Funktion und Entwicklung von Personalkennzahlen Inhalt Suchen 3 z 03 01 Hilfe Treffer 3 z 03 Personalkennzahlen im Krankenhaus-Controlling Joachim Hentze, Andreas Kammel Mai 2000 inhaltsüberblick Personalkennzahlen sollen der Krankenhausverwaltung helfen, im Bereich von Personalmanagement und -controlling die nötigen Informationen zu gewinnen, auf deren Grundlage eine sichere Planung betrieben werden kann. Neben grundsätzlichen Ausführungen zu einem Kennzahlensystem werden die relevanten Kennzahlen für die Ermittlung des Personalbedarfs, die Personalplanung, den Personaleinsatz, die Aus- und Weiterbildung sowie die Personalkosten aufgeführt und erläutert. 3 z 03 | 01 Funktion und Entwicklung von Personalkennzahlen Mit der Hilfe von Personalkennzahlen sollen große und dementsprechend schlecht überschaubare Datenmengen zu wenigen, aber aussagekräftigen Größen verdichtet werden, so daß aus ihnen die Essenz der gesamten Datenflut abgelesen, dokumentiert und im Zeitablauf verfolgt werden kann. Personalkennzahlen können der Krankenhausleitung einen umfassenden Überblick über die Leistung der Institution sowie ihrer Teilbereiche geben; sie eignen sich bei schneller und zeitnaher Ermittlung als Indikatoren zur Früherkennung von positiven und negativen Entwicklungen. Die aus der laufenden Kontrolle der Kennzahlen gewonnenen Informationen dienen als Grundlage für die Erstellung bzw. Korrektur von Plänen im Rahmen des Personalmanagements und -controllings (vgl. Schulte 1989; Hentze u. Kammel 1993). Abbildung 1 zeigt idealtypisch den Prozeß der Entwicklung eines Personalkennzahlensystems. Allgemein 1 Indikator für Entwicklungen 3 z 03 01 Funktion und Entwicklung von Personalkennzahlen Inhalt Suchen Treffer Hilfe Abb. 1: Entwicklung eines krankenhausspezifischen Personalkennzahlensystems Vergleichsgrundlage wird die Beurteilung der Leistungsfähigkeit eines Krankenhauses an Kennzahlen wie Verweildauer der Patienten oder Bettennutzungsgrad bzw. Auslastungsgrad festgemacht. Diese Kennzahlen sind jedoch von diversen Faktoren abhängig, z. B. vom Flächenbestand, von der Beschäftigtenzahl, der technischen Ausrüstung, den Diagnostikund Therapiemethoden usw., so daß weitere Kennzahlen herangezogen werden sollten. Abbildung 2 bietet einen Überblick über wichtige Personalkennzahlen, deren Inhalte und Bedeutung nachfol2 Mai 2000 Inhalt Suchen Treffer Hilfe Funktion und Entwicklung von Personalkennzahlen 3 3 z 03 01 Abb. 2: Personalkennzahlensystem für das Krankenhaus-Controlling 3 z 03 02 Personalplanung und Personalbedarf Inhalt Suchen Treffer Hilfe gend erörtert werden. Als Vergleichsgrundlagen bieten sich Zeitvergleiche sowie die Werte verschiedener Abteilungen und/oder anderer Institutionen, insbesondere als besonders gut geführt bekannter Krankenhäuser an, wenngleich eine Erschließung der letzteren Informationsquellen keine leichte Aufgabe sein dürfte. 3 z 03 | 02 Personalplanung und Personalbedarf Kostenminimierung Eine zentrale Aufgabe der Personalplanung im Krankenhaus liegt in der kostenminimalen Bestimmung des Personalbedarfs, jeweils abhängig vom Arbeitsanfall für die einzelnen Dienstarten. Dieser kann zwischen einzelnen Patienten, Krankenhausabteilungen und Krankenhäusern aufgrund unterschiedlicher Verweildauern und Qualitätsstandards erheblich differieren. Die personelle Sollkapazität hängt u. a. ab von der Anzahl der zu pflegenden Patienten, der Intensität der Pflege, der Krankenhausorganisation (Transportwege zu Leistungsstellen, Springerpool etc.), der tageszeitlichen und wöchentlichen Diensteinteilung, der Ausfallquote durch Krankheit und Urlaub und der wöchentlichen Arbeitszeit. Der Netto-Personalbedarf setzt sich so zusammen: Netto-Personalbedarf Brutto-Personalbedarf – Personalbestand im Zeitpunkt t0 + Abgänge + feststehende Zugänge Netto-Personalbedarf [Mitarbeiter] Wenn der Bruttopersonalbedarf z. B. 1000 Mitarbeiter beträgt, läßt sich der Nettopersonalbedarf errechnen über den aktuellen Personalbestand 900 plus 50 feststehende Abgänge minus 20 feststehende Zugänge gleich 130 Mitar4 Personalplanung und Personalbedarf Inhalt Suchen Hilfe Treffer beiter. Bei den Abgängen kann unterschieden werden zwischen sicheren (Pensionierung, Ende des Wehrersatzdienstes), statistisch erfaßbaren (insbesondere Fluktuation) und dispositionsbedingten Abgängen (Versetzung, Beförderung). Die Erhebung der relevanten Daten kann beispielsweise differenziert nach Mitarbeitergruppen (Pflegepersonal, Fachärzte), Kostenstellen oder bei einem Krankenhausverbund nach den einzelnen Krankenhäusern geschehen. Diese Kennzahl dient als Maß für die Über- oder Unterdeckung des Personalbedarfs. Der Brutto-Personalbedarf kann durch folgende Formel dargestellt werden: Mai 2000 3 z 03 02 Brutto-Personalbedarf Bruttopersonalbedarf Ben otigte Arbeitsstunden Verf ugbare Arbeitsstunden pro Mitarbeiter Mitarbeiter Als Basisdaten für die benötigten Arbeitsstunden gehen hier einerseits die geplanten Leistungen, multipliziert mit einem für die jeweilige Leistung ermittelten Zeitfaktor, ein. Andererseits werden die Arbeitstage im Jahr – bereinigt um Fehlzeiten (Feiertage, Urlaubsansprüche, Krankheit usw.) – mit der täglichen Arbeitszeit multipliziert, um die verfügbare Zeit zu ermitteln. Die Bestimmung des Brutto-Personalbedarfs kann arbeitsplatzbezogen oder in Abhängigkeit von der jeweiligen Organisationseinheit (Labor, Intensivpflege) bzw. Mitarbeitergruppe geschehen. Diese Kennzahl stellt ein Maß für den Personalbedarf im direkten Bereich dar. Eine exakte Planung des Personalbedarfs setzt die genaue Kenntnis des Arbeitsvolumens voraus. Die Kenntnis der benötigten Zeiten für bestimmte Leistungen kann nur aus arbeitswissenschaftli5 Kenntnis des Arbeitsvolumens 3 z 03 02 Personalplanung und Personalbedarf Inhalt Suchen Treffer Hilfe chen Zeitstudien erlangt werden und ist für den Bereich der Pflege z. B. in der Pflege-Personalregelung festgehalten. Der tatsächliche Bedarf an Krankenhausleistungen ist jedoch nur schwer abzuschätzen. Die Beziehungen zwischen Betriebsleistungen und leistungsbezogenem Personalbedarf lassen sich je nach Dienstart und Kostenstelle durch folgende Kennzahlen zum Ausdruck bringen (vgl. hierzu und zum folgenden Hentze u. Kehres 1996 S. 167 ff.): z Minuten pro Leistung, z Leistungen pro Kraft und Jahr, z Durchschnittlich belegte Betten pro Kraft bzw. (stationäre) Fälle pro Kraft. Voraussetzung: klare Leistungsdefinition Minuten pro Leistung Die Bewertung geplanter Leistungen mit einer durchschnittlichen zeitlichen Bindung pro Leistung, die im wesentlichen aus externen Wirtschaftlichkeitsmaßstäben gewonnen wird, findet vor allem bei diagnostischen Leistungen (z. B. Röntgendiagnostik, Endoskopie, Ultraschall) und bestimmten therapeutischen Leistungen (z. B. physikalische Therapie) Anwendung. Voraussetzung für eine Bewertung von Leistungen mit derartigen Minutenfaktoren, die keinen Vorgabecharakter im Sinne eines Leistungslohnes haben, sondern lediglich Orientierungshilfen bei der Ermittlung des leistungsbezogenen Personalbedarfs sind, ist eine exakte Leistungsdefinition und eine klare Festlegung, welche für die Leistungserbringung erforderlichen Tätigkeiten abgegolten sind. Hierbei geht es zum einen um die Frage, ob Rüstund Verteilzeiten im Minutenfaktor bereits berücksichtigt sind, und zum anderen darum, ob mit einer „Kernleistung“ zusammenhängende Nebenleistungen gesondert 6 Personalplanung und Personalbedarf Inhalt Suchen Hilfe Treffer anzurechnen sind oder ob diese ebenfalls im Minutenfaktor berücksichtigt sind. Das Produkt aus geplanten Leistungen/Jahr und durchschnittlicher zeitlicher Bindung in der Dimension Minuten/Leistung ergibt die zeitliche Bindung in der Dimension „Minuten/Jahr“. Die Kapazität einer Vollkraft in der Dimension Minuten/Jahr bzw. Stunden/Jahr ist abhängig von der regelmäßigen tariflichen Arbeitszeit (z. Z. 38,5 Std./Woche), der Anzahl der Wochenfeiertage und den Ausfallzeiten. Bei durchschnittlich 11 Wochenfeiertagen und einer Ausfallquote von 15% ergibt sich folgende jährliche Arbeitszeit: Mai 2000 3 z 03 02 Jahreskapazität einer Vollkraft Tage/Jahr 365 Samstage/Sonntage 104 Zwischenergebnis 261 Wochenfeiertage 11 Sollarbeitstage 250 250 Tage/Jahr ´ 7,7 Std./Tag = 1 925 Stunden/Jahr –15% Ausfallquote bzw. ´ 85% „Anwesenheitsquote“ = 1 636 Stunden/Jahr 1 636 Stunden/Jahr ´ 60 Minuten/Stunde = 98 160 Minuten/Jahr Leistungen pro Kraft und Jahr Vorgabewerte in der Dimension Leistungen pro Kraft und Jahr finden z. B. in der Befundschreibung und bei der Durchführung von Laboruntersuchungen Anwendung. Neben den bereits beschriebenen Problemen der Leistungsdefinition und -abgrenzung ist in diesem Fall zusätzlich darauf zu achten, auf welche regelmäßige Arbeits7 Nachvollziehbare Vorgabewerte 3 z 03 02 Personalplanung und Personalbedarf Inhalt Suchen Treffer Hilfe zeit sich die Vorgabewerte beziehen. Da Vorgabewerte der genannten Art externe Orientierungshilfen sind, die nicht schematisch, sondern unter Berücksichtigung der individuellen Verhältnisse des einzelnen Krankenhauses anzuwenden sind, kommt es eben für diese betriebsindividuelle Anpassung darauf an, den Vorgabewert in einer Dimension auszudrücken, die dem Vorstellungsvermögen der Person, die den Vorgabewert anwenden bzw. modifizieren soll, zugänglich ist, z. B. 7 Minuten/Befund. Es wird nur eine mittelbare Beziehung zwischen „Leistung“ und Personalbedarf hergestellt. Im vorliegenden Beispiel hängt die Antwort auf die Frage, wie viele Befunde eine Mitarbeiterin pro Jahr schreiben kann, wesentlich davon ab, wie umfangreich die Befunde sind (Anzahl der Anschläge/Befund), wie die Leistung „Befund“ definiert ist (untersuchungsbezogen oder patientenbezogen), welche Schreibgeschwindigkeit (Anschläge/ Minute) unterstellt wird und welcher Anteil der Arbeitszeit auf das Schreiben der Befunde und welcher Anteil auf sonstige Tätigkeiten (z. B. Ablage, Archivierung, Vervielfältigen, Unterschriften einholen) entfällt. Durchschnittlich belegte Betten pro Kraft Diese Kennzahl stellt in noch stärkerem Maße als Vorgabewerte im Sinne von Leistungen pro Kraft und Jahr eine mittelbare Beziehung zwischen Leistungen, genauer gesagt zwischen einer Bezugsgröße als Maßgröße der Kostenverursachung, und dem Personalbedarf her. Die Anwendung belegungsbezogener Richtwerte, der Anhaltszahlen, hatte bzw. hat vor allem im Pflegedienst und ärztlichen Dienst Bedeutung. Stellt man eine derartige Relation her, so geht man von der Annahme aus, daß ein „belegtes Bett“ bestimmte pflegerische und ärztliche 8 Personalplanung und Personalbedarf Mai 2000 Inhalt Suchen 3 z 03 02 Hilfe Treffer Leistungen verursacht. Eine Festlegung dieser Leistungen erfolgt weder nach Menge noch nach Qualität. Damit ist das Kernproblem der Anhaltszahlenrechnung angesprochen, nämlich die Frage: Was ist mit der Anzahl abgegolten? Die Antwort auf diese Frage wiederum ist Voraussetzung für die Berücksichtigung betriebsindividueller Besonderheiten. Auch heute noch basieren personalbedarfsrechnerische Ansätze im Krankenhaus auf den Anhaltszahlen der Deutschen Krankenhausgesellschaft aus dem Jahre 1969. Trotz der Veränderungen bei den zu erbringenden Leistungen, die bedingt sind durch Entwicklungen im Bereich der Diagnostik und Therapie, führt eine Personalbedarfsrechnung auf der Grundlage der Anhaltszahlen jedoch zu durchaus brauchbaren Ergebnissen. Auf die gleiche Weise wie sich die Vorgabewerte in der Dimension Leistungen pro Kraft und Jahr in Minuten pro Leistung umrechnen lassen, ist das Verfahren auch für die Anhaltszahlen anwendbar. Im Pflegedienst z. B. wurde schon vor Inkrafttreten der Pflege-Personalregelung die bettenbezogene Anhaltszahl in Pflegeminuten pro Patient und Tag umgerechnet. Die auf die 40-Stunden-Woche fortgeschriebene Anhaltszahl für die Innere Medizin (1 Arzt für 17 belegte Betten) bedeutet, daß arbeitstäglich für jeden Patienten durchschnittlich rund 24 Minuten zur Verfügung stehen. Dieser Wert stellt einen „Grundwert“ dar, über den hinaus neuere diagnostische und therapeutische Maßnahmen personalbedarfsrechnerisch zu berücksichtigen sind. Nur die Leistungen begründen einen Personalbedarf (gemessen in Vollkräften), die während der Regelarbeitszeit erbracht werden. Leistungen, die in die Zeit des Bereitschaftsdienstes fallen, wirken sich ausschließlich in der Dimension DM aus, da 9 Anhaltszahlen Bereitschaftsdienst 3 z 03 02 Personalplanung und Personalbedarf Inhalt Mindestbesetzung Suchen Treffer Hilfe die Bereitschaftsdienste von den vorhandenen – personalbedarfsrechnerisch auch ermittelten – Kräften erbracht und zusätzlich vergütet werden. Um diesen Zusammenhang personalbedarfsrechnerisch berücksichtigen zu können, ist es erforderlich, von den insgesamt erbrachten Leistungen diejenigen abzuziehen, die dem Bereitschaftsdienst zuzuordnen sind. Soweit diese Differenzierung nicht im Rahmen der Leistungsrechnung vorgenommen wird, besteht ersatzweise die Möglichkeit, die Leistungen des Bereitschaftsdienstes näherungsweise über dessen Kapazität zu berechnen (vgl. im einzelnen das Rechenbeispiel bei Hentze u. Kehres 1996 S. 172 f.). Die leistungsbezogene Personalbedarfsrechnung betrifft die Zeiten, die nicht durch Bereitschaftsdienst (Anwesenheitsbereitschaft oder Rufbereitschaft) abgedeckt werden. Die personalbedarfsrechnerischen Betrachtungen können sich jedoch nicht allein auf den durch die Leistungserbringung bedingten Personalbedarf beschränken, sondern haben ggf. zusätzliche Aspekte der Mindestbesetzung bzw. Dienstplangestaltung zu berücksichtigen. Die Mindestbesetzung ist abhängig von der Zahl der erbrachten Leistungen. Sie wird bestimmt durch: z Erfordernisse der Leistungsbereitschaft im Sinne einer Mindestkapazität. In diesem Sinne ist die Mindestbesetzung eines Leistungsbereiches der Einsatz eines Mitarbeiters bzw. einer Mitarbeiterin in einer bestimmten Dienstart. Können die zu erbringenden Leistungen (z. B. Operation) nicht von einer Person allein erbracht werden, so ist das bei der Mindestbesetzung entsprechend zu berücksichtigen. Liegt die Anzahl der einzusetzenden Personen fest, so ergibt sich der Personalbedarf durch Division der Präsenzstunden/Jahr durch die Jahresarbeitszeit einer Vollkraft. 10 Personaleinsatz Inhalt Suchen 3 z 03 03 Hilfe Treffer z Tarifliche Vorschriften hinsichtlich der organisatorischen Gestaltung von Bereitschaftsdiensten. Je nach Eingruppierung der Bereitschaftsdienste ist pro Mitarbeiter bzw. Mitarbeiterin monatlich nur eine bestimmte Anzahl von Diensten zulässig. Liegt diese Grenze beispielsweise bei 6 Diensten, so bedeutet das bei durchschnittlich 30 Tagen/Monat den Einsatz von 5 Mitarbeitern bzw. Mitarbeiterinnen, der unabhängig vom Umfang der erbrachten Leistungen vorzusehen ist. z! Der Personalbedarf insgesamt wird bestimmt durch Mai 2000 die zu erbringenden Leistungen und die Dienstplangestaltung. Der Personalbedarf wird in Vollkräften ausgedrückt, einem abstrakten Kapazitätsbegriff, der nicht identisch ist mit Personen. 3 z 03 | 03 Personaleinsatz Ein wichtiger Ausgangspunkt für die Erhöhung der Wirtschaftlichkeit im Personalbereich muß eine verbesserte Planung und Organisation des Personaleinsatzes sein. Unter der Planung des Personaleinsatzes sollen die Planung der Arbeitsaufgabe, des Arbeitsbedarfs und der Arbeitsanforderung sowie die Planung der Arbeitszeit und der Diensteinteilung verstanden werden. Berücksichtigt werden u. a. die Leistungsfähigkeit, das Leistungsbewußtsein, die Höhe des Arbeitsentgeltes, die Arbeitstechnik, die Gestaltung des Arbeitsplatzes und -raumes. Der Möglichkeit, eine Rationalisierung der Arbeitsvorgänge durch Mechanisierung und Automatisierung zu erreichen, sind im Krankenhaus bestimmte Grenzen gesetzt, da Krankenhausleistungen in großem Maße von menschlichen Leistungen abhängen. Ein möglichst optimaler Personaleinsatz soll verhindern, daß nichtproduktive Zeiten entste11 Rationalisierung nur begrenzt möglich 3 z 03 03 Personaleinsatz Inhalt Vorgabezeit Suchen Treffer Hilfe hen, die kostensteigernde sowie qualitätsmindernde Wirkungen haben. Im Bereich der Pflege gibt es unterschiedlich qualifiziertes Personal (Stationsleitungen, Krankenschwestern/ -pfleger, Krankenpflegehelfer/-innen, Auszubildende in den Pflegeberufen, Aushilfen), dem ein bestimmtes Aufgabenfeld zugewiesen wird. Es ist im Sinne einer optimierten Personaleinsatzplanung darauf zu achten, daß das Personal entsprechend seiner Qualifikation eingesetzt wird. Hochqualifiziertes Pflegepersonal sollte z. B. nicht durch Bettenbeziehen oder Putzarbeiten bzw. durch Botengänge (z. B. Laborbefunde oder Patientenbetten bringen und holen) sowie Wartezeiten bei diagnostischen Untersuchungen der Patienten ausgelastet werden. Die Abstimmung von Qualifikation und Einsatzzeit des Personals im Verhältnis zum Leistungsumfang bzw. Leistungsanfall ist häufig verbesserungswürdig. Um den Personaleinsatz besser zu beurteilen, können die im folgenden erörterten Kennzahlen herangezogen werden. Die Vorgabezeit ist eine absolute Kennzahl, die einen Vergleichsmaßstab für die tatsächlich erbrachte Leistung des Mitarbeiters liefern soll. Sie ist arbeitsplatzbezogen und kann beispielsweise zur Objektivierung der Lohnfindung dienen. Die Vorgabezeiten beinhalten Grund-, Verteil- und Erholungszeiten. Die Grund- und Verteilzeiten orientieren sich an einer sog. Normalleistung. Aus den beobachteten Ist-Zeiten läßt sich unter Berücksichtigung des Leistungsgrades eine Vorgabezeit ermitteln: Grundzeit + Verteilzeit + Erholungszeit = Vorgabezeit 12 Personaleinsatz Inhalt Suchen Hilfe Treffer Außer der reinen Betrachtung der Vorgabezeit lohnt sich auch eine Analyse des Verhältnisses von Grundzeiten zu Verteilzeiten. Die Unterteilung in Grundzeiten, zusätzlich anfallende Zeiten sowie sachliche und persönliche Verteilzeiten erlaubt Aussagen über den Ablaufprozeß der einzelnen Abteilungen und zwischen den Abteilungen. Ein zu hoher Anteil an nicht wertschöpfenden Tätigkeiten sollte vermieden werden. Der Leistungsgrad (LG) ist durch das folgende Verhältnis definiert: Mai 2000 LG 3 z 03 03 Aussagen über den Ablaufprozeß Leistungsgrad Beobachtete Ist-Leistung 100 [%] Normalleistung Der Leistungsgrad wird mitarbeiterbezogen ermittelt und gilt als Maß der individuellen Leistungen (beispielsweise 95%). Schwankungen im Leistungsgrad können durch Ermüdung oder unterschiedliche Motivation hervorgerufen werden. Eine besondere Abwandlung für die Belange des Krankenhauses erfährt die Arbeitsproduktivität. Als Darstellungsmöglichkeit bieten sich folgende Quotienten an: Patienten/Mitarbeiter; Betten/Mitarbeiter; Umsatz/Mitarbeiter; Patienten/Lohn- und Gehaltssumme. Gliederungsmöglichkeiten bieten sich anhand der Mitarbeitergruppen oder Organisationseinheiten. Die Arbeitsproduktivität kann als Grundlage für die Personalbedarfsplanung, die Erfolgsbeteiligung und die Planung von Rationalisierungsmöglichkeiten dienen. Der Vergleich der Arbeitsproduktivität verschiedener Krankenhäuser ist relativ problematisch, da die Arbeitsbedingungen in den Krankenhäusern stark differieren können und auch die Qualität der erbrachten Leistungen recht unterschiedlich sein 13 Arbeitsproduktivität 3 z 03 03 Personaleinsatz Inhalt Betreuungsrate Arbeitsplatzstruktur Suchen Hilfe kann. Die Produktivität der Arbeit kann auch als sog. Leistungsziffer, das Verhältnis aus den erbrachten Krankenhausleistungen zur Anzahl der Mitarbeiter, dargestellt werden (Buchholz u. Eichhorn 1992 S. 280). Im Krankenhaus wird auch die Betreuungsrate als Maß für die Qualität der Patientenversorgung ausgewertet. Sie ergibt sich aus den Quotienten: Mitarbeiter/Betten und Patienten. Prinzipiell stellt sie nichts anderes dar als den Kehrwert des reinen Mengenverhältnisses der Arbeitsproduktivität, erlaubt aber einen differenzierten Blickwinkel. Während bei der Arbeitsproduktivität die durchschnittliche Leistung der Mitarbeiter im Vordergrund steht und damit eher der Planung des Personalbedarfs dienen kann, soll die Betreuungsquote ein Merkmal für die Qualität der Leistung eines Krankenhauses sein. Die Arbeitsplatzstruktur (AS) stellt das Verhältnis aus Teilzeitarbeitsplätzen zur Gesamtzahl der Arbeitsplätze dar. Sie wird durch folgendes Verhältnis ausgedrückt: As Jahresurlaub Treffer Anzahl der Teilzeitarbeitsplatze 100 [%] Gesamtzahl der Arbeitsplatze Besonders wichtig für die Planung und Steuerung des Personaleinsatzes ist die Verteilung des Jahresurlaubs. Im Krankenhaus muß das gesamte Jahr über der Bedarf an Krankenhausleistungen gedeckt werden; eine Urlaubsplanung ist aus diesem Grunde gleichmäßig auf die Kalendermonate verteilt anzustreben. Die Verteilung des Jahresurlaubs (JV) wird wie folgt als Formel dargestellt: Jv 14 Anzahl der genommenen Urlaubstage im Monat Gesamtzahl der Urlaubstage eines Jahres 100 [%] Personaleinsatz Inhalt Suchen Hilfe Treffer Es ist eine Untergliederung nach Mitarbeitergruppen, Abteilungen oder Kostenstellen möglich. Bei der Interpretation der Überstundenquote ist eine differenzierte Betrachtung nach Mitarbeitergruppen oder Kostenstellen sinnvoll. Grundsätzlich ist die Überstundenquote (ÜQ) folgendermaßen definiert: Mai 2000 Q U Überstundenquote Uberstunden 100 [%] Normalarbeitsstunden Ist die Überstundenquote auf Dauer hoch, so ist es notwendig, den Personalbedarf grundsätzlich zu überprüfen. Nicht abwendbar sind durch Notfälle nicht vorhersehbare Überstunden und Mehrarbeit durch außergewöhnliche Operationen, die den routinemäßigen Umfang nicht planbar übersteigen. Abwendbar erscheinen hingegen Überstunden, die durch leistungsfremde Aufgaben hervorgerufen werden. Diese Aufgaben können z. B. AmbulanzSprechstunden außerhalb der Dienstzeit oder Visiten am Wochenende sein, weil dem Bereitschaftsdienst nicht die frisch operierten Patienten aufgelastet werden sollen (Niopek 1992 S. 82 f.). Die Durchschnittskosten je Überstunde (KÜ) geben einen Einblick in das Ausmaß der Kosten durch Überstunden. Diese Kennzahl ist durch folgendes Verhältnis charakterisiert: KU 3 z 03 03 Zu hohe Überstundenquote DM Uberstundenkosten h Anzahl Uberstunden Eine Gliederung anhand der Kostenstellen erscheint sinnvoll. Die Inanspruchnahme des Bereitschaftsdienstes (BI) schließlich ist eine Kennzahl, die wie folgt dargestellt wird: 15 Bereitschaftsdienst 3 z 03 04 Aus- und Weiterbildung Inhalt Suchen BI Treffer Hilfe Anzahl der Bereitschaftsstunden Anzahl der inanspruchnehmenden Mitarbeiter h Mitarbeiter Gegliedert nach den einzelnen Mitarbeitergruppen und besonders den Arztgruppen kann sie einen Anhaltspunkt für die Berechnung des Personalbedarfs geben. 3 z 03 | 04 Aus- und Weiterbildung Im Rahmen der Aus- und Weiterbildung können Kennzahlen zur Durchführung von Kosten-Nutzen-Analysen herangezogen werden. Kostenarten im Bildungsbereich sind: z Kosten externer Bildungsmaßnahmen (unter anderem Seminargebühren, Kosten für ausgefallene Arbeitszeiten, Verwaltungskosten), z Kosten interner Bildungsmaßnahmen außerhalb des Arbeitsplatzes (z. B. Honorare externer Referenten, Lehrmittel, anteilige Gehälter interner Referenten) und z Kosten interner Bildungsmaßnahmen am Arbeitsplatz (z. B. Unterweisung bzw. Schulung). Ausgefallene Arbeitszeiten Nicht alle Kostenarten können zuverlässig und exakt bestimmt werden. Die in jeder Kostenkategorie entstehenden Opportunitätskosten sind die Kosten nicht genutzter Kapazität aufgrund einer Teilnahme an Bildungsmaßnahmen. Die Kosten für ausgefallene Arbeitszeiten der Arbeitnehmer je Stunde (AK) können vereinfacht wie folgt ermittelt werden: AK Jahresentgelt + Sozialkosten durchschnittliche Arbeitstagetagliche Arbeitszeit 16 Aus- und Weiterbildung Mai 2000 Inhalt Suchen 3 z 03 04 Hilfe Treffer Zur Beurteilung der Weiterbildungskosten, für Kostenvergleiche und als Basis für detaillierte Abweichungs- bzw. Angemessenheitsanalysen können z. B. folgende Kennzahlen von Nutzen sein: z Kosten der Weiterbildung je Kopf nach Mitarbeitergruppen, z Kosten der Weiterbildung je Geschäftsjahr in Prozent der Lohn- und Gehaltssumme (getrennt nach Ärzten, Pflegepersonal, Verwaltungspersonal etc.), z Anteil der Aufwendungen für die Ausfallzeiten am gesamten Weiterbildungsaufwand, z Anteil der Weiterbildungskosten an den Gesamtpersonalkosten, z Kosten der durchgeführten Trainingseinheiten, z Kosten pro Weiterbildungsstunde. Weiterbildungskosten Kosten von Personalentwicklungsmaßnahmen erlauben keinerlei Aussagen über die Qualität der Ergebnisse. Zur Messung des „Bildungsoutputs“, definiert als die Summe der weiterbildungsinduzierten unternehmensrelevanten Erfolgswirkungen, werden die möglichen Nutzen betrieblicher Aus- und Weiterbildung systematisiert und operationalisiert. Hier gilt es nicht nur, die Indikatoren der betrieblichen Weiterbildung, sondern – wegen der „Timelag-Problematik“ des Wirksamwerdens von Bildungsmaßnahmen – auch die Zeitpunkte der Erfolgsmessung zu bestimmen. Die Kontrolle des Qualifizierungserfolges zielt darauf ab zu überprüfen, ob und inwieweit der Kenntnisstand und die Fähigkeit der Mitarbeiter an veränderte Qualifikationsanforderungen ständig angepaßt werden und eine ausreichende Versorgung der Unternehmung mit qualifizierten Mitarbeitern sichergestellt wird. Hierzu empfiehlt Bildungsoutput 17 Erfolgsindikatoren 3 z 03 04 Aus- und Weiterbildung Inhalt Personalbedarfsdeckungsgrad Suchen Treffer Hilfe sich die Heranziehung quantitativer wie qualitativer Indikatoren. Als praktikable Indikatoren in quantitativer Hinsicht erweisen sich unter anderem die Anzahl der Weiterbildungsteilnehmer, die Anzahl der durchgeführten Maßnahmen – differenziert nach Maßnahmendauer – sowie als Kombination beider Größen die Anzahl der Teilnehmerstunden. Bezieht man diese Größen auf die Gesamtzahl der Mitarbeiter bzw. auf die Größe bestimmter Mitarbeitergruppen, so lassen sich Kennzahlen bilden, die im Rahmen eines Zeit- oder Betriebsvergleichs erste Hinweise auf den realisierten Bildungsoutput zulassen. In qualitativer Hinsicht lassen sich Lernfeld („pädagogische Erfolgskontrolle“), Funktionsfeld („Wenden die Mitarbeiter das Gelernte tatsächlich an?“) und die betriebliche Ebene („Performance-Verbesserung: Profitiert das Krankenhausunternehmen vom Gelernten?“) unterscheiden. Pädagogische Erfolgskontrollen im Hinblick auf die Realisierung und den Praxistransfer der Lernzielsetzung können wertvolle Informationen für die Gestaltung der Ausund Weiterbildung geben. Systematische Methoden sind neben Fragebögen, Tests, Beobachtungen am Arbeitsplatz insbesondere längerfristig die Personalbeurteilungen. Als Indikator des realisierten weiterbildungsbedingten Personalbedarfsdeckungsgrades (PW) auf betrieblicher Ebene kann folgende Beziehung dienen: PW Anzahl der mit weitergebildeten Mitarbeitern m oglichen Stellenbesetzungen Anzahl der unternehmensintern zu besetzenden Stellen Dieser Indikator ist aussagekräftig für das Potential interner Stellenbesetzung und mißt den „Versorgungserfolg“ 18 Personalkosten Inhalt Suchen 3 z 03 05 Hilfe Treffer betrieblicher Weiterbildungsarbeit. Je höher die relationale Größe ausfällt, desto erfolgreicher sind Organisations- und Inhaltsentscheidungen der Weiterbildungsarbeit im Krankenhaus. 3 z 03 | 05 Personalkosten Aufgrund der vielfältigen gesetzlichen Vorschriften sind die Kosten im allgemeinen gut dokumentiert. Problematisch erscheint dabei jedoch die Zuordnung zu bestimmten Leistungen. Die Personalkostenplanung und -kontrolle im Krankenhaus verwendet die Personalintensität (PI) als typische Kennzahl. Sie wird durch folgende Formel beschrieben (Reister 1996 S. 230): Mai 2000 PI Personalintensität Personalkosten 100 [%] Gesamtkosten Ziel muß es sein, die Personalintensität zu senken. Oftmals wird diese Kennzahl zur quantitativen Personalbedarfsplanung verwendet. Die Forderung nach Senkung der Personalintensität impliziert im Zusammenhang mit Lohnsteigerungen und konstanten Beiträgen zur Krankenversicherung die Umsetzung von Rationalisierungsmaßnahmen. Um die Personalzusatzkosten steuern und kontrollieren zu können, wird deren Entwicklung anhand der Personalzusatzkostenquote (PZK) dokumentiert: PZK Personalzusatzkosten 100 [%] Personalkosten f ur geleistete Arbeit Als Basisdaten für die Berechnung der Quote werden Kosten für gesetzliche, tarifliche sowie freiwillige betriebliche Leistungen berücksichtigt. Diese werden ins Verhältnis gesetzt zum Brutto-Jahresverdienst abzüglich der Ent19 Personalzusatzkosten 3 z 03 05 Personalkosten Inhalt Personalkosten je Mitarbeiter Suchen Hilfe gelte für bezahlte Ausfallstunden und abzüglich der Sonderentgelte. Die Entwicklung der Personalzusatzkosten ist im wesentlichen durch die Beitragssätze und Bemessungsgrenzen zur Sozialversicherung, die tariflichen Leistungsverpflichtungen, die Entwicklung des Krankenstandes sowie den Umfang der innerbetrieblichen Leistungen gekennzeichnet. Für die Planung und Kontrolle der Personalkosten werden auch die Personalkosten je Mitarbeiter verwendet. Eine objektive Interpretation verlangt eine Untergliederung nach Mitarbeitergruppen. Die Personalkosten je Mitarbeiter (PK) sind folgendermaßen definiert: PK Personalkosten je Stunde Treffer Gesamte Personalkosten DM Gesamtzahl der Mitarbeiter Mitarbeiter Änderungen in der Höhe der Personalkosten können verschiedene Ursachen haben. Die Höhe des Einkommens oder der Sozialabgaben, die Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung, Strukturveränderungen bezüglich der Tarifgruppen und die Höhe der Vermögenssowie Erfolgsbeteiligungen wirken sich auf die Personalkostenbelastung aus. Die Personalkosten je Stunde (PKh) können getrennt nach Mitarbeitergruppen, Tätigkeiten oder Kostenstellen betrachtet werden. Sie werden wie folgt berechnet: Gesamte Personalkosten DM PKh Gesamtzahl der geleisteten Arbeitsstunden h Als Maß für die Kosteneffizienz und die Kalkulation dienen sie der Analyse und Steuerung der Personalkosten. 20 Schwierigkeiten bei der Anwendung von Personalkennzahlen Inhalt Suchen Hilfe Treffer 3 z 03 | 06 Schwierigkeiten bei der Anwendung von Personalkennzahlen Mai 2000 3 z 03 06 Personalkennzahlen im Krankenhaus-Controlling bestechen durch Operationalität und Komprimierung personalbezogener Realität. Es sollte aber eine kritische Distanz im Umgang mit Kennzahlen gewahrt bleiben, da bei ihrer Anwendung zahlreiche Gefahren aufgrund konzeptioneller, meßtheoretischer und anwendungsbezogener Mängel entstehen können. So bleibt die Eignung der quantitativen Maßgrößen häufig offen, und es kann nicht davon ausgegangen werden, daß die Maßgrößen eindeutig, zuverlässig und adäquat sind. Den Vorteilen des Einsatzes von Kennzahlen als Instrument komprimierter Darstellung und Übermittlung quantifizierbarer ergebnisorientierter Informationen steht speziell im Personalmanagement die nur teilweise Operationalisierungsmöglichkeit personalbezogener Leistungen (Outputs) gegenüber. Selbst wenn eine Operationalisierung gelingt, stehen dennoch geeignete Vergleichszahlen bzw. Referenzwerte oft nicht zur Verfügung. Bei Abweichungen und daraus entstehenden Interpretationsproblemen gibt es meist keine Regeln, die eine eindeutige Beurteilung gewährleisten. Besonders dann, wenn Kennzahlen in einer Erklärungsabsicht verwendet werden, bleibt unklar, unter welchen Bedingungen die Erklärung Gültigkeit besitzt. Daraus resultiert, daß eine problemadäquate Interpretation zufallsabhängig ist. Eine inhaltliche Zuordnung von Leistungen zu Kosten ist meist schwierig, da selten Kausalbeziehungen zwischen Input (personelle Maßnahmen/Programme) und Output (verbesserte zielwirksame Leistungen der Mitarbeiter) bestehen. Außerdem läßt sich die Gesamtwirkzeit personalwirtschaftli- 21 Problem der eindeutigen Beurteilung 3 z 03 07 Anforderungen an Personalkennzahlen im Krankenhausmanagement Inhalt Suchen Treffer Hilfe cher Maßnahmen nicht exakt prognostizieren und ihr periodenmäßiger Anteil nicht hinreichend abschätzen. 3 z 03 | 07 Anforderungen an Personalkennzahlen im Krankenhausmanagement Damit dennoch ein Personalkennzahlensystem von Nutzen für das Krankenhausmanagement ist, sind folgende Anforderungen zu erfüllen: z Das Personalkennzahlensystem muß wesentliche Informationen (Grunddaten) für gängige Aufgabenstellungen im personalbezogenen Zielsystem vollständig und in geordnetem Zusammenhang laufend bereithalten. z Das Kennzahlensystem sollte flexibel gestaltet werden, so daß neue Tatbestände Berücksichtigung finden können. z Die Daten des Kennzahlensystems müssen aus ihren ursprünglichen Quellen ableitbar sein. z Die historische Entwicklung der einzelnen Kennzahlen des Systems muß erkennbar sein. Die zu erfassenden Größen, Ermittlungsmethoden und Quellen sollten genau festgelegt werden. z Die Koordination mit dem übergeordneten Kennzahlensystem des Krankenhausunternehmens muß gewährleistet sein. Insbesondere muß geprüft werden, welche allgemeinen Kennzahlen in das Personalkennzahlensystem übernommen werden können. z Schließlich empfiehlt es sich dringend, den Zeit- und Kostenaufwand für die Beschaffung von Daten als Basis für die Kennzahlenbildung zu berücksichtigen. 22 Anforderungen an Personalkennzahlen im Krankenhausmanagement Inhalt Suchen Hilfe Treffer Literatur Buchholz W, Eichhorn P (Hrsg) (1992) Wirtschaftliche Führung von Krankenhäusern: Schwachstellen und Lösungsansätze am Beispiel von Universitätsklinika. Nomos, Baden-Baden Hentze J, Kammel A (1993) Personalcontrolling. Haupt, Bern Stuttgart Wien Hentze J, Kehres E (1996) Kosten- und Leistungsrechnung in Krankenhäusern, 3. Aufl. Kohlhammer, Stuttgart Berlin Köln Niopek W (1992) Personalwirtschaft im Klinikum: Ärztlicher Dienst. In: Buchholz W, Eichhorn P (Hrsg) (1992), S 74–103 Reister M (1996) Statistische Krankenhausdaten. Ergebnisse aus der Erhebung der Grund- und Kostendaten für die Jahre 1991 bis 1994. In: Arnold M, Paffrath D (Hrsg) Krankenhaus-Report: Aktuelle Beiträge, Trends und Statistiken. Fischer, Stuttgart Jena Lübeck, S 221–240 Schulte C (1989) Personalcontrolling mit Kennzahlen. Vahlen, München Mai 2000 3 z 03 07 Weiter 23
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