Einleitung Inhalt Suchen 7 z 02 01 Hilfe Treffer Empfehlungen zum Personalbedarf in der Medizinischen Strahlenphysik 7 z 02 Klaus Welker, Peter Schneider, Hermann Hans Eipper, Hans Gfirtner, Hans-Karl Leetz inhaltsuÈberblick Die folgenden Empfehlungen geben einen Ûberblick zum Einsatzbereich der Medizinischen Strahlenphysik und quantifizieren den Personalbedarf zur Umsetzung der sich daraus ergebenden Dienstleistungen (ohne BeruÈcksichtigung von Forschung und Lehre). In Tabellen werden der minimale Personalbedarf fuÈr medizinphysikalische TaÈtigkeiten in der Strahlentherapie, der Nuklearmedizin, der RoÈntgendiagnostik bzw. beim Einsatz von DV-Verfahren sowie fuÈr den allgemeinen Strahlenschutz aufgefuÈhrt. Eine Beispielrechnung steht am Ende des Beitrags. Einleitung 7 z 02 | 01 z Diese Empfehlung ist eine inhaltliche Zusammenfassung der Berichte Nr. 8 und Nr. 10 der Deutschen Gesellschaft fuÈr Medizinische Physik (DGMP), der Deutschen RoÈntgengesellschaft (DRG), der Deutschen Gesellschaft fuÈr Nuklearmedizin (DGN) und der Deutschen Gesellschaft fuÈr Radioonkologie (DEGRO), erarbeitet in einem gemeinsamen Arbeitsausschuû unter der FederfuÈhrung von Peter Schneider. Die Anwendung ionisierender Strahlung in der Diagnostik und zur Therapie von Patienten erfordert ein hohes Maû an QualitaÈt und Sicherheit. Die vielfaÈltigen MoÈglichkeiten der komplizierten, technisch hochentwickelten GeraÈte der Radiologie koÈnnen nur mit physikalischer Unter1 7 z 02 01 Einleitung Zurück Inhalt GroÈûte medizintechnische Investition Hohe Anforderungen an radiologische Mitarbeiter Suchen Treffer Hilfe stuÈtzung so genutzt werden, daû sie die an sie gestellten Anforderungen erfuÈllen. Dieses bezieht sich im diagnostischen Bereich insbesondere auf die optimale Bildgebung bei minimaler Patientenexposition und in der Therapie auf die exakte physikalische Planung und DurchfuÈhrung der Strahlentherapie. Die heute dafuÈr notwendigen GeraÈte in der RoÈntgendiagnostik einschlieûlich Computertomographie und Kernspintomographie, in der nuklearmedizinischen Diagnostik, in der Ultraschalldiagnostik und in der Strahlentherapie erfordern sehr hohe finanzielle Investitionen. HaÈufig stellt die GeraÈteinvestition fuÈr die Radiologie insgesamt die hoÈchste Medizintechnik-Investition eines Krankenhauses uÈberhaupt dar. Damit fuÈr die Patienten mit dieser hochkomplexen Technologie ein optimaler Nutzen mit maximaler Sicherheit erreicht werden kann, muû ein straffes QualitaÈtskontroll- und -uÈberwachungsprogramm etabliert werden. Dieses enthaÈlt vor allem die Aufstellung von Spezifikationen und Systemvergleichen bei der Beschaffung neuer GeraÈte, die Abnahme- und AkzeptanzpruÈfung nach der GeraÈteinstallation, die Sicherstellung einer sorgfaÈltigen und regelmaÈûigen ÛberpruÈfung und Nachmessung (KonstanzpruÈfung), die QualitaÈtskontrolle der radiologischen und nuklearmedizinischen Bilder und GeraÈte sowie den physikalischen Teil der Strahlentherapie. Diese speziellen Aufgaben in der Radiologie erfordern Mitarbeiter mit speziellen Kenntnissen und Erfahrungen: Medizinphysiker, Ingenieure und Assistenzpersonal. 2 TaÈtigkeitsfelder und Organisation der Medizinischen Strahlenphysik Zurück Inhalt Suchen 7 z 02 02 Hilfe Treffer TaÈtigkeitsfelder und Organisation der Medizinischen Strahlenphysik 7 z 02 | 02 Die folgende Empfehlung gibt einen Ûberblick zum Einsatzbereich der Medizinischen Strahlenphysik und quantifiziert den Personalbedarf zur Umsetzung der sich daraus ergebenden Dienstleistungen (ohne BeruÈcksichtigung von Forschung und Lehre). Typische Dienstleistungen der Medizinischen Strahlenphysik sind: z Physikalisch-technische QualitaÈtskontrolle und ¹Akutserviceª in Diagnostik und Therapie, z Physikalische Bestrahlungsplanung fu È r alle Strahlentherapiepatienten, z Dosimetrie ionisierender Strahlen, z Vergleich und Auswahl von Diagnostik- und TherapiegeraÈten, z Anwendungsbezogene Entwicklungen, Implementierungen neuer diagnostischer und therapeutischer Methoden, z Weiterbildung von a È rztlichem und nichtaÈrztlichem Personal, z Organisatorischer und baulicher Strahlenschutz, z Datenverarbeitung in der Radiologie, z Administrative Ta Ètigkeiten. An UniversitaÈtskliniken und Akademischen LehrkrankenhaÈusern kommen zusaÈtzliche Aufgaben in Forschung und Lehre hinzu, die nach Art und Umfang individuell festgelegt werden muÈssen. Zur ErfuÈllung dieser Aufgaben fordert die EG-Direktive 84/866/Euratom vom 3. 9. 84 die Mitwirkung von ¹Medizinphysik-Expertenª; das sind in der Bundesrepublik die Medizinphysiker (mit Fachanerkennung durch die DGMP oder ± fuÈr Berliner Kollegen ± 3 Aufgabenfelder ¹MedizinphysikExpertenª 7 z 02 03 Empfehlungen zum Personalbedarf Zurück Inhalt Suchen Treffer Hilfe durch das Land Berlin) mit Fachkunde im Strahlenschutz. Die Ausbildung dieser Berufsgruppe gewaÈhrleistet die Aufstellung und Einhaltung von physikalisch-technischen und methodischen QualitaÈtsstandards in Diagnostik und Therapie und traÈgt wesentlich zur Verbesserung der Patientenversorgung in der Radiologie bei. z! NaÈhere Einzelheiten uÈber die TaÈtigkeitsfelder und Struktur der Medizinischen Physik finden sich in den DGMP-Berichten ¹Medizinische Physik in Klinik und Krankenhaus ± Aufgaben und Organisationª, DGMPSchriften 1990, sowie ¹Zur gegenwaÈrtigen Struktur der Medizinischen Physik an den wissenschaftlichen Hochschulen der BRDª, DGMP-Schriften 1989. 7 z 02 | 03 Empfehlungen zum Personalbedarf Erhebung durch Fragebogen Vorbemerkungen Der Umfang der strahlenphysikalischen TaÈtigkeiten haÈngt grundsaÈtzlich von der GroÈûe der Klinik oder Praxis ab, also von der Anzahl der auf dem Gebiet der Radiologie diagnostisch und therapeutisch zu versorgenden Patienten und von der Anzahl und der Art der GeraÈte in Diagnostik und Therapie. Zur Gewinnung der Basisdaten fuÈr den vorliegenden Bericht wurde in einem Fragebogen der Zeitbedarf zur ErfuÈllung der physikalischen Aufgaben in Diagnostik und Therapie in ¹solider QualitaÈtª abgefragt. Unter solider QualitaÈt ist die Verwendung von GeraÈten und Methoden nach derzeitigen Stand von Wissenschaft und Technik zu verstehen. Die abgeleiteten Personalbedarfszahlen decken auch den Einsatz folgender SpezialgeraÈte und Spezialmethoden ab. 4 Empfehlungen zum Personalbedarf Zurück Inhalt Suchen 7 z 02 03 Hilfe Treffer Einsatz in der Strahlentherapie z Ganzko È rperbestrahlung (GKB) z 3D-Planung (perkutan) z Stereotaktische Bestrahlung (StB) z Intraoperative Bestrahlung (IORT) z Bestrahlung von Blutkonserven z Hyperthermie. Einsatz in der Nuklearmedizin z Positronenemissionstomographie (PET) z Ganzko È rperzaÈhler. Einsatz in der RoÈntgendiagnostik z Selen- und Speicherfolientechnik. Einsatz in der Gesamtradiologie z Radiologische Informationsysteme z Bildarchivierungs- und Kommunikationssysteme. Der Personalbedarf fuÈr die Bereiche Forschung, Entwicklung und Lehre wurde nicht erfaût. Hier sollten sich die Personalbedarfszahlen an den Gegebenheiten der jeweiligen Medizinischen FakultaÈt orientieren. Ebenfalls nicht quantifiziert wurde der Bedarf in Institutionen, welche die Fachkunde in Strahlenschutz fuÈr Physiker oder die Weiterbildung in Medizinischer Physik vermitteln. FuÈr diese Aufgaben ist ebenfalls zusaÈtzlicher Personalbedarf vorzuhalten. Die FrageboÈgen wurden von UniversitaÈtskliniken und KrankenhaÈusern der Maximal- und Regelversorgung in den alten und neuen BundeslaÈndern ausgefuÈllt. In die Umfrage wurden nur Kliniken einbezogen. Eine Ûber5 ZusaÈtzlicher Personalbedarf fuÈr Forschung, Lehre, Weiterbildung Ûbertragung auf niedergelassene Ørzte 7 z 02 03 Empfehlungen zum Personalbedarf Zurück Inhalt ¹Hauptkomponentenª des Zeitbedarfs Nur ein Funktionsbereich Physik Angaben sind Minimum Suchen Treffer Hilfe tragung der gewonnenen Bedarfszahlen auf den Bereich der niedergelassenen Ørzte ist ± was den Personalbedarf in der RoÈntgendiagnostik und Nuklearmedizin anbelangt ± nur bedingt zulaÈssig, da dort die TaÈtigkeiten in der Regel nicht auf vorhandene Physiker uÈbertragen werden, sondern vom Praxisinhaber, von sonstigem Praxispersonal, von Fremdfirmen oder von konsiliarisch taÈtigen Physikern wahrgenommen werden. Die aus den FrageboÈgen resultierenden Daten wurden statistisch analysiert und alle erfaûten TaÈtigkeiten einigen wenigen ¹Hauptkomponentenª des Zeitbedarfs zugeordnet; Hauptkomponenten sind z. B. die Anzahl der vorhandenen Beschleuniger, die Anzahl der Gammakameras, die Zahl der untersuchten oder behandelten Patienten. Die Mitglieder des Arbeitsausschusses, der diese Empfehlung urspruÈnglich erarbeitet hat (Medizinphysiker und Radiologen mit langjaÈhriger Berufserfahrung), haben diese Daten kritisch begutachtet und grobe Abweichungen nach oben und unten gezielt uÈberpruÈft. Es wurde bei der Ermittlung des Personalbedarfs davon ausgegangen, daû ein konsolidierter Funktionsbereich Physik existiert, der alle TaÈtigkeiten ausfuÈhrt, die in den jeweiligen Teilbereichen der Radiologie (Diagnostik, Nuklearmedizin, Strahlentherapie) anfallen. Dies ist die wirtschaftlichste und effizienteste LoÈsung, die auch im Urlaubs- und Krankheitsfall KontinuitaÈt der Patientenversorgung gewaÈhrleistet. FuÈr den Fall, daû an einem Krankenhaus mehrere voneinander unabhaÈngige Physiker oder Physikergruppen existieren, muû mit einem groÈûeren Personalbedarf gerechnet werden. Die an der Erstellung der Berichte 8 und 10 beteiligten Gesellschaften halten den angegebenen Personalbedarf fuÈr ein notwendiges Minimum zur Sicherstellung der 6 Empfehlungen zum Personalbedarf Zurück Inhalt Suchen 7 z 02 03 Hilfe Treffer Patientenversorgung und empfehlen, diese Zahlen zur Grundlage der Personalbemessung zu machen. Tabellen zur Ermittlung des minimalen Personalbedarfes Allgemeine ErlaÈuterung zur Benutzung der Tabellen z Die Zahlen der Mitarbeiter pro fettgedruckter Einzelkomponente muÈssen addiert werden, um die Gesamtzahl der Mitarbeiter zu erhalten. Die Zahl der Mitarbeiter der Unterkomponenten (normal gedruckt) werden, wie angegeben, zur jeweiligen Hauptkomponente addiert. z Die Anhaltszahlen sind gu È ltig fuÈr ein ¹solidesª QualitaÈts- und ein ¹mittleresª Ausstattungsniveau. z Zur Umrechnung des Zeitbedarfs pro Gera Èt bzw. pro Patient in Mitarbeiter wurde der fuÈr 1993 geltende Wert von 1643 Stunden pro Mitarbeiter und Jahr (bei 15% Ausfallzeit) zugrunde gelegt. z Das Berechnungsbeispiel fu È r die Strahlentherapie, das sinngemaÈû auch auf alle anderen Gebiete angewendet werden kann, befindet sich am Ende dieses Beitrags (Abschnitt 7.02.04). Strahlentherapie z ¹1000 Therapiepatienten pro Jahrª bedeutet 1000 neu oder nach einiger Zeit mit neuen BestrahlungsplaÈnen (z. B. Boost-Technik) erneut therapierte Patienten pro Jahr. Die Berechnung mehrerer Bestrahlungsvarianten pro Patient ist im Personalbedarf fuÈr einen Patienten erhalten. z Die Angaben unter ¹Therapiesimulatorª beziehen sich auf die QualitaÈtsicherung nach § 16 RoÈV. ZusaÈtzlich erforderliche TaÈtigkeiten an dem bildgebenden System 7 7 z 02 03 Empfehlungen zum Personalbedarf Zurück Inhalt Suchen Hilfe Treffer Tabelle 1: Minimaler Personalbedarf fuÈr medizinphysikalische TaÈtigkeiten in der Strahlentherapie Anzahl der Mitarbeiter pro Beschleuniger fuÈr Routine Benutzung des Beschleunigers fuÈr StB Benutzung des Beschleunigers fuÈr IORT Spezieller Beschleuniger fuÈr GKB Spezieller Beschleuniger fuÈr IORT Gammabestrahlungseinrichtung Spezielle Gammabestrahlungseinrichtung fuÈr GKB Spezielles BestrahlungsgeraÈt fuÈr Blutprobenbestrahlung RoÈntgentherapiegeraÈt AfterloadinggeraÈt Therapiesimulator Therapieplanungssystem (perkutan) ZusaÈtzlicher Aufwand fuÈr das Therapieplanungssystem (perkutan) fuÈr StB Therapieplanungssystem (Afterloading) HyperthermiegeraÈt 1000 Therapiepatienten pro Jahr mit Beschleuniger oder Gammabestrahlungseinrichtung bei Routinebestrahlung Davon 100 mit GKB Davon 100 mit 3D-Planung Davon 100 mit StB Davon 100 mit IORT 100 Therapiepatienten pro Jahr mit konventioneller RoÈntgenstrahlung 100 Bestrahlungen von Blutproben pro Jahr 100 Bestrahlungen mit Hyperthermie pro Jahr 1000 Patienten mit Afterloading pro Jahr Davon 100 mit IORT 8 Mitarbeiter insgesamt 0,88 +0,07 +0,34 0,79 1,13 0,34 0,31 Davon Physiker 0,37 +0,03 +0,14 0,33 0,47 0,14 0,13 0,02 0,01 0,064 0,42 0,047 0,38 +0,08 0,027 0,18 0,0093 0,16 +0,03 0,077 0,43 2,7 0,032 0,10 1,1 +3,69 +0,19 +0,22 +0,05 0,05 +1,87 +0,08 +0,09 +0,02 0,02 0,03 0,01 0,03 0,00 2,20 0,91 +0,05 +0,02 Empfehlungen zum Personalbedarf Zurück Inhalt z z z Suchen 7 z 02 03 Hilfe Treffer zur Lokalistation (CT, C-Bogen) sind unter ¹Therapiepatientenª enthalten. Die Umfragedaten ergaben fuÈr die Strahlentherapie ein ¹uÈblichesª VerhaÈltnis von anderen Mitarbeitern zu Physikern von 1,4 : 1. In die Anhaltszahlen wurde der Zeitbedarf fuÈr uÈbliche kleinere Komponeten (z. B. Dosimeter, SchneidegeraÈt, Wasserphantome) einbezogen. Bei BestrahlungsgeraÈten, die nur fuÈr Spezialaufgaben eingesetzt werden (z. B. GanzkoÈrperbestrahlung/GKB) wurde der Personalbedarf um 10% geringer angesetzt, da 20% der physikalisch-technischen Aufgaben an einem BestrahlungsgeraÈt aus taÈglichen Routinechecks bestehen und angenommen wurde, daû die Nutzung nur an jedem 2. Tag erfolgt (Beschleuniger fuÈr GKB: 0,79 bzw. Beschleuniger fuÈr Routine: 0,88). Nuklearmedizin z In die Anhaltszahlen wurde der Zeitbedarf fu È r uÈbliche kleinere Komponenten wie Aktivimeter und Scanner einbezogen. z Die Umfragedaten ergaben fu È r die Nuklearmedizin ein ¹uÈblichesª VerhaÈltnis anderen Mitarbeiten zu Physikern von 1,2 : 1. z Bei Betrieb eines Zyklotrons wurde nicht beru È cksichtigt, daû ein Strahlenschutzbeauftragter fuÈr den physikalisch-technischen Bereich staÈndig verfuÈgbar sein muû; die Angaben beziehen sich auf einen EinSchicht-Betrieb. z Es gilt auch hier die vorstehende ¹Allgemeine Erla Èuterung zur Benutzung der Tabellenª. 9 7 z 02 03 Empfehlungen zum Personalbedarf Zurück Inhalt Suchen Hilfe Treffer Tabelle 2: Minimaler Personalbedarf fuÈr medizinphysikalische TaÈtigkeiten in der Nuklearmedizin Anzahl der Mitarbeiter pro Gammakamera Funktionsmeûplatz Auswertesystem (an Kamera bzw. Funktionsmeûplatz) PET-Scanner (inkl. patientengebundener Anteil) Zyklotron 1000 dynamische und SPECT-Untersuchungen 100 Isotopentherapiepatienten GanzkoÈrperzaÈhler 100 KoÈrperaktivitaÈts- oder Ausscheidungsmessungen pro Jahr Mitarbeiter insgesamt 0,13 0,075 0,23 Davon Physiker 0,061 0,034 0,11 0,70 0,55 0,62 0,054 0,27 0,024 0,10 0,2 0,07 0,046 0,14 0,04 RoÈntgendiagnostik und Einsatz von DV-Verfahren z Die Hauptkomponente ¹Ro È ntgengeraÈtª ist gleichbedeutend mit ¹AnwendungsgeraÈtª nach DIN 6814 Teil 7, Absatz 5. z In die Anhaltszahlen wurde der Zeitbedarf fu È r SpezialgeraÈte wie DSA und CT mit einbezogen. z Die Umfragedaten ergaben fu È r die RoÈntgendiagnostik ein ¹uÈblichesª VerhaÈltnis von anderen Mitarbeitern zu Physikern von 4 : 1. z Laserimager wurden bei der Berechnung wie die Komponente ¹Entwicklungsmaschineª behandelt. Ein eventueller Arbeitsaufwand bei Laserimagern wird dadurch kompensiert, daû KonstanzpruÈfungen nur woÈchentlich, bei Entwicklungsmaschinen dagegen arbeitstaÈglich erforderlich sind. 10 Empfehlungen zum Personalbedarf Zurück Inhalt Suchen Hilfe Treffer Tabelle 3: Minimaler Personalbedarf fuÈr medizinphysikalische TaÈtigkeiten in der RoÈntgendiagnostik und beim Einsatz von DVVerfahren Anzahl der Mitarbeiter pro Mitarbeiter insgesamt 0,047 +0,05 +0,05 RoÈntgengeraÈt Dabei Einsatz der Selentechnik Dabei Einsatz von Speicherfolien/ Bedarf pro Folienlesestation Entwicklungsmaschine 0,062 Einsatz eines RIS-Systems mit groÈûerem 0,85 Nutzerkreis Einsatz eines PACS fuÈr das Gesamt0,89 klinikum z z 7 z 02 03 Davon Physiker 0,0093 +0,03 +0,03 0,012 0,51 0,58 Die angegeben Personalbedarfswerte fuÈr ¹RISª und ¹PACSª beziehen sich nur auf den peripher zur Radiologie gehoÈrenden Arbeits- und Verantwortungsbereich. Es gilt auch hier die vorstehende ¹Allgemeine ErlaÈuterung zur Benutzung der Tabellenª. Allgemeiner Strahlenschutz z Die Komponente ¹100 zu u È berwachende Personenª beinhaltet auch die vielfaÈltigen Ûberwachungsfunktionen, Anzeige und Genehmigungsprozeduren im Strahlenschutz. z Die Umfragedaten ergaben fu È r den Strahlenschutz ein ¹uÈblichesª VerhaÈltnis von anderen Mitarbeitern zu Physikern von 1,5 : 1. z Der Personalaufwand fu È r die Funktion des StrahlenschutzbevollmaÈchtigten haÈngt u. a. von der Anzahl der Umgangsgenehmigungen und der Zahl der RoÈntgenanlagen ab. Der angegebene Bedarf bezieht sich auf 11 7 z 02 04 Beispiel zur Berechnung des Personalbedarfs in der Strahlentherapie Zurück Inhalt Suchen Hilfe Treffer Tabelle 4: Minimaler Personalbedarf fuÈr den allgemeinen Strahlenschutz Anzahl der Mitarbeiter pro Mitarbeiter Davon insgesamt Physiker 0,38 0,15 100 zu uÈberwachende Personen (darin eingeschlossen sind die vielfaÈltigen Ûberwachungsfunktionen, Anzeige und Genehmigungsprozedur) Funktion als Strahlenschutzbevoll2,00 maÈchtigter z 7 z 02 | 04 1,00 UniversitaÈten mit Kliniken und anderen Forschungsbereichen mit 35 bis 100 Umgangsgenehmigungen und 60 bis 150 RoÈntgenanlagen. FuÈr GroûkrankenhaÈuser betraÈgt der Personalbedarf zwischen 25% und 50% des UniversitaÈtsbedarfs, je nach der Zahl der Umgangsgenehmigungen und RoÈntgenanlagen. Es gilt auch hier die vorstehende ¹Allgemeine ErlaÈuterung zur Benutzung der Tabellenª. Beispiel zur Berechnung des Personalbedarfs in der Strahlentherapie Aus der letzten Zeile der Tabelle 5 ist zu entnehmen, daû ingesamt 8,204 (= 8,2) Mitarbeiter, davon 3,37 (= 3,4) Physiker zur ErfuÈllung der medizinisch-physikalischen Dienstleistungen benoÈtigt werden. Die Berechnung fuÈr die anderen Gebiete erfolgt sinngemaÈû. 12 Beispiel zur Berechnung des Personalbedarfs in der Strahlentherapie Zurück Inhalt Suchen Hilfe Treffer Tabelle 5: Beispiel zur Berechnung des Personalbedarfs in der Strahlentherapie Eine Klinik mit... benoÈtigt 2 Beschleunigern an einem GeraÈt Nutzung fuÈr StB 1 speziellen Gammabestrahlungseinrichtung fuÈr GKB 3 RoÈntgentherapiegeraÈten 1 AfterloadinggeraÈt 1 Therapiesimulator 1 Planungssystem (perkutan) Mit zusaÈtzlichen Aufwand fuÈr StB 1 Planungssystem (Afterloading) 870 Therapiepatienten (perkutan) Davon 50 mit GKB Davon 30 mit StB Davon 180 dreidimensional geplant 120 Therapiepatienten (Afterloading) Summe 2´0,88 +1´0,07 Mitarbeiter = 1,76 +0,07 1´0,31 0,31 0,13 0,19 0,42 0,047 0,38 0,08 0,18 0,0093 0,15 +0,08 +0,03 = 0,077 0,032 3´0,064 1´0,42 1´0,047 1´0,38 +0,08 1´0,077 = = = = Davon Physiker 0,7 +0,03 0,87´2,7 2,35 0,98 +0,5´3,7 +0,3´0,22 +1,8´0,19 +1,85 +0,07 +0,34 +0,77 +0,03 +0,14 1,2´0,22 7 z 02 04 = 0,26 0,11 = 8,204 3,37 Weiter 13
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