläche Seite 65 4. Im LinGauge-Modul können Sie sehr anspruchsvolle Anzeigen erstellen. An dieser Stelle werden Sie einige kleine Modifikationen kennen lernen, welche die Darstellung des Bargrafen verändern. Öffnen Sie den Parameterdialog des LinGauge1-Moduls. Im Reiter Hintergrund können Sie Hintergrundfarben und -bilder verändern. Belassen Sie die Einstellung auf transparent. Wechseln Sie nun in den Reiter Band. Dort können Sie die Füllung (aktuelle Farbe) und die Füllfarbe rechts neben dem Auswahlfeld verändern. Stellen Sie die Füllfarbe auf grau ein und verändern die Farben in allen Rahmenfeldern Links/Oben und Rechts/Unten auf schwarz. Wenn Sie nun in den Reiter Zeiger wechseln, können Sie den Typ der Anzeige verändern. Wechseln Sie im Feld Zeigertyp auf eine reine Balkenanzeige (Option Balken ab Min (TI)). Die Farbe kann im nebenstehenden Farbfeld verändert werden. Verändern Sie diese in Dunkelgrün. Die Digitalanzeige der Werte im Zeiger kann unter Digital einbzw. ausgeschaltet werden. Deaktivieren Sie bitte die Digitalanzeige. Schließen Sie den Dialog über den OK-Knopf. 5. In den BinaryDisp-Modulen können Sie im Parameterdialog im Feld Anzeige die Art (LED/Checkbox) verändern. Die Farben der LEDs können Sie mit den Farbdialogen verändern, welche nach Drücken der Farbe An… bzw. Farbe aus… Knöpfe erscheinen. Verändern Sie Farbe An in ein kräftiges, leuchtendes Grün und Farbe aus auf ein dunkles Grün. Beenden Sie den Dialog nach den Änderungen per OK-Knopf. Für Ihre Notizen Seite 66 5.6 Anpassen einer Benutzeroberfläche Seite 67 6. Wechseln Sie nun in das DisplayManager-Fenster, z.B. durch einen Doppelklick auf den Eintrag "ICONNECT in 60 min-DEMO" im Projektfenster. Aktivieren Sie den Editiermodus wieder durch einen Doppelklick in die Oberfläche. Im DisplayManager-Fenster können Sie beliebigen Text und Rahmen bzw. Linien erzeugen. Klicken Sie dazu mit der rechten Maustaste in einen freien Bereich des DisplayManagers. Im darauf erscheinenden Kontextmenü können Sie einen Text in die Oberfläche einfügen. Wählen Sie dazu den Punkt Text einfügen. Es öffnet sich ein Dialog, in dem Sie einen freien Text eingeben können. Durch Drücken des Schriftart-Knopfes können Sie die Schrift nach Ihren Wünschen anpassen. Nach dem Schließen des Texteingabe-dialoges erscheint das Textobjekt in der Oberfläche. Es kann wie gewohnt mit der Maus selektiert, verschoben und zusammen mit anderen Elementen in ein Layout eingepasst werden. Durch einen Doppelklick auf das Textobjekt können Sie es nachträglich noch modifizieren. Rahmen und Linien können Sie erzeugen, indem Sie im obigen Kontextmenü den Punkt Rechteck einfügen oder Linie einfügen wählen. Sie können daraufhin die Größe des Rechtecks bzw. die Länge und Orientierung der Linie ändern. Durch einen weiteren Linksklick wird das Rechteck bzw. die Linie erzeugt. Das Rechteck- bzw. Linienobjekt kann anschließend in der Oberfläche wie gewohnt verschoben und modifiziert werden. Durch einen Doppelklick auf das Objekt können noch Parameter wie Typ, Farbe, Linienart etc. verändert werden. 7. Versehen Sie Ihre Applikation mit einem Beschreibungstext (z.B. "Grenzwertüberwachung einer Wegmessung") und verändern die Schriftart und -größe dieses Textes wie oben beschrieben. Für Ihre Notizen Seite 68 5.6 Anpassen einer Benutzeroberfläche Seite 69 8. Gruppieren Sie Anzeigeelemente logisch mit Hilfe von Rahmenelementen. Um einen 3D-Effekt zu erhalten, verändern Sie die Rahmenfarben, indem Sie auf ein Rahmenelement einen Doppelklick machen. Im nun erscheinenden Dialog verändern Sie die Farbe für links&oben in Dunkelgrau, rechts&unten in Weiß (oder wählen eines der Standardschemata aus) und schließen den Dialog per OK-Knopf. Sie sollten nun eine Darstellung ähnlich dem nachfolgenden Beispiel haben. Die fertige Oberfläche Ihrer Applikation 9. Starten Sie nun wieder Ihren Signalgraphen. Sie haben nun Ihre erste ICONNECT-Applikation fertig gestellt. Gratulation von Ihrem ICONNECT-Team! Sie können den fertigen Signalgraphen mit einer Beispieloberfläche in C:\Programme\ICONNECT\Examples\Tutorial finden. 6. Schlussbemerkungen und Lizensierung Seite 70 6. Schlussbemerkungen Wie die Überschrift schon erkennen lässt, haben Sie den größten Teil des "ICONNECT in 60 Minuten" erarbeitet. Sie werden uns, Ihrem ICONNECTTEAM von MICRO-EPSILON, bestimmt zustimmen können, dass Sie als Erstanwender mit der Erstellung dieses Signalgraphen nicht von uns überfordert worden sind. Das Beispiel wird Ihnen häufig bei professionellen Anwendungen als Teilbereich wieder begegnen, so dass Sie schon jetzt gelernte Techniken wiederverwenden können. als Fortgeschrittener mit reichlich Erfahrung bei der Nutzung von Fremdprodukten viele Vorteile in ICONNECT erkannt haben, die Sie bislang vermisst oder nur über Umwege erzielen konnten. Darum sollen Ihnen die nächsten Kapitel einen Überblick über das restliche Leistungsangebot unserer ICONNECT-Produktgruppe geben. 6.1 Lizenzierung Nachdem Sie erfolgreich ICONNECT in 60 Minuten durchgearbeitet und den am Anfang dieser Broschüre versprochenen Mehrwert dieser Software bei der Entwicklung Ihrer Anwendung nachvollzogen haben, möchten Sie natürlich auch wissen, welche Lizenzierungsvarianten es für diese Software gibt. Bei der Festlegung der Lizenzierung haben wir bewusst den Weg gewählt, die Lizenzgebühren dem Umfang Ihrer Aufgabenstellung anzupassen, d.h. von preiswert für eine Applikation mit wenigen Signalgraphmodulen bis hin zu einer Vollversion, die Ihnen alle Wünsche für eine heute zu erstellende Applikation erfüllt und Sie darüber hinaus auch zukünftig bei zu erstellenden Applikationen unterstützt. 6. Lizensierung Seite 71 Sie erhalten ICONNECT-Lizenzen für die Betriebssysteme Windows NT 4.0 / 95 / 98 / 2000 / ME / XP in den nachfolgenden Varianten: Starterkit (eingeschränkte Vollversion) max. 50 Module gleichzeitig verwendbar, keine Benutzerverwaltung, keine Erstellung von Runtime-Version Lieferumfang: Produkt-CD, Online-Dokumentation, Handbuch, Messhardware DataGate ADC10.6 zum Anschluss an einen PC über die serielle Schnittstelle, inkl. serielles Kabel (DataGate ADC10.6 hat 6 Kanäle single-ended mit 1kHz Abtastrate / Kanal) Light-Version (eingeschränkte Vollversion) max. 150 Module gleichzeitig verwendbar Lieferumfang: Produkt-CD mit Lizenzdiskette und Dongle, Online-Dokumentation, Handbuch Developer-Version (Vollversion) Lieferumfang: Produkt-CD mit Lizenzdiskette und Dongle, Online-Dokumentation, Handbuch Expert-Version (entspricht Developer-Version) mit zusätzlicher Offenlegung der Modulschnittstellen zur eigenen Programmierung von Modulen und 1 Tag Applikationsprogrammierschulung, 1 Tag Modulprogrammierschulung, innerhalb von 12 Monaten bei MICRO-EPSILON, 1 Jahr Wartungsvertrag Runtime-Version (zur Ausführung lauffähiger ICONNECT-Programme) Lieferumfang: Produkt-CD mit Lizenzdiskette und Dongle, Online-Dokumentation 6. Schulung und Serviceleistungen Seite 72 6.2 Schulung Natürlich finden in unserem Haus regelmäßig ICONNECT Schulungen statt, die thematisch auf Ihre individuellen Bedürfnisse angepasst werden können. Als Schulungsort bieten wir unsere im Haus vorhandenen Räume an. Die Schulung kann auch bei Bedarf an einem Ort Ihrer Wahl stattfinden. Nehmen Sie diesbezüglich mit uns Kontakt auf, um Einzelheiten zu besprechen. Standardmäßig bieten wir an 1 Tag Anwenderschulung 1 Tag Modulentwicklungsschulung 6.3 Serviceleistungen Bei Abschluss eines Wartungsvertrages steht Ihnen eine Servicehotline zur Verfügung, deren Serviceumfang zu definieren ist. Updates bzw. Upgrades von ICONNECT bringen Ihr ICONNECT auf den gewünschten Release-Stand, z.B. durch ein Upgrade von Runtime- auf Developerlizenz oder ein Upgrade von Light- auf Developerlizenz. An dieser Stelle verabschiedet sich Ihr ICONNECT-Team. Wir danken Ihnen sehr herzlich, ICONNECT in 60 Minuten bis zu diesem Zeitpunkt begleitet zu haben. Wir hoffen, Sie persönlich bei Ihrem Geschäftserfolg zu unterstützen, indem wir Ihre zu erstellenden Lösungen durch unseren Rat bereichern, noch offene Fragen beantworten oder Ihre Applikation auf Basis von ICONNECT durch unser Beraterteam erstellen lassen. Unsere Kontaktadresse finden Sie auf der Rückseite dieser Anleitung. 7. Schlüsselbegriffe Seite 73 7. Schlüsselbegriffe in ICONNECT Natürlich wissen wir, dass Sie viele dieser Erklärungen kennen. Wir haben jedoch die Erfahrung gemacht, dass viele auf dem Markt verwendeten Begriffe und Abkürzungen missverständlich verwendet werden. Deshalb erklären wir in dieser Anleitung die verwendeten Schlüsselbegriffe, gelistet in alphabetischer Reihenfolge. A/D Wandler: Analog/Digitalwandler wandeln analoge Signale in Digitalsignale. Die Qualität dieser Wandler ist primär abhängig von der Bitbreite und der maximalen Abtastrate. Als Gegenstück existieren D/A-Wandler. Algorithmus: Bearbeitung von Informationen nach einem vorgegebenen Ablauf. Anwendungsprogramm: Anwendungsprogramme bzw. Applikationen sind Softwareprodukte und Bestandteil industrieller Lösungen. Anwendungsprogramme für messtechnische Aufgaben gliedern sich im allgemeinen in die Signalerfassung, Signalverarbeitung und Signalvisualisierung. Array: Signaldaten bestehend aus mehreren Elementen. Ausgabeteil: Teil der Signalvisualisierung. Typische grafische Objekte sind: Diagramme, Bargraph, Siebensegmentanzeige, Labels, etc. Bitbreite: Die Bitbreite ist ein Maß für die Auflösung bei A/D- bzw. D/AWandlern. Je höher die Bitbreite, umso besser die Auflösung. Block: Im Signalgraphen werden Signalblöcke verarbeitet, die neben den Daten mit den Attributen Signalname, Wertebereich des Signals, Abtastrate, Signaleinheit und Zeitstempel versehen sind. 7. Schlüsselbegriffe Seite 74 Breakpoint: Ein Haltepunkt, bei dessen Erreichen die Ausführung des Signalgraphen gestoppt wird. Client/Server: Auch Client/Server Architektur genannt, bei der in Rechnernetzwerken von der "verteilten Intelligenz" Gebrauch gemacht wird. Die Clientkomponente (Kunde) stellt dabei einen vollständigen Personalcomputer dar (im Gegensatz zu einem Standard-Terminal) und bietet den Benutzern uneingeschränkt alle Leistungen und Funktionen für den Betrieb von Anwendungen. Die Serverkomponente (Lieferant), bei der es sich um einen hardwaremäßige Erweiterung eines Personalcomputers bis zu einem Großrechner handelt, stellt übergeordnete Funktionalität für den Rechnerverbund bereit, wie z.B. Datenverwaltung, Benutzerverwaltung, Druckerverwaltung, Netzwerkverwaltung, Sicherheitsverwaltung und umfangreiche Geschäfts- oder Benutzerapplikationen bereit. D/A Wandler: Digital/Analogwandler wandeln digitale Signale in Analogsignale. Die Qualität dieser Wandler ist primär abhängig von der Bitbreite. Als Gegenstück existieren A/D-Wandler. Datenflussdiagramm: Andere Bezeichnung für Signalgraph. Debuggen: Ein Programm für die Fehlersuche in einem Signalgraph mittels schrittweiser Abarbeitung des Signalflusses in einem Signalgraph. Directory: Aus Windows bekannte Verzeichnisstruktur. Drag&Drop: Aus der Windowsumgebung bekannter Begriff für das Verschieben von Objekten mit Hilfe der gedrückten linken Maustaste. 7. Schlüsselbegriffe Seite 75 Echtzeitfähigkeit: Anwendungen nennt man echtzeitfähig, wenn eine fest definierte Antwortzeit auf Ereignisse gewährleistet wird, d.h. das System deterministisch reagiert selbst bei zufälligen nicht periodisch auftretenden äußeren Ereignissen. Das Zeitintervall zwischen aufeinanderfolgenden Ereignissen spielt keine Rolle. Eingabeteil: Teil der Signalvisualisierung. Typische grafische Objekte sind z.B. Knöpfe, Menüs, Textbox, Schieberegler, etc. Funktionsgenerator: Eine Komponente in ICONNECT, die mathematische Funktionen wie z.B. Sinus-, Rechteck, Sägezahnverläufe erzeugen kann. Kante: s. Verbindung Leitung: s. Verbindung Makro: In einem Makro sind mehrere Module zu einem “Großmodul” zusammengefasst, um die Übersichtlichkeit zu unterstützen. Matrix: Anordnung von Daten in Zeilen und Spalten. Modulbibliothek: Die Sammlung aller Module in einer Verzeichnisstruktur. MS Visual Basic for Applications: Programmierunterstützungswerkzeug für MS Visual Basic Programmierung. ODBC: Aus dem Englischen "open database connectivity" in Deutsch "offene Datenbankverbindung". Eine Schnittstelle, die eine allgemeine Sprache zur Verfügung stellt, mit deren Hilfe Windows-Anwendungen auf eine Datenbank zugreifen können. 7. Schlüsselbegriffe Seite 76 Online-Hilfe: Das Hilfesystem von ICONNECT, welches über den Menüeintrag ?® Inhalt aufgerufen werden kann; eine modulspezifische Online-Hilfe kann über das Kontextmenü eines Moduls oder über den Parameterdialog über den Hilfe-Knopf aufgerufen werden. Paket: Ein Paket besteht aus einer Anzahl von N Blöcken. Perl: Bei PERL (Practical Extraction and Report Language) handelt es sich um ein von dem Amerikaner Larry Wall entwickelten Skriptsprache aus dem Unix-Bereich, die aber mittlerweile für zahlreiche Plattformen zur Verfügung steht (z.B. MAC und Win32 Plattformen). Perl ist kostenlos erhältlich. Sensor: Berührende oder berührungslose Wegaufnehmer physikalischer Größen, z.B. optische Sensoren, kapazitive Sensoren, induktive Sensoren etc. Signalerfassung: Sensoren erfassen physikalische Messgrößen und nachfolgende A/D-Wandler liefern dazugehörige digitale Signale. Signalgraph: Auch als Datenflussdiagramm bezeichnet ist dieser eine Anordnung von funktionalen Softwaremodulen, die über Verbindungen miteinander Signale austauschen. Ein Signalgraph repräsentiert somit den funktionalen Teil bzw. Signalverarbeitungsteil eines Anwendungsprogrammes. Signalverarbeitung: Die Signalverarbeitung ist der funktionale Teil eines Anwendungsprogrammes, in dem die Signale analysiert und modifiziert werden entsprechend der Aufgabenstellung des Anwendungsprogrammes. 7. Schlüsselbegriffe Seite 77 Signalvisualisierung: Dieser Teil eines Anwendungsprogramms hat die Darstellung der im Signalverarbeitungsteil bearbeiteten Signale zur Aufgabe und stellt die Schnittstelle zum Benutzer des Anwendungsprogramms dar. Die Signalvisualisierung unterscheidet zwischen Eingabeteil und Ausgabeteil. Skalar: Einzelner Signalwert. SMS: Aus dem Englischen "short message service". Ein in Mobilfunknetzen angebotener Dienst für das Versenden von kurzen Textnachrichten. TCP/IP: Aus dem Englischen "transmission control protocol/internet protocol" in Deutsch “Übertragungssteuerungsprotokoll/Internetprotokoll" Vom amerikanischen Verteidigungsministerium entwickeltes De-factoStandardprotokoll für die Datenüberübertragung in Rechnernetzwerken / Internet. Toolbar: Die Buttonzeile unterhalb der Menüleiste, welche häufig benötigte Funktionen von ICONNECT zur schnellen Benutzung beinhaltet. Tooltip: Verweilt der Mauszeiger eine kurze Zeit über gewissen Elementen wie z.B. Modul-Ports, so wird in einem kleinen Fenster über dem Mauszeiger zusätzliche Information in Form eines sog. Tooltips eingeblendet. Vektor: Signaldaten bestehend aus Elementen einer Zeile oder einer Spalte. Verbindung: Softwaremodule kommunizieren über Verbindungen, die Ausgang mit Eingang eines Softwaremoduls verknüpfen (in der Literatur auch als Kanten bezeichnet). 7. Schlüsselbegriffe Seite 78 Visuelle Programmierung: Programmieren mit vorgefertigten grafischen Softwaremodulen. Watchfenster: Anzeigefenster von Signalwerten bei einem Breakpoint. XML: In Englisch "eXtensible Markup Language", eine für Internetanwendungen entwickelte Sprache. Die bedeutenden Vorteile liegen in der hohen Flexibilität bei der Organisation und Darstellung von Informationen insbesondere auch bei grafischen Anwendungen. Ihr Ansprechpartner: Christian Jünger Tel : +49-8542-168-314 Fax: +49-8542-168-90 [email protected] MICRO-EPSILON Messtechnik GmbH & Co. KG Unternehmensbereich Software Königbacher Str. 15, 94496 Ortenburg/Germany www.micro-epsilon.de
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